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People | 26.11.2021

Was können Sie eigentlich nicht, Frau Schneider?

„Es gibt einiges, was ich nicht kann“, lacht die schöne Blondine, die ihre eigene Kochsendung produziert und neben einer neuen Modekollektion nun auch eine Kosmetiklinie und einen Lippenstift in der Pipeline hat. Uns hat Silvia Schneider erzählt, was sie mit Pippi Langstrumpf gemeinsam hat und wie sie Weihnachten verbringt.

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© Philipp Jelenska

Egal ob beim Tanzen, in ihrer eigenen Kochshow oder als Testimonial für luxuriöse Marken – Silvia Schneider weiß, wie man sich gekonnt in Szene setzt und teilt dieses Wissen auch gerne mit der Damenwelt. Bester Beweis dafür ist ihre eigene Modelinie, mit der sie seit 2017 sehr erfolgreich unterwegs ist. Spätestens seitdem Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein in einem pinkfarbenen Silvia-Schneider-Kleid alle Blicke auf sich zog, ist sie als Designerin auch über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. 

Bei einem Treffen während der Aufzeichnung für die zweite Staffel der ORF-Sendung „Silvia kocht“ in einem Linzer Küchenstudio konnten wir einen Blick hinter die Kulissen der TV-Produktion werfen, lernten dabei Silvia Schneiders Papa kennen und erfuhren, was die TV-Moderatorin, Juristin und Designerin kommendes Jahr alles plant. Einzig was die Liebe anbelangt, hält sich die 39-jährige Linzerin bedeckt. 

 

OBERÖSTERREICHERIN: Silvia, bei der ORF-Sendung „Silvia kocht“ sind Sie nicht nur Moderatorin, sondern auch Produzentin. Wie läuft das in etwa ab?

Silvia Schneider: Jede Staffel hat um die 170 Folgen. Was die Sendungen aus dem Studio mit den besten Köchinnen und Köchen Österreichs betrifft, so drehen wir immer vier bis fünf  Sendungen an einem Tag. Für die Sendungen aus den Regionen sind wir in ganz Österreich unterwegs, gehen wandern, besuchen Restaurants und Produzenten. Da drehen wir meistens ein bis zwei Tage pro Folge.  

 

Wählen Sie die Betriebe und Köche bzw. Köchinnen selber aus?

Grundsätzlich schon, wir haben aber auch Partner wie die AMA oder Tourismusgemeinden, die uns unterstützen. Mir ist es wichtig, regionale Produzenten und Familienbetriebe vor den Vorhang zu holen. Für  „Silvia kocht“ komme ich in ganz Österreich herum und lerne viele Menschen kennen, die sich mit Lebensmitteln, Essen und Tourismus auseinandersetzen. Ich packe auch selber gerne mit an, sei es bei Gemüsebauern, in der Käserei oder beim Kühemelken. Dadurch bekommt man einen echten Bezug zum Essen. Ich würde zum Beispiel nie wieder einen Käse, auch wenn er schon ein bisschen älter ist, wegwerfen, weil ich weiß, wie viel Arbeit bei der Herstellung dahintersteckt. 

 

Als Moderatorin einer Kochsendung, in der Österreichs beste Köche kochen, haben Sie laufend mit kulinarischen Hochgenüssen zu tun. Wie schaffen Sie es, so schlank zu bleiben?

Dank dem Tanzen und den Genen meiner Mama. Ich habe die Taille von der Mama und den Humor vom Papa, wäre es andersrum, wäre ich nicht beim Fernsehen (lacht). Tanzen ist mein liebstes Hobby und ich bin froh, dass ich es durch „Dancing Stars“ wiederentdeckt habe. Ich bin Mitglied in einem Wiener Verein, in dem mein „Dancing Stars“-Tanzpartner Danilo Campisi Trainer ist. Dort trainieren wir gemeinsam und haben vor Kurzem bei unserem ersten ProAm-Turnier sogar den ersten Platz beim Standard- und Lateintanz geholt. 

 

Wo geht die Reise künftig hin?  Wird es „Silvia kocht“ weiterhin geben?

