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People | 22.08.2016

Top-motiviert

Souverän liefