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People | 07.01.2020

Voodoo-Zauber

Eine Voodoo-Dokumentation hat den Mühlviertler Weltstar Parov Stelar zu seiner neuen Album-Trilogie „Voodoo Sonic“ inspiriert. Im Song „Go Wake Up“ ist mit Lilja Bloom auch seine Frau und Muse zu hören.

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© Jan Kohlrusch

Konzerte erfolgreicher Musiker gleichen oftmals Messen: Die Fans huldigen ihren Idolen und bejubeln sie. Parov Ste­lar, Weltstar aus dem Mühlviertel, ist so ein global erfolgreicher Künstler. Ist diese Verführungskunst Voodoo oder gar schwarze Magie? Wer weiß. Aber als ein „Hohepriester“ der Grooves geht Parov Stelar für seine Fans allemal durch, und er versteht es perfekt, sie mit seiner Musik in Ekstase zu versetzen. Was ihn dazu inspiriert hat, seine neue Album-Trilogie „Voodoo Sonic“ zu taufen, wie die Zusammenarbeit mit seiner Frau Lilja Bloom war und wo er samt Familie Weihnachten verbringen wird, erzählt Marcus Füreder alias Parov Stelar im Interview. 

 

OBERÖSTERREICHERIN: Marcus, was hat Sie dazu bewogen, „Voodoo Sonic“ als Trilogie zu machen?

Marcus Füreder: Das Album ist dreiteilig, weil es mich flexibler macht. Da die anderen beiden Teile noch nicht fertig sind, wird es auch lebendiger und man kann di­e Entstehung mehr oder weniger live mitverfolgen. Nur einen Titel nach dem anderen herauszubringen wäre mir zu wenig. Es muss ein Werk sein. 

Die anderen beiden Teile von „Voodoo Sonic“ sollen 2020 herauskommen. Stresst Sie das oder brauchen Sie den Druck eines Abgabetermins?

Natürlich weiß ich aus Erfahrung, dass man zur Höchstform auflaufen kann, wenn man eine Deadline vor sich hat. In diesem Fall ist es allerdings anders. Da ich selbstständig bin und ein eigenes Label habe, habe ich nicht den Druck, dass ich an einem bestimmten Tag liefern muss. Ich nehme mir die Freiheit heraus, dem Werk die Zeit zu geben, die es braucht. 

 

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Die neue Album Trilogie von Parov Stelar

Wie sind Sie auf das Thema Voodoo gekommen? 

Ich habe eine Dokumentation gesehen, bei der gezeigt wurde, dass der Voodoo-Kult aus vielen Religionen besteht. Es ist ein Schmelztiegel verschiedener Einflüsse. Irgendwie hat mich das an meine Musik erinnert, weil ich da ja auch so viele verschiedene Sachen mache. Am Ende kommt dann aus vielen Einflüssen etwas Neues heraus. In diesen Voodoo-Ritualen ist auch sehr viel Bewegung drin, und außerdem ist Voodoo einfach ein geiles Wort. (lacht)

Den Start aus dem Voodoo-Universum machte am 1. September der Song „Go Wake Up“, gesungen von Ihrer Frau und Muse Barbara alias Lilja Bloom. Wie war die Zusammenarbeit?  

Na ja, ganz einfach. Ich habe den Song geschrieben und musste Barbara dann überreden, dass sie ins Studio geht und singt. Das ist mir gelungen. (lacht)

Welche Message steckt hinter „Go Wake Up“? Wer soll aufwachen?

Oft lebt man halt einfach so dahin und merkt gar nicht, dass etwas im Leben nicht in Ordnung ist. Daher ist es ganz gut, wenn man sich ab und zu den Wecker stellt, bewusst aufwacht und sich fragt, ob eine Kurskorrektur gut wäre. Dieses Aufwachen ist ein sehr persönlicher Ansatz. „Meine letzten zwei Jahre waren von persönlichen Hochs und Tiefs geprägt, aber in harten Zeiten lernt man am meisten. Die Musik war immer mein bester Freund!“ Mit dieser Message meldeten Sie sich vor Kurzem auf Ihrer Facebook-Seite zu Wort. Was waren diese Hochs und Tiefs? Das war etwas sehr Persönliches. Aber wenn man Künstler ist, kann man das Berufliche nie ganz vom Persönlichen trennen. Ich habe sehr viele Veränderungen gespürt, die im Nachhinein Herausforderungen waren. Fakt ist, dass ich gemerkt habe, dass die Musik eine Konstante in meinem Leben ist, auf die ich mich verlassen kann. Ob sie funktioniert oder nicht, ist dabei nicht maßgeblich, aber die Liebe dazu und diese Leidenschaft sind ein Geschenk, das ich irgendwann bekommen habe und worüber ich sehr dankbar bin. 

Von München über Paris und London bis hin nach Saalbach ... – im November und Dezember sind Sie mit der „Voodoo Sonic“-Tour unterwegs. Wird es Weihnachten ein bisschen ruhiger?  

Ich habe Weihnachten die letzten 30 Jahre nie als ruhig empfunden. Aber beruflich werde ich sicher zu den Feiertagen einen Gang runterschalten. 

Wo feiern Sie? Auf Mallorca oder im Mühlviertel?

Weihnachten ist Österreich. Mein Sohn Max freut sich schon riesig.