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People | 28.07.2020

Wasserkraft ist gelebter Klimaschutz

Rund 90 Prozent des in Oberösterreich erzeugten erneuerbaren Stroms kommen aus Wasserkraft. Die 43 Wasserkraftwerke der Energie AG sind eine wesentliche Stütze der Stromversorgung in unserem Land. Wir haben mit Energie AG Generaldirektor Dr. Werner Steinecker über das Handling der Stromversorgung während der Corona-Krise, die Vorteile von Wasserkraft und die Gefahr eines „Blackdowns“ gesprochen.

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© Andreas Röbl

Seit Beginn ihrer Unternehmensgeschichte setzt die Energie AG Oberösterreich auf nachhaltige Stromerzeugung. Wasserkraft spielte damals wie heute eine wichtige Rolle. Mittlerweile produzieren 43 Wasserkraftwerke sauberen Strom – sie reichen von Ranna im Mühlviertel über zahlreiche Kraftwerke an Traun und Steyr bis nach Großarl im Salzburgerland. Viele davon sind auch mehr als 100 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme immer noch eine wesentliche Stütze für die Stromversorgung in Oberösterreich und Salzburg. Von diesem generationenübergreifenden Denken bei der Wasserkraftnutzung profitiert heute das ganze Land, denn in Summe verfügt die Energie AG über eine saubere Stromerzeugung aus Wasserkraft von rund 2.500 GWh im Jahr, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von mehr als 700.000 Haushalten entspricht.

 

Herr Dr. Steinecker, die Energie AG Oberösterreich stellt die Versorgung im Land mit Strom, Erdgas, Wärme, Wasser und Telekommunikationsdiensten sicher. Vor welche Herausforderungen hat Corona die Energie AG gestellt und wie hat man diese bewältigt?

Das war mit Sicherheit eine der spannendsten Phasen, die ich in meiner fast 50-jährigen Betriebszugehörigkeit erlebt habe. Spannend deshalb weil niemand am Beginn der Krise Anfang März gewusst hat, wo das Ganze hinführen wird. Es gab pessimistische Ansagen, dass der ganze Sommer ein Shutdown sein wird. Dass wir jetzt in der glücklichen Lage sind, den Weg zur Normalität zu suchen und auch zu finden, ist fast ein weltweites Unikat. Wenn man sich anschaut, was in Südamerika oder in Amerika passiert, sind wir in Österreich eine Insel der Seligen, auch innerhalb von Europa. Ich glaube, die Disziplin der Spezies Österreicher und Oberösterreicher hat uns Schlimmeres erspart und ermöglicht uns frühzeitig den Weg zurück in einen normalen Alltag.

 

Mit dem Shutdown Anfang März waren die Menschen über Nacht daheim und die meisten Betriebe stellten auf Home-Office um. Gab es in dieser Zeit seitens der Energieversorgung Störungen und wenn ja, wie ist man bei der Energie AG diesbezüglich vorgegangen?

Was immer man unter dem Begriff „Störungen“ versteht, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. Wir machten diese Erfahrungen nicht, was fast an ein Wunder grenzt. Wir haben die drei Monate unbeschadet verbracht und sind zum Glück von gröberen Umweltstörungen verschont geblieben. Denn bei Unwetterkapriolen wie Stürmen oder Hochwasser wären unsere Störungsteams bei aller Einschränkung durch Corona doch sehr gefordert gewesen, die Versorgung gewährleisten zu können. Und stellen Sie sich diese Krise mit unterbrochener Stromversorgung vor. Die Menschen sind ja fast zu einem Bürgerkrieg bereit, wenn sie keine Strom- oder Internetversorgung haben beziehungsweise die Heizung oder der Fernseher ausfallen. Da waren wir quasi der „Lebensmittellieferant“ und das ist sehr gut gewährleistet worden. Wir hatten Stromversorgungstechnisch keine Pannen und konnten die Menschen auch datenversorgungstechnisch weit über das von uns Vermutete hinaus versorgen. Das haben wir in diesem Ausmaß nie zu vor geübt und es ist bestens gelaufen.

