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People | 16.02.2021

Wie geht sich das alles aus, Herr Niavarani?

Er betreibt drei Theater in Wien, brachte erst kürzlich mit seinem eigenen Verlag ein neues Buch über Nestroy auf den Markt, unterhält sein Publikum mit dem Podcast „Alles außer Corona“, gründete im Vorjahr nach dem ersten Lockdown das „Theater im Park“ am Belvedere in Wien, schreibt das Programm für die Simpl-Revue und hält mehr als 350.000 Fans auf Facebook bei Laune. Wir haben bei Michael Niavarani nachgefragt, wie sich das alles eigentlich ausgeht.

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© Thom Trauner

Dort, wo sich normalerweise Kabarettisten und Schauspieler die Klinke in die Hand geben, wo Abend für Abend Lachen und gute Unterhaltung dominieren, ist es leer geworden. Nach dem ersten Lockdown wurden die Sitzgelegenheiten im Kabarett Simpl in Wien auf die Hälfte reduziert, um auch in Corona-Zeiten höchste Sicherheit für die Gäste gewährleisten zu können. Aber das Glück währte nicht lange, denn seit November 2020 sind sämtliche Kultureinrichtungen geschlossen. Während wir auf den Hausherren warten, sehen wir uns um, im ältesten durchgängig bespielten Kabarett der Welt. Bilder von Karl Farkas und Helmut Qualtinger zeugen von der großen Schauspielkunst unseres Landes. Da kommt Michael Niavarani durch die Tür und erfüllt das leere Theater mit seiner markanten sonorigen Stimme. Sofort läuft der Schmäh und wir bitten den großartigen Kabarettisten, Schauspieler, Theaterproduzenten und Autor zum Interview. 

 

Herr Niavarani, wie haben Sie eigentlich den ersten Lockdown im vorigen Frühling erlebt? Wie ist es Ihnen ergangen?

Michael Niavarani: Mit den Lockdowns ist es ja mittlerweile wie mit Beziehungen: Die erste war die schönste und dann wird’s immer schwieriger (lacht). Der erste Lockdown war zwar für mich ein Schock, ich machte mir damals aber nicht allzu große Sorgen um das Theater oder um meine Gesundheit, weil ich der Meinung war, dass in drei Monaten eh wieder alles vorbei sein würde. Beim jetzigen Lockdown denke ich mir irgendwie: Es ist der längste Sonntag der Weltgeschichte, aber viel helfen wird er nicht. Denn so richtig aufpassen tut keiner mehr. Was ich auch wieder verstehe, weil wir ja nur vor dem Fremden Angst haben. Mittlerweile kennen wir das Virus schon. Wir wissen, wie viele Menschen daran gestorben sind und obwohl Corona noch genauso gefährlich ist wie im März 2020, fürchten wir uns jetzt nicht mehr. Mir geht es ja genauso, das ist das Absurde an uns Menschen. 

Kultureinrichtungen wie Theater und Kabaretts sind seit Monaten geschlossen. Wie sehr fehlen Ihnen die Bühne bzw. der Applaus?

Einerseits gar nicht, andererseits natürlich sehr. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte ich auch ohne Corona im vergangenen Herbst fast nichts auf der Bühne gespielt, da ich an einem Theaterstück gearbeitet hätte. Aber natürlich ist es etwas anderes, ob man das Ganze freiwillig macht oder ob einem die Regierung verbietet, seinen Beruf auszuüben. Das ist furchtbar und ich verspüre auf einmal die Lust, jeden Tag auf die Bühne zu gehen. Das ist ganz offensichtlich kindisch, aber wir Menschen sind so gestrickt. 

Welche Rolle haben Kabarett bzw. Comedy in Krisenzeiten?

Realpolitisch ist es völlig wurscht, denn das Leben geht weiter, auch ohne Komödie. Aber ich glaube, dass alleine die Fähigkeit, über das eigene Leid lachen zu können, dieses schon mindert. Wenn ich die Ironie des Schicksals begreife, dann kann es mir gar nicht mehr so extrem wehtun. Es tut zwar immer noch weh, aber man ist nicht mehr so verzweifelt, man sieht einen Ausweg. Deshalb glaube ich, dass die Komödie eine ganz wichtige Funktion für die Psyche hat.

