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People | 05.06.2017

Voilà Silvia

Was Silvia Schneider anpackt, wird zum Erfolg. Und so ließ sich die TV-Moderatorin aus Linz bei ihrer erster Modekollektion „Mademoiselle Schneider“ von keiner Geringeren als ihrer Namensvetterin Romy Schneider inspirieren. Und für die dazu passende Kampagne posiert die 35-jährige Linzerin sogar mit Schauspieler Anthony Delon vor dem Eiffelturm in Paris.

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"Ich mag es, Frauen schöner zu machen." – Silvia Schneider (© Marcel Gonzalez-Ortiz)

„Alles neu macht der Mai“, lautet das Motto von TV-Moderatorin Silvia Schneider. Zum einen macht die 35-jährige Schönheit aus Linz derzeit mit einer eigenen Modekollektion namens „Mademoiselle Schneider“ von sich reden, zum anderen ist sie seit 29. Mai mit Moderatorenkollegin Verena Schneider von Montag bis Freitag in einer Talk-Show auf PULS 4 zu sehen. Aber wie macht das die Schneider bloß, werden sich viele denken. Denn nach wie vor hält die studierte Juristin dem oberösterreichischen Privatsender LT1, wo vor zwölf Jahren ihre TV-Karriere begann, die Treue und bildet dort neben ihrem Job als Moderatorin Nachwuchstalente aus. Auch beim Fernsehsender PULS 4 ist sie seit ihrem Einstieg im Jahr 2011 nicht mehr vom Bildschirm wegzudenken. Und scheinbar so ganz nebenbei startet sie nun mit ihrer eigenen Modekollektion, die vom Design bis zur Vermarktung ihre Handschrift trägt, durch. Wie sie es schafft, ihre Jobs als Moderatorin und Modemacherin unter einen Hut zu bringen und dabei auch noch ihre Beziehung zu Musiker Andreas Gabalier von der Presse fernzuhalten, erzählt das bodenständige Energiebündel im Interview.

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"Mademoiselle Schneider" gibt es bei Steiner 1914 in Linz, im Steffl Department Store in Wien und unter www.silviaschneider.com. (© Marcel Gonzalez-Ortiz)

Silvia, Ihre neue Kollektion „Mademoiselle Schneider“ ist eine Hommage an Romy Schneider. Womit verbinden Sie die grandiose Schauspielerin, die ja auch Ihre Namensvetterin ist?

Selbstverständlich verbindet man Romy Schneider immer mit ihrer Rolle als Sissi, dabei war sie so viel mehr. Sie war eine grandiose Seiltänzerin zwischen allen ihren tragischen Rollen und der großen Lust am Leben sowie eine traurige, himmelhoch jauchzende, emotional zerbrechliche und alles gebende Künstlerin.

 

Romy Schneider hatte eine sehr turbulente Beziehung mit Alain Delon. Sie haben das Kampagnen-Shooting für Ihre neue Kollektion mit seinem Sohn Anthony in Paris absolviert. Wie ist es dazu gekommen?

Ganz klassisch über sein Management. Nach dem Erstkontakt habe ich mit ihm SMS geschrieben. Erst nachdem er sich eingehend über mich informiert hatte, hat er zugesagt.

 

Was für ein Mann ist Anthony Delon?

Er ist Franzose durch und durch. Man muss ihn am richtigen Punkt erwischen, überraschen, interessieren und überzeugen. Er ist ein charmanter, kluger Mann mit dem gewissen Etwas.

 

Wie groß war die Gefahr, dass es ein Revival „Schneider & Delon“ geben könnte?

(lacht) Diese Frage stellte sich wirklich nicht, aber es war schön, mit ihm ein Augenzwinkern von damals aufleben zu lassen. Das hat bestimmt etwas sehr Nostalgisches an sich. Ein Revival mit Augenaufschlag, aber ohne Ernsthaftigkeit.

 

Die Fotos sind sehr innig – was sagt Ihr Freund Andreas Gabalier dazu? Keine Eifersucht vorhanden?

Nein. Für mich war das Shooting ein Job und keine Freizeitbeschäftigung.

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Vor dem Eiffelturm (© Marcel Gonzalez-Ortiz)

Romy Schneider und Alain Delons Beziehung war für die Presse ein gefundenes Fressen. Sie und Ihr Freund Andreas Gabalier stehen beide im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Wie schwierig ist es, die Beziehung privat zu halten?

Wir tun unser Bestes.

 

Haben Sie eine spezielle Verbindung zu Paris?