 

Wie war in dieser Zeit der Verbrauch von Strom im Verhältnis Industrie und privater Bereich?

Die klassische oberösterreichische Großindustrie hat bis zu 25 Prozent weniger Elektrizität gebraucht. Durch Homeoffice und Herunterfahren der Produktion, haben die privaten Haushalte etwas mehr Strom verbraucht. Hochgerechnet lag der Einbruch beim Stromverbrauch um die 15 Prozent.

 

Wie managt man das, wenn man weniger Stromverbrauch hat?

Das öffentliche Stromversorgungssystem ist situationselastisch. Man muss über die Jahreszeiten spezifisch verbrauchen, produzieren und sich immer am Verbrauch des Kunden orientieren. Wenn große Betriebe, wie die voest, Kurzarbeit haben, dann werden die Mengen an Strom, die ja schon im Vorhinein eingekauft wurden, nicht mehr benötigt. Das ist natürlich für unseren Energiehandelsbereich eine Herausforderung, aber das kennen wir bereits von der Wirtschaftskrise 2008. Auch damals hatten verschiedene Betriebe Minderproduktion. Klar führt das betriebswirtschaftlich zu einer Corona-Delle, aber wir sind zum Glück sehr breit aufgestellt. Wir haben nicht nur das Stromversorgungsgeschäft, sondern auch Internet, Fernwärme, Entsorgung, Wasser und Abwasser. Vor allem das Müllentsorgungsgesch.ft hat richtig geboomt. Unser Superprodukt, Container 24, wo Kunden online bei der Energie AG einen Container bestellen können, war sehr begehrt, weil plötzlich jeder zu Hause war und entrümpeln wollte. Die Krise hat uns gezeigt, dass eine breite Aufstellung günstig ist.

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© Andreas Röbl

Im Bereich der sogenannten „sauberen Energieerzeugung“ betreibt die Energie AG Wasserkraftwerke. Wasser wird schon seit mehr als hundert Jahren zur Stromgewinnung eingesetzt. Was sind Ihrer Ansicht nach, die großen Vorteile von Wasserkraft?

Erstens vermindert Wasserkraft die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe und man hat man eine 85-prozentige Wertschöpfung im eigenen Land. Bei der Photovoltaik hingegen bleiben 80 Prozent der Wortschöpfung in China. Ein zweiter Vorteil ist die approbierte Zuverlässigkeit über das ganze Jahr hindurch. Das Jahr hat 8.760 Stunden, ein Wasserkraftwerk wird mit ungefähr 6.000 Betriebsstunden im Jahr kalkuliert, der Rest sind Maintenance-Stunden. Nicht ganz ein Drittel der Zeit kalkuliert man für Instandhaltung und es kommen auch Hochwasserausfälle dazu, da der Wasserüberschuss energetisch nicht nutzbar ist. Zum Dritten ist die Verlässlichkeit der Wasserkraftwerke sehr hoch. Österreich ist weltweit die Wasserkraftnation, was Turbinentechnologie und den Bau von Kraftwerken anbelangt.

 

Die Energie AG betreibt 43 Wasserkraftwerke, wie viele Oberösterreicher können mit Wasserkraft versorgt werden?

Wir haben 43 Wasserkraftwerke und mit den Wasserkraftbeteiligungen bei den Ennskraftwerken, die uns zu 50 Prozent gehören, haben wir veritable Beteiligungen. Bei etlichen Donaukraftwerken, die dem Verbund gehören, haben wir ein Bezugsrecht. Das gesamte Portfolio ist ungefähr das, was Herr und Frau Österreicher im Haushaltbereich an Strom brauchen. Damit sind wir das einzige Unternehmen, das die Haushaltskonten in Österreich mit dem eigenen Wasserkraftportfolio zu 100 Prozent wasserkrafttechnisch versorgen kann. Unsere Haushaltskunden versorgen wir mit Strom aus eigenen Wasserkraftwerken. Das sind rund 1,3 Terawattstunden. Die gewerbliche Industrie verbraucht mehr als 6 Terawattstunden. Hierzu beziehen wir Strom aus heimischer Wasserkraft und ergänzen ihn mit unserer eigenen thermischen Erzeugung in Timelkam.