Wie schwierig ist es, als Kabarettist, tragische Situationen in eine Komödie zu bringen, ohne dass man die Menschen herabwürdigt oder beleidigt?

Das ist ein schmaler Grat, aber man kann –wie Roberto Benigni mit seiner Tragikomödie „Das Leben ist schön“ gezeigt hat – auch eine Komödie machen, die in einem Konzentrationslager spielt. Das hätten wir vor Roberto Benigni alle verneint. Ich habe mit John Cleese viel über dieses Thema gesprochen und wir waren uns damals einig, dass man im Kabarett alles machen kann, außer eine Komödie im Konzentrationslager, das geht nicht. Aber Roberto Benigni hat uns gezeigt, dass eine Komödie nicht immer eine zynische, satirische Betrachtung der Wirklichkeit ist. Manchmal ist es auch eine Liebeserklärung an das Leben und eine Solidarisierung mit denen, die leiden. Du lachst ja die Menschen nicht aus, sondern du lachst mit ihnen über die absurde Situation. Die Komödie muss eine Wahl treffen, bevor sie geschrieben wird. Nehme ich mir ein Thema, das ich auslache, oder nehme ich mir das Schicksal eines Menschen, mit dem ich mit lache. Und dann muss man sehr genau und präzise sein. Das hat nichts mit politisch korrekt oder mit „ich möchte niemanden beleidigen“ zu tun, sondern einfach mit Charakter. Ein Witz, der rassistisch ist, kann sehr lustig sein. Wenn ich aber ein Rassist bin, der diesen Witz erzählt, dann ist er nicht mehr lustig. Weil dann erzähle ich ihn nicht, weil er lustig ist, sondern weil ich ein Rassist bin. Das ist eine sehr wichtige Unterscheidung. 

Was finden Sie eigentlich lustig? Mit was bringt man Sie zum Lachen?

Mit allem Möglichen. Ich finde Tina Fey ist einer der lustigsten Menschen, die es überhaupt auf diesem Planeten gibt. Sie hat die amerikanische Sitcom „30 Rock“ geschrieben und spielt darin die Hauptrolle. Auch wie Stephen Colbert derzeit seine „Late Night Show“ – ohne Publikum aus seinem Keller – macht, ist faszinierend. Aber am ehesten lache ich über blöde Situationen aus dem Leben oder Wortwitze. Wir Komiker haben das Problem, dass wir uns den ganzen Tag damit beschäftigen, wie lustig etwas sein kann. Wir erkennen sofort einen Mechanismus und obwohl wir die Pointe vom Witz noch nicht kennen, wissen wir sofort in welche Richtung es geht. Wir lachen dann auch nicht, sondern denken uns „Ah, lustig. Sehr lustig!“. Wenn mir etwas Lustiges passiert oder mir jemand etwas Lustiges erzählt, lache ich oft gar nicht, denn das Lachen wird bei uns Komikern von tiefer Begeisterung ersetzt. Manchmal lachen wir über die dümmsten Sachen. Das ist das Traurige, dass Menschen, die sich viel mit Komödien beschäftigen, oft über die primitivsten Sachen lachen. Wir reden hier von fäkalen „Gacksi“-Witzen und dergleichen (lacht). Wir lachen weniger über die fein gedrechselte Pointe, sondern eher über die depperten Sachen und über das, was wir uns auf der Bühne nie trauen würden zu sagen.  

In Ihrem neuesten Buch, einem Nestroy-Brevier, erfährt man, dass Nestroy für fast alles ein passendes Zitat parat hat. Welches Zitat passt am besten zu dieser schrägen Zeit, die wir seit März 2020 erleben?

