Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 28.11.2016

Vorhang auf für Viktoria Raz

Im Vorjahr hat es die gebürtige Niederösterreicherin Viktoria Raz nach Oberösterreich verschlagen. Nach Stationen beim ORF, Kurier und bei Radio Arabella hat die 26-jährige Blondine beim TV-Sender LT1 in Linz eine neue berufliche Heimat als Moderatorin gefunden. Im Interview erzählt sie von ihrem Ausflug ins Modelbusiness und verrät, dass Fußballspielen jahrelang ihre große Leidenschaft war.

Bild 0509.jpg
Kleid PRADA Schuhe CÉLINE von CASA MODA. (© OBERÖSTERREICHERIN)

Prada, Valentino, Céline … – bei den Outfits von Casa Moda für das Covershooting mit der Oberösterreicherin kommt Viktoria Raz ins Schwärmen. Gekonnt posiert sie vor der Kamera und man merkt sofort, dass die fesche Blondine bereits Modelerfahrung hat. 2009 wurde die Klosterneuburgerin sogar zu „Niederösterreichs nächstem Topmodel“ gekürt.

 

Oberösterreicherin: Viktoria, in Ihrer Kindheit waren Sie begeisterte Kickerin. Wie sind Sie zum Fußball gekommen? 

Wir hatten einen Fußballplatz bei der Volksschule und da habe ich in unserer Schulmannschaft gekickt. Es wurde eine richtige Leidenschaft. Teilweise bin ich sogar eine Stunde früher aufgestanden, damit ich vor der Schule noch Fußball spielen konnte.

 

Gibt es eine Lieblingsmannschaft?

Nein, aber wenn es um etwas geht, wie zuletzt bei der Europameisterschaft in Frankreich, dann drücke ich natürlich für Österreich die Daumen.

 

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?

Da will ich mich nicht festlegen (lacht). Es gibt schon einige fesche Spieler, und ich muss gestehen, dass ich mir jetzt die Spiele eher wegen den Männern anschaue. Einen bestimmten Favoriten habe ich aber nicht.

 

2009 waren Sie „Niederösterreichs nächstes Topmodel“. Wie sind Sie dazu gekommen?

Da bin ich mehr oder weniger reingerutscht. Das war während meiner Zeit in der Tourismusschule in Krems. Ein Schulfotograf hat mich gefragt, ob ich beim Casting mitmachen würde. Ich habe mich überreden lassen und bin sogar ins Finale gekommen. Den niederösterreichischen Bewerb habe ich gewonnen, österreichweit erzielte ich den vierten Platz.

 

War Modeln damals Ihr Traum?

Nein, eigentlich gar nicht. Ich habe lieber Fußball gespielt und Sport gemacht. Erst mit 18 Jahren habe ich das erste Mal hohe Schuhe getragen. Trotzdem war es eine spannende und aufregende Zeit. Ich wurde in ein Wiener Hotel zum Modelcamp geladen und für den Catwalk fit gemacht. 

Bild 0586.jpg
Pullover JOSEPH, Bluse & Hose THEORY, Armreif & Ohrringe CÉLINE von CASA MODA. (© OBERÖSTERREICHERIN)

Als Journalistin waren Sie beim ORF, beim Kurier und bei Radio Arabella tätig. Was hat Sie dazu bewogen, Journalistin zu werden?

Der Journalismus hat mich schon immer interessiert. Man ist viel unterwegs, kommt mit verschiedensten
Menschen in Kontakt. Der Beruf beinhaltet ein breites Spektrum an Themen wie Politik, Sport, High Society, Kultur und vieles mehr. Nachdem ich die Tourismusschule in Krems abgeschlossen hatte, war für mich schnell klar, dass es in die journalistische Richtung gehen soll. Nach der Schule habe ich in Wien Publizistik studiert. Dank dem NÖ Journalistenstipendium konnte ich bei unterschiedlichen Medien in den Berufsalltag schnuppern. Spätestens zu dieser Zeit war mir klar, dass das genau mein Beruf sein würde.

 

Nach dem Studium hat es Sie nach Oberösterreich zum Regional-TV-Sender LT1 verschlagen. Wie kam es dazu?

Nachdem ich mit dem Studium fertig war, machte ich eine Weltreise. Zuvor habe ich mich noch bei mehreren Medien beworben und da war auch LT1 dabei. Nach einem Bewerbungsgespräch fiel die Wahl schließlich auf mich und seit Juni 2015 bin ich jetzt im Team. Beworben habe ich mich eigentlich als Redakteurin, ins Moderieren bin ich mehr oder weniger reingestolpert, aber es macht mir total viel Spaß.