 

Wie schaut es mit Energie aus Wind und Photovoltaik aus?

Wie stark diese Bereiche wachsen, hängt von der Förderkapazität ab. Energieerzeugung mit Wind und Photovoltaik ist zwar von der Produktion her sehr umweltfreundlich, man muss aber auch den Nachteil sehen: Ein Wasserkraftwerk und ein Gaskraftwerk stehen uns produktionstechnisch rund um die Uhr zur Verfügung, eine Photovoltaikanlage jedoch nur 1.000 Stunden im Jahr und das auch nur tagsüber im Sommer, wenn es nicht bewölkt ist.

 

Gibt es im Bereich der Wasserkraft noch Ausbaupotenzial? Sind hier noch Kapazitäten vorhanden?

Oberösterreich ist fast zur Gänze ausgebaut. Wir sind in der beneidenswerten Lage, dass die ersten Wasserkraftaktivitäten zur energetischen Wasserkraftnutzung, bereits kurz vor Beginn des letzten Jahrhunderts gesetzt wurden.Etliche Kraftwerke stammen noch auch Zeit und sind noch immer in Betrieb. In  diesen 110 Jahren hat sich ein Portfolio von 43 Wasserkraftwerken ergeben. Das hat dazu geführt, dass sich Oberösterreich als das Wasserkraftbundesland in Österreich etabliert hat. Durch Flüsse wie die Donau, den Inn, die Traun und die Steyr ist Oberösterreich zu 95 Prozent ausgebaut.

 

Wasserkraft und Arbeitsplätze. Wie viele Menschen beschäftigt die Energie AG in diesem Bereich?

Wir beschäftigen in ganz Österreich rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Europa beschäftigen wir 4.500 Mitarbeiter, davon mehr als 1.500 alleine in Tschechien. Im Segment Energie mit Erzeugung, Netz und Vertrieb sind es mehr als 500. 

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© Andreas Röbl

Umweltschützer sind von der Wasserkraftwerken nicht allzu sehr begeistert. Wie kann man Wasserkraftnutzung in Einklang mit der Natur bringen?

Es kommt immer darauf an, ob man ein Wasserkraftwerk neu baut oder eine bestehende Anlage umbaut. Davon hängt ab, wie hoch der investive Anteil für derartige Umweltschutzmaßnahmen ist. Ein klassisches Investment, dass uns energetisch nichts bringt, aber Geld kostet, ist der Fischaufstieg. Diese wasserbauliche Einrichtung an Fließgewässern ist mittlerweile zu einem europäischen Must geworden. Mit dem Fischaufstieg ermöglicht man Fischen im Rahmen der Fischwanderung die Überwindung von baulichen Hindernissen wie Stauwehren, Wasserkraftanlagen und gegebenenfalls auch Wasserfällen. Das führt auch oft zu kuriosen bautechnischen Maßnahmen, wie zum Beispiel mit einem Fischlift in Gmunden an der Traun. 

 

Im Vorjahr haben Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner die Energie AG beauftragt, zusätzliche Wasserkraft-Potenziale zu heben. Ist überhaupt noch Potenzial vorhanden?

Dort, wo wir Wasserrechte haben, im Raum Salzburg zum Beispiel, sind wir immer am Detektieren, ob Potential vorhanden ist. Für den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee haben wir ein fix-fertiges Konzept in der Tischlade liegen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist abgeschlossen, der positive Bescheid ist ergangen und rechtskräftig. Wir könnten morgen mit dem Bau beginnen, es geht sich aber betriebswirtschaftlich noch nicht aus.