Es ist schwer ein Zitat zu finden, dass diese Zeit beschreibt. Nestroy hat sich in seinen Zitaten immer auf Verhaltensweisen von Menschen bezogen und darauf, wofür sich die Menschen selbst halten. Aus der Revolutionszeit 1848, in der die Leute auf die Straßen gingen, um aus dem Polizeistaat des Kanzlers Metternich befreit zu werden, hat Nestroy jene kritisiert, die einfach nur mitgelaufen sind und mitgeschrien haben, obwohl sie eigentlich nicht wussten, wovon sie reden. Das trifft auch auf viele Menschen zu, die jetzt auf die Straßen gehen und gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Ich finde das ziemlich absurd. Natürlich kann man sich fragen, ob sich das alles auszahlt und wirklich hilfreich ist. Aber wir wissen, dass Vorkehrungen, wie Abstand halten, Maske tragen und sich testen lassen, sinnvoll sind. Dennoch kann man nicht der Meinung sein, dass es die Demokratie gefährdet, wenn wir darauf aufpassen, dass nicht zu viele Menschen sterben. Als ich vor Kurzem bei so einer Demo in Wien vorbeigegangen bin, ist mir folgendes Zitat von Johann Nestroy eingefallen: „Meiner Seel‘, für die ernsthafte Zeit, gibt’s noch immer vü g‘spaßige Leut“. Dieses Zitat passt überhaupt sehr gut für unsere Zeit, auch für die Klimakatastrophe, die ja eigentlich eine Menschheitskatastrophe ist. Denn das Klima müssen wir nicht schützen. Dem Klima ist es wurscht, ob es in Österreich 48 Grad hat und die Leute verdursten. Uns selbst sollten wir schützen und da gibt es immer noch Leute, denen das einfach egal ist. Das Zitat trifft auf die gesamte Menschheitsgeschichte zu. 

Der Titel des Buches lautet: „Es glaubt kein Mensch, was ein jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.“ Können Sie genauer beschreiben, was Nestroy mit diesem Wortspiel gemeint hat? Es ist ja ein sehr langer Titel.

Mir ist er fast zu kurz (lacht). Ich mag Titel aus der Barockzeit, im 18. Jahrhundert war es üblich, dass ein Titel über die ganze Seite geht. Das Zitat bedeutet, dass wir immer wieder erstaunt darüber sind, wofür sich manche Menschen halten. Also da triffst du einen Trottel, der wirklich ein Trottel ist und dann kommst du drauf, dass er zutiefst gekränkt ist, weil er den Nobelpreis nicht bekommen hat. Oder wenn sich jemand für den größten Casanova hält, aber noch nie eine Beziehung hatte, geschweige denn jemanden ins Bett bekommen hat, dann ist das sehr lustig. In der Komödie nennt man das „Blind Obsession“. Jemand der glaubt, dass er etwas besonders gut kann und diese blinde Leidenschaft dafür hat, obwohl er es überhaupt nicht kann oder überhaupt nicht ist.  

Was sind Sie für ein Mensch? 

Ich glaube zum Beispiel, dass ich ein junger, schlanker, fescher Mann bin. Das ist meine „Blind Obsession“ (lacht). Ich bin immer noch überrascht, wenn ich in den Spiegel schaue, dass dieses blade, krumme Ding ich bin. So sehe ich mich gar nicht. Ich glaube auch, dass ich derjenige bin, der als Einziger in ganz Österreich all diese Probleme, die wir haben, wie Umweltschutz, Klimakrise, Covid-19 usw., in einem halben Tag gelöst und erledigt hätte. So schwer kann es nicht sein. 

Was war Ihnen im Buch vom Inhalt her wichtig, was wollten Sie rüberbringen?

Viele Menschen haben ein völlig falsches Bild von Nestroy und das wollte ich im Buch richtigstellen. Denn das, was dieser Mensch geschrieben hat, ist weder Biedermeier, noch verstaubt, noch altmodisch. Es ist wahnsinnig aktuell, unglaublich cool und wirklich komisch, verbirgt sich aber hinter einer Mauer von 160 Jahren. Wenn man sich durch Nestroys Bücher kämpft, dann wird man mit wahnsinnig witzigen und gescheiten Figuren belohnt. Es gibt kaum jemanden, der je die Seele des Menschen, die Seele der Wienerinnen und Wiener, so genau getroffen hat wie Nestroy.   

Inwieweit hat er Sie in Ihrem Leben begleitet, beeinflusst und inspiriert?