Momentan sind wir noch voll am Arbeiten für die zweite Staffel und natürlich sind wir auch ständig am Planen, was die kulinarische Richtung anbelangt. Noch vor Weihnachten gibt es im ORF unter dem Titel „Ein Winter in Österreich“ eine große Hauptabendsendung mit Armin Assinger, und ich bin auch in Vorbereitung für die Promi-Millionenshow, wo ich mich hoffentlich nicht blamieren werde (lacht). 

 

 

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© Philipp Jelenska

Das kann ich mir schwer vorstellen.

Naja, das kommt auf die Fragen an, im Bereich Sport bin ich nicht so sattelfest. Da muss ich dann meinen Telefonjoker anrufen, das wird mein Papa sein.

 

Sie waren bei „Dancing Stars 2020“ ganz vorne dabei, haben Ihre eigene Kochsendung, machen erfolgreich Mode und standen im Sommer sogar als Schauspielerin am Linzer Domplatz auf der Bühne. Gibt es eigentlich etwas, das Sie nicht können?

Ja sicher, es gibt einiges, was ich nicht kann (lacht). Aber mir macht einfach alles sehr viel Spaß und man muss alles ausprobieren. Da halte ich es wie Pippi Langstrumpf, die gesagt hat: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Ich finde das toll, denn wenn man mit der Einstellung, dass nichts schiefgehen kann, in eine Sache reingeht, was soll dann noch passieren?

 

Gibt es momentan etwas, das Sie zum ersten Mal machen?

Ja, ich arbeite an einer eigenen Kosmetiklinie mit GW Cosmetics und an einem Lippenstift. Nachdem ich eine absolute Perfektionistin bin, ist das ein langwieriger Prozess und es dauert, bis die Produkte so sind, wie ich sie gerne im Badezimmer stehen haben möchte. In Sachen Kosmetik gibt es ganz viele unterschiedliche Texturen und Inhaltsstoffe, dabei das zu finden, wo ich hundertprozentig dahinterstehen kann, ist sehr spannend.  

 

Welche Ansprüche haben Sie an einen Lippenstift?

Da stelle ich natürlich hohe Ansprüche. Mein Lippenstift wird „The Ultimate Red“ heißen und es ist mir ganz wichtig, unter den vielen Nuancen das richtige Rot zu finden. Ein roter Lippenstift muss bei mir immer einen Blaustich haben, das bringt die Zähne zum Strahlen. Außerdem muss er einer Blondine genauso stehen wie einer dunkelhaarigen Frau. Meine Freundinnen haben den Prototyp bereits ausprobiert und ich glaube, wir haben das ultimative Rot gefunden. 

 

Wann gibt es in Sachen Mode wieder etwas Neues?

Im Frühling kommt meine neue Kollektion auf den Markt, die bereits vom Steffl Department Store in Wien geordert wurde. Die Kollektion heißt „Smoking Hot“ und ist eine Neuinterpretation des Smokings bzw. Fracks in grellen Farben. Inspiriert dazu hat mich Marlene Dietrich, indem ich mir die Frage gestellt habe, was die Schauspielerin und Stilikone heute tragen würde. 

 

Rechtzeitig vor Weihnachten haben Sie das Kochbuch „Silvia kocht und die kulinarische Reise geht weiter“ herausgebracht. Wie verbringen Sie heuer Weihnachten?

Ich bin zu Hause in Oberösterreich mit der Familie. Wir sind immer schon zwei Tage vor dem Heiligen Abend im Kochwahn, backen Kekse, kochen Fischsuppe, schmücken den Christbaum und dekorieren das ganze Haus. Allerdings überlege ich, ob ich meinen künstlichen Christbaum schon jetzt aufstellen soll, ich bin nämlich ein totaler Weihnachtsfreak und möchte gerne so lange wie möglich etwas davon haben. An Weihnachten liebe ich, mich zurückzuziehen und das Fest im Kreis meiner Lieben zu genießen.

 

Buchtipp

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SILVIA SCHNEIDER „Silvia kocht und die kulinarische Reise geht weiter“, 70 Spitzenrezepte aus der ORF-Sendung „Silvia kocht“ 232 Seiten, Hardcover, Trauner Verlag, ISBN 978-3-99113-192-2 EUR 26,90