 

Wovon hängt das ab?

Wann das 150-Megawatt-Kraftwerk gebaut wird, hängt von den Rahmenbedingungen am Strommarkt ab. Der Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch wird in den kommenden Jahren eine große Herausforderung zur Sicherstellung der Stromversorgung sein.

 

Sind Pumpspeicherkraftwerke so teuer?

So ein Kraftwerk zu bauen ist sehr teuer, aber wir brauchen das Pumpspeicherkraftwerk am Traunsee als „Batterie“ für Oberösterreich, weil es Strom aus Wind und Sonne zwischenspeichern und dann zur Verfügung stellen kann, wenn er tatsächlich gebraucht wird. 

 

Wenn man morgen mit dem Bau des Pumspeicherkraftwerkes in Ebensee beginnen würde. Wann wäre es fertiggestellt?

In sechs Jahren.

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© Andreas Röbl

Was ist das Besondere an einem Pumpspeicherkraftwerk?

Pumpspeicherkraftwerke werden auch als „grüne Batterien“ bezeichnet, weil sie große Mengen an Energie wahlweise aufnehmen oder abgeben können. In Niedriglastzeiten, also beispielsweise nachts, wenn wenig Strom benötigt wird, kann ein Pumpspeicherkraftwerk Energie speichern, indem Wasser von einem tiefer liegenden Unterbecken, in diesem Fall vom Traunsee, in ein höher liegendes Oberbecken gepumpt wird. Bei Bedarf an Spitzenlast, also beispielsweise untertags, wird das im Oberbecken gespeicherte Wasser zur Turbine abgelassen, wodurch saubere, elektrische Energie erzeugt wird. Mithilfe der Pumpspeichertechnologie ist es möglich, auch große Mengen von Energie - zum Beispiel aus der erneuerbaren Erzeugung - zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung zu stellen.

 

Wie viele Pumpspeicherkraftwerke betreibt die Energie AG?

Wir haben mit den Kraftwerken der Gosaukette, Ranna und Bartenstein drei kleinere Pumpspeicherkraftwerte aus der guten alten Zeit. Beteiligt sind wir bei den Pumpenspeicherkraftwerken im Maltatal und der Reißeckgruppe in Kärnten. 

 

Immer öfter ist von einem sogenannten „Blackout“ die Rede, sogar in Gemeindezeitungen steht geschrieben, wie man sich darauf vorbereiten soll. Wie groß ist die Gefahr? 

Lassen Sie uns vorerst den Begriff definieren. International gesehen bedeutet ein Blackout eine großflächige Stromunterbrechung europäischer Dimension. Wenn in der voest das Licht ausgeht, ist das kein Blackout und auch wenn halb Oberösterreich stromlos ist, spricht man nicht davon. Erst wenn das europäische Netz in zwei Hälften beginnt, frequenzfähig auseinander zu fallen, haben wir eine richtige Blackout-Gefahr. Und diese ist bei uns in Österreich maximal gering, weil wir genug Einspeisepunkte haben. Die Energie AG hat 43 Wasserkraftwerke, davon sind allein 19 schwarzstartfähig. Das heißt, dass man mit ihnen das Stromnetz eigenständig wieder hochfahren kann.

 

Fahr nicht fort kauf im Ort – Regionalität gilt also auch in Sachen Stromerzeugung?

In jedem Fall. Man muss sich dessen bewusst sein, dass nur der örtlich dafür befugte Energieversorger und nicht irgendwelche Abenteueranbieter das richtige Maß an Versorgungssicherheit und Qualität liefert. Wenn jemand heute seitens der Politik bis 2010 die Co2-freie Stromversorgung proklamiert und den Begriff Nachhaltigkeit in den Mund nimmt, dann geht das nur, wenn man die Wasserkraft als Rückgrat, als massiven Volumsbringer, bekennt und dort, wo man die Chance hat, auch dementsprechend ausbaut. Wasserkraft ist unverzichtbar, darum sind wir, wenn es um Förderungen für Wasserkraft geht, so sehr erpicht darauf, dass nicht nur die kleinen Einheiten Geld bekommen, sondern auch große Investitionen von der Unterstützung nicht ausgenommen werden.