Ich habe als Jugendlicher sehr viel Nestroy gelesen und war hingerissen davon. Nestroy war auch ein Grund, warum ich überhaupt zum Theater gegangen bin. Ich wollte so frech, dumm und gescheit sein wie seine Figuren. In der Schule habe ich viel Nestroy gespielt, in meinem beruflichen Leben jedoch nicht mehr. Als ich im Vorjahr den Nestroy Preis von Harald Schmidt bekommen habe, sagte meine Mutter zu mir: „Spätestens jetzt wird es Zeit, endlich mal wieder den Nestroy zu spielen.“ Ich habe dann eine CD mit Nestroy-Texten eingesprochen. Dann sagte jeder zu mir: „Eine CD verkauft sich nicht mehr, mach doch ein Buch.“ Mein Vorhaben war dann, zu der CD ein Booklet zu machen – naja, jetzt ist es die CD mit dem größten
Booklet geworden (lacht).  

 

 

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© Thom Trauner

Im Vorjahr haben Sie gemeinsam mit Georg Hoanzl das „Theater im Park“ am Belvedere in Wien ins Leben gerufen. Wie ist das Ganze entstanden?

Aus der Verzweiflung heraus. Denn im Park, an der frischen Luft, mit Sicherheitsabstand, das ist doch der perfekte Platz, um Kabarett und Theater auf die Bühne zu bringen, ohne sich anzustecken. Wir treffen ja unsere Entscheidungen nicht alleine oder wie die Regierung nach Umfragewerten. Wir sind ja keine Trottel (lacht). Wir treffen die Entscheidungen mithilfe von Ärzten und Virologen. Und so, wie es bis heute aussieht, kann draußen im Freien fast nichts passieren. Wir waren im Vorjahr bis zu fünfzig Leute hinter der Bühne und hatten keinen einzigen Corona-Fall. 

Wird das „Theater im Park“ künftig zur festen Institution in der Szene Wiens werden?

Ja, es wird eine fixe Institution in Wien bleiben. Auf unserer Homepage stehen schon viele Termine für die kommende Saison. 

Sie schreiben auch die Simpl Revue, die im „Theater im Park“ zu sehen sein wird. Worauf darf sich das Publikum freuen?

Ab dem 1. Mai 2021 wird die Simpl Revue im „Theater im Park“ unter dem Titel „Krone der Erschöpfung“ starten. Ich schreibe und inszeniere das Programm, das Ensemble ist wieder dasselbe wie im Vorjahr mit Bernhard Murg, Julian Loidl, Katharina Dorian, Jennifer Frankl und vielen weiteren. Wir planen für die kommenden Sommer verschiedene Produktionen und auch Gastspiele. Ich bin Corona sehr dankbar, denn ohne dieses Virus wären wir nie auf die Idee gekommen, ein „Theater im Park“ zu veranstalten. Die Location ist einfach wunderbar.

Sie betreiben drei Theater, einen eigenen Verlag, schreiben Stücke, Bücher ... das klingt nach straffem Management. Wie viele Personen arbeiten in Ihrem Team? Wie geht sich das zeitlich alles aus?

Das sieht nach außen immer nach wahnsinnig viel aus, aber in Wirklichkeit ist es gar nicht so viel. Erstens sind die drei Theater gerade alle zu. Ich habe also nichts zu tun, außer mir Sorgen zu machen und das geht im Schlaf auch. Aber natürlich gibt es die Teams vom Simpl und vom Globe – ohne die es nicht gehen würde. Alles in allem werden wir circa auf 100 Leute kommen. Um Gottes Willen, diese Lohnnebenkosten (lacht). 

Was wären Sie geworden, wenn Sie es nicht auf die Bühne geschafft hätten? Gab es einen Plan B?

Das ist der Plan B. Platz Eins war immer Tierarzt oder Biologieprofessor. Platz Zwei war Lehrer für Biologie, Philosophie, Deutsch und Geschichte. Platz Drei war großer, international anerkannter Schriftsteller und Lyriker. Priester wollte ich auch werden, die katholische Kirche hat mich sehr interessiert: ein großes Schauspiel, verlogen, versoffen, verhurt wie das Theater. Also Sie sehen, Kabarettist ist eigentlich Plan F (lacht).