Ich war schon mehrmals in Paris und erlebe die Stadt immer wieder anders. Sie erfindet sich ständig neu. Der letzte Aufenthalt für unser Shooting war bestimmt die emotionalste Begegnung mit Paris. Spannend, aufregend und sehr schön.

 

Ihre Kollektion besteht aus zwölf Kreationen. Wie darf man sich Ihre Arbeit als Designerin vorstellen?

Ich arbeite seit einem Jahr an dieser Kollektion. Die Modelle sind sehr detailverliebt und aufwendig gemacht. Ich zeichne meine Ideen und verstärke sie mit Bildern, Texten und Fotos, die meine Ideenwelt widerspiegeln. Dann bespreche ich jedes Modell mit meiner Produktion und bin bis zur Fertigstellung voll involviert. Jedes Teil hat von mir persönlich das Etikett versehen bekommen.

 

Wo werden die Modelle produziert?

Die Modelle werden in Österreich und Polen produziert.

 

Wie ist Ihr Modestil?

Sehr weiblich, „kurvenverliebt“ und sexy. Ich mag es, Frauen schöner zu machen, ihnen Ansporn für perfektes Styling zu geben und mit der Mode auch Selbstvertrauen zu schaffen.

 

Sie arbeiten als Moderatorin für LT1 und PULS 4 und entwerfen so ganz nebenbei eine Prêt-à-porter-Kollektion. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Ich arbeite einfach sehr viel. Im Prinzip ist das aber nicht Arbeit für mich, sondern Leidenschaft. Ein wirklich großes Vergnügen.

 

Was inspiriert Sie?

Mode von damals. Alte Schnitte und Materialien sowie Filme, Fotos und der Glamour längst vergangener Tage. Der Stoff von Unterröcken auf der Haut und das Rascheln eines Rocksaums beim Gehen.

 

Am 27. Mai feierten Sie Ihren 35er – ist das Älterwerden ein Problem für Sie?

Nein, es gefällt mir. Ich mag es, wie sich meine Hände immer mehr in die Hände meiner Mutter verwandeln und ich mehr und mehr weiß, wer ich bin und was ich mag.

 

Gibt es Tage, an den denen sich Silvia Schneider nicht gefällt?

Ja, sicher. Dann trage ich roten Lippenstift auf und die Welt sieht gleich wieder anders aus.

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Silvia Schneider mit Schauspieler Anthony Delon in Paris (© Marcel Gonzalez-Ortiz)

Sie sind nicht nur Designerin, Sie präsentieren Ihre Mode auch perfekt als Model. Wie halten Sie Ihre Top-Figur in Form?

Ich trainiere mit Fitnesscoach Lunden Souza bei John Harris. Sie denkt sich ständig neue sportliche Herausforderungen für mich aus – das gibt mir immer neue Energie.

 

Als Moderatorin geben Sie auf Galas die elegante Lady und bei Businesstalks die toughe Wirtschaftsjournalistin. Was ist das Geheimnis Ihrer Vielseitigkeit?

Mich interessiert einfach alles. Ich möchte so viel wissen und lernen wie nur möglich. Da bin ich wirklich sehr neugierig und stelle viele Fragen. Geschichte, Wissenschaft, Sprache, Meeresbiologie, Mode, ... es gibt keine Grenzen.

 

Sie sind bei LT1 auch für die Ausbildung von Nachwuchsmoderatoren verantwortlich. Wie wichtig ist es Ihnen, Wissen weiterzugeben?

Sehr wichtig. Es gibt nichts Schöneres, als einen Menschen in seiner Entwicklung zu unterstützen. Vielleicht sagt in 40 Jahren mal jemand über mich: „Die Silvia Schneider hat mich inspiriert.“ Das wäre das schönste Geschenk.

 

Sie pendeln zwischen Linz, Wien und der Steiermark hin und her. Ist Linz nach wie vor Ihr Lebensmittelpunkt?

Ich hänge sehr an meiner Heimat Oberösterreich. Das wird sich niemals ändern. Es ist auch das schönste Bundesland. Stadt, Land, Fluss – wir haben einfach alles,

 

Wie schalten Sie am liebsten vom stressigen Job in der Medienbranche ab?

Mentale Kraft tanke ich bei Wanderungen zur Schlögener Schlinge. Das ist mein Lieblingsplatz in Oberösterreich. Hier hole ich Luft für den Berufsalltag.

 

Für den TV-Sender VOX haben Sie vor zwei Jahren die Kochshow „Game of Chefs“ moderiert. Wird man Sie in nächster Zukunft wieder bei den Nachbarn in Deutschland sehen?

Das sage ich euch dann, wenn es so weit ist... :-)