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People | 26.06.2018

Von süßen Bäckereien zu harten Fakten

Von der Patissière hin zur selbstständigen Unternehmensberaterin: Mit ihrer Fima DyCarnica unterstützt Karin Koglbauer (35) Kunden aus der produzierenden Industrie in Sachen Innovation.

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Unternehmerin Karin Koglbauer ist im oberösterreischen Wolfern aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in Kärnten, wo sie auch die Firma DyCarnica betreibt. (© privat)

Von der Lehre zur Restaurantfachfrau und Köchin hin zur selbstständigen Unternehmensberaterin! Kreativität und Neugierde, technisches Verständnis und interdisziplinäres Denken – all diese Fähigkeiten und der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln, sind bezeichnend für Karin Koglbauers beeindruckenden Karriereweg. Nach mehrjähriger Erfahrung in der Spitzenhotellerie und dem Studium Touris­musmanagement an der FH Wien folgten Managementtätigkeiten in großen produzierenden Unternehmen. 2014 gründete die gebürtige Oberösterreicherin schließlich in Kärnten ihr eigenes IT-Dienstleistungsunternehmen namens DyCarnica. Nach mehreren Kundenanfragen entschied sich die 35-jährige Powerfrau, das Angebot ihrer Firma von der IT-Dienstleistung in die Unternehmensberatung umzuwandeln. Heute unterstützt sie Kunden aus der produzierenden Industrie vorwiegend dabei, mit Green Innovations wirtschaftlichen Nutzen zu generieren. Das nötige Know-how und einen MBA-Titel holte sie sich im Lehrgang Innovations- und Produktmanagement an der LIMAK Austrian Business School in Linz. Besonders beeindruckend: Während dieser Weiterbildung kamen ihre beiden Kinder Helene (2 Jahre) und Johannes (6 Monate) auf die Welt. Wie sie es geschafft hat, Unternehmen, Ausbildung und Kinder unter einen Hut zu bringen, erklärt die IT-affine Powerfrau, die in ihrer Freizeit gerne kocht und bäckt, im Interview.

 

2014 haben Sie die Firma DyCarnica als IT-Dienstleister gegründet. Heute setzt sich das Unternehmen vorwiegend mit Green Innovations im technischen Bereich auseinander. Was genau bietet Ihr Unternehmen?

Zum Zeitpunkt der Gründung lag das Hauptaugenmerk auf der Erstellung von Berechnungsmodellen für komplexe Fragestellungen der produzierenden Industrie. Im Laufe dieser Tätigkeit kamen von Kunden vermehrt Anfragen nach einer beratenden Unterstützung im Bereich Green Innovations. Diesem wurde einerseits durch persönliche Weiterbildung – unter anderem das Absolvieren des LIMAK-Studienganges Innovations- und Produktmanagement – und schließlich durch die Umfirmierung in Unternehmensberatung Rechnung getragen.

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Lernbegeistert und ehrgeizig. Während ihrer Ausbildung an der LIMAK wurde Karin Koglbauer Mutter von zwei Kindern. (© privat)

Was hat Sie dazu bewogen, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Der Eintritt in die Unternehmerwelt ist das Resultat meiner persönlichen Weiterentwicklung. Der konkrete Auslöser war jedoch eine unerwartete Anfrage nach einer anregenden Diskussion mit einem späteren Kunden.

 

Wie sieht Ihre Tätigkeit im Unternehmen aus?

Die Unternehmensführung erfordert ein höchstes Maß an Organisation und Interaktion, womit auch meine Haupttätigkeiten genannt wären.

 

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?

DyCarnica ist als Einpersonenunternehmen aufgestellt, was mir den höchsten Grad an Flexibilität ermöglicht. Je nach Art und Umfang der Projekte greife ich gerne auf andere Spezialisten wie etwa Ingenieure zurück.

 

2017 haben Sie den LIMAK-Lehrgang Innovations- und Produktmanagement erfolgreich mit einem MBA abgeschlossen. Was hat Sie dazu motiviert, diese Ausbildung zu machen? Und was hat sie Ihnen gebracht?

Im Wesentlichen konnte ich dabei mein bereits vorhandenes thematisches Wissen aus praktischer Erfahrung durch Bestätigung untermauern, durch Vertiefung verstärken und durch Impulse erweitern. Auch der rege Austausch unter uns Studierenden war sehr inspirierend. Die LIMAK genießt einen hervorragenden Ruf als Ausbildungsstätte. Insofern war ich froh, dass meine Bewerbung damals angenommen wurde und ich die Ausbildung in Linz absolvieren konnte.

 

Während des MBA-Studiums haben Sie Ihre zwei Kinder bekommen. Wie schwierig war es, Kinder, Unternehmen und Ausbildung unter einen Hut zu bringen?

Für mein Empfinden handelte es sich nur um ein weiteres Projekt, das es erfolgreich abzuschließen galt. Der einzige Unterschied zu anderen Projekten lag in der Projektbeteiligung meines engsten Familienkreises, bei dem ich mich für die uneingeschränkte Unterstützung herzlich bedanke. Auch vonseiten der LIMAK wurde jede nur erdenkliche Unterstützung geleistet. So konnte ich zum Beispiel ein Semester aussetzen, um mich voll und ganz meiner Tochter zu widmen. Auch meine Abschlussprüfung konnte ich verlegen, da das eigentliche Prüfungsdatum auch der errechnete Geburtstermin meines Sohnes war. (lacht)

 

Was hat Sie von den süßen Dingen in die IT- und Industrie-Branche geführt?

Bei all den genannten Betätigungsfeldern meiner Vergangenheit fehlte für mich etwas Entscheidendes, nämlich die Perspektive, eine spannende berufliche Betätigung gleichzeitig mit einer funktionierenden Familie zu erleben.