 

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© Thom Trauner

Zur Person

Michael Niavarani wurde am 29. April 1968 als Sohn einer Österreicherin und eines Persers in Wien geboren. Schon während seiner Schulzeit im BRG in Wien spielt er Theater. Christoph Wagner-Trenkwitz, heutiger Chefdramaturg der Volksoper Wien, erkennt sein Talent: „Ich erinnere mich an seine unglaubliche Stimme! Eine große, dunkle, männliche Stimme mit unglaublichen Möglichkeiten, unglaublichen Farben und Phantasie.“ Christoph Wagner-Trenkwitz holt den damals 14-Jährigen in die Theatergruppe „Die Demoasten“. Gemeinsam mit der Theatergruppe renoviert er einen Kellerraum – das  „Graumanntheater“ ist geboren. 

Mit 16 Jahren bricht Niavarani die Schule ab und nimmt Schauspielunterricht bei Michael Mohapp und Dany Sigel. Michael Mohapp ist es dann auch, der ihn Martin Flossmann, dem damaligen Simpl-Chef, ans Herz legt. Für die Simpl-Revue „Leben, Lieben, Lachen“ wird Michael Niavarani engagiert. Jedoch geht er nach einer Saison am Simpl zurück ans Graumanntheater. 

Anfang der 90er-Jahre ist Michael Niavarani auch erstmals im Fernsehen zu sehen und er übernimmt 1993 die künstlerische Leitung des Kabarett Simpl. Im selben Jahr hat auch die erste Simpl-Revue Premiere. Sein erster Roman „Vater Morgana“ kam 2009 auf den Markt, allein in Österreich wurden über 100.000 Bücher verkauft. Auch seine späteren Bücher „Der frühe Wurm hat einen Vogel“ (2011) und „Ein Trottel kommt selten allein“ (2017) führten wochenlang die Bestsellerlisten an.

Nach einem Roman, vielen Kurzgeschichten, einer Handvoll Kabarettprogrammen und unzähligen Sketches für das Simpl schreibt Michael Niavarani auch Theaterstücke, u. a. die Komödie „Reset – Alles auf Anfang“. Für seine Shakespeare-Komödien „Die unglaubliche Tragödie von Richard III.“ und „Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von Romeo & Julia: Ohne Tod kein Happy End“, seinem neuen Theaterstück, gründet er 2014 eigens dafür in Wien ein Shakespeare-Theater, das GLOBE WIEN. 

Im Sommer 2019 hat Michael Niavarani das Simpl erworben und betreibt damit nun das älteste durchgängig bespielte Kabarett der Welt, das seit weit über 100 Jahren an der Wollzeile im ersten Wiener Gemeindebezirk besteht. 

Unmittelbar nach Verkündung des ersten Lockdowns eröffneten Michael Niavarani und Georg Hoanzl im Sommer 2020 mit dem „Theater im Park“ im Privatgarten des Palais Schwarzenberg eine neue Freiluftbühne im Herzen Wiens. Aufgrund des großen Erfolges wird das „Theater im Park“ auch künftig beibehalten werden. Programm und Tickets für die diesjährige Saison sind bereits online: www.theaterimpark.at

Michael Niavarani ist Kabarettist, Schauspieler, Theaterproduzent und Autor, er hat eine Tochter und lebt in Wien.

 

 

 

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© Thom Trauner

WORDRAP

 

Johann Nestroy ist für mich ... 

ein sehr guter Freund und sehr weiser Lehrer.

 

Kabarett ist ...

momentan geschlossen, macht aber bald wieder auf, hoffentlich.

 

Theater ist ...

momentan geschlossen, macht aber bald wieder auf, hoffentlich.

 

Oberösterreich ist für mich ...

gar nicht so weit weg. Manchmal bin ich aus dem 3. Bezirk schneller in Linz als im ORF am Küniglberg. 

 

Wien ist für mich ... 

(so peinlich wie es ist, ich wäre gerne Londoner) mein Zuhause. 

 

Corona wird ... 

noch ziemlich lange dauern.

 

Glücklich macht mich, ...

wenn Corona doch nicht so lang dauert.

 

Niemals vergessen werde ich ...

Corona.

 

Schwach werde ich bei ... 

allem, was zu viel Kalorien hat.

 

Mein Lebensmotto: 

„Wer es nicht ohne Motto schafft, braucht eins.“ 

 

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Michael Niavarani liest Nestroy „Es glaubt kein Mensch, was ein jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.“ Schultz & Schirm Bühnenverlag, ISBN 978-3-9503907-9-7, Buch mit CD € 24,90