 

Als Moderatorin folgten Sie Nina Kraft, die jahrelang neben Silvia Schneider das Gesicht von LT1 war. War der Anfang schwierig?

Nein, denn ich hatte nie das Gefühl, dass ich mit Nina Kraft verglichen wurde. Natürlich waren es riesengroße Fußstapfen, in die ich da reingestiegen bin, aber es hat sich wirklich toll entwickelt.

 

Was ist die größte Herausforderung als Moderatorin bei einem TV-Sender?

Man kann sich in einer gewissen Art und Weise vorbereiten, aber niemals zu 100 Prozent. Vor der Kamera ist man im Prinzip auf sich alleine gestellt. Das Wichtigste ist, dass man authentisch ist. Man darf nicht gschamig sein, muss zu sich selber stehen und selbstbewusst auftreten. Es ist ein sehr vielseitiger Job.

 

Sind Sie nervös vor der Kamera?

Nein, überhaupt nicht mehr. Wenn man fast jeden Tag moderiert, wächst man irrsinnig schnell rein.

 

Sie tragen vor der Kamera immer die tollsten Outfits und sind perfekt gestylt. Ist es ein glamouröser Job?

Der Schein trügt. Natürlich ist der Job glamourös und man steht im Mittelpunkt. Solange alles echt ist und man das, was man macht, wertschätzt, bleibt man am Boden.

Bild 0460.jpg
Kleid THEORY, Rollkragenpullover THEORY, Tasche VALENTINO von CASA MODA. (© OBERÖSTERREICHERIN)

Was tun Sie, wenn vor laufender Kamera ein Hoppala passiert?

Lachen, Krone richten und weitermachen. Das gehört dazu.

 

Sie sind für Ihren Job von Niederösterreich nach Oberösterreich gezogen. Was mögen Sie an Oberösterreich?

Meine Oma kommt aus Ardagger. Das ist in der Nähe von Grein, direkt an der Grenze von Niederösterreich zu Oberösterreich, und in meiner Kindheit war ich oft bei ihr in Ardagger. Wir waren viel in Linz. Ich bin mit neun Jahren in der Pöstlingbergbahn gesessen und habe mir die Zwergerl angeschaut. Wir machten auch Ausflüge ins Salzkammergut. Linz und Oberösterreich finde ich perfekt. Linz gefällt mir besser als Wien, weil es viel heimeliger und familiärer ist.

 

Was vermissen Sie aus Niederösterreich?

Ich vermisse vor allem meine Freunde. Aber auch sie sind beruflich eingespannt und viel unterwegs. Ab und zu fahre ich nach Klosterneuburg, besuche meine Familie und treffe mich mit meinen Freunden.

 

Ihr Vater ist Vizebürgermeister von Klosterneuburg. Inwieweit interessieren Sie sich für Politik?

Ich finde Politik sehr spannend und habe durch meinen Vater sicher einen anderen Zugang, weil ich mitbekommen habe, wie dieser Job funktioniert. Politiker haben viel zu tun. Sie werden zwar oft belächelt, aber sie machen wirklich viel.

 

Haben Sie Geschwister?

Ja, ich habe einen Zwillingsbruder, der ist eine Minute älter als ich. Er studiert Architektur und arbeitet bei einem Start-up.

 

Neben Ihrem Job bei LT1 kann man Sie auch für Moderationen buchen ...

Ja genau, das läuft sehr gut. Es kommen viele Anfragen, und ich finde es spannend, auf diese Weise neue Menschen kennenzulernen.

 

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Ich interessiere mich sehr für das Schreiben und im Moment schreibe ich mit einer Freundin an einem Drehbuch für eine TV-Serie. Da können wir unserer Fantasie freien Lauf lassen. Natürlich mache ich nach wie vor gerne Sport und auch das Reisen ist eine meiner großen Leidenschaften. Ich habe eine Weltkarte zu Hause, auf der man aufrubbeln kann, wo man bereits war. Da ist noch einiges offen (lacht).

 

Wo sehen Sie sich in der Zukunft?

Ich lebe meistens im Jetzt und denke nicht so viel darüber nach, was kommt. Ich hoffe, dass es weiter so gut läuft wie bisher.

 

Bei unserem Shooting haben Sie absolute Modelqualitäten bewiesen. Wäre das nichts?

Es gibt so viele Mädels, die den Modeljob unbedingt machen möchten. Ich stehe zwar auch vor der Kamera, aber meine Leidenschaft ist das Moderieren, weniger das Posieren.