 

Haben Sie ein Lieblings-Wasserkraftwerk in Oberösterreich?

Ja, das Kraftwerk Steyrdurchbruch in Molln an der Steyr. Es ist einerseits ein Musterbeispiel für umweltverträglichen und nachhaltigen Kraftwerksbau, da es seit 100 Jahren sauberen Strom aus Wasserkraft liefert. Es ist aber auch ein Stück lebende Industriegeschichte und gleichzeitig historisches Baujuwel von Architekt Mauriz Balzarek. Um welch großartige Ingenieurleistung es sich bei dem Kraftwerk handelt, zeigt, dass das Kraftwerk auch heute noch mit der maschinellen Ausrüstung aus den Gründungsjahren arbeitet. Die drei Francis-Turbinen aus den Jahren 1908 und 1925 sind noch heute in Betrieb. Man muss den vorangegangenen Generationen zu Dank verpflichtet sein, für das, was sie damals aus Investitionsfreude gebaut haben, ohne zu sehen, wann der Payback reinkommt. Sie haben im Glauben an die Richtigkeit und die Chance dieser Technologie gebaut und das hat sich mehrfach gerechnet. Wasserkraft ist eben gelebter Klimaschutz.

WASSERKRAFT

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© Andreas Röbl

Seit tausenden von Jahren nutzen die Menschen die Kraft des Wassers. Sie wurde zuerst verwendet um Maschinen anzutreiben. Dazu wurden Wasserräder aus Holz mit großen Schaufeln gebaut. Das Rad befand sich dabei in einem Bach oder Fluss und wurde durch die Fließbewegung des Wassers angetrieben. Die Griechen entwickelten um 100 vor Christus sogenannte Wasserturbinen, mit denen sie die Fallhöhe und die Geschwindigkeit der Gebirgsflüsse nutzen konnten. Diese Konstruktionen stellten die Vorläufer der Kaplan- und Peltonturbine dar. In Europa ersetzten im 19. Jahrhundert die Turbinen die Wasserräder. Heute wird mit der Energie des Wassers Strom erzeugt. Dazu werden Wasserkraftwerke, in denen große Turbinen angetrieben werden, errichtet.

 

ARTEN VON WASSERKRAFTWERKEN

Das Laufwasserkraftwerk

Dieses Kraftwerk besteht aus einer Wehranlage, einem Einlaufbereich und dem Krafthaus mit den Turbinen. Bei diesem Kraftwerk wird der Fluss oder der Bach zur Stromproduktion durch eine Wehranlage aufgestaut. Es entsteht so ein Stausee. Das Wasser läuft aus dem Staubereich durch die Turbinen in den Fluss zurück.

 

Speicherwasserkraftwerke

Im Unterschied zum Laufkraftwerk werden bei diesen Kraftwerken die Niederschlagsmengen von einigen Monaten in Speicherseen gesammelt. So steht ganzjährig die gleiche Menge an Wasser zur Verfügung. Die Speicherkraftwerke dienen aber nicht nur der Stromerzeugung, sondern auch der Trinkwasserversorgung.

 

Pumpspeicherkraftwerke

sind eine Sonderform der Speicherkraftwerke: Sie dienen dazu, in Zeiten hoher Stromproduktion zum Beispiel durch Windenergie Wasser von einem Speichersee in einen anderen, höher gelegenen Speicher zu pumpen. Auch wenn bei dieser Art der Energiespeicherung ein Teil der Energie durch das Pumpen verloren geht, sind diese Kraftwerke derzeit die einzig wirtschaftliche Form der großtechnischen Speicherung von elektrischer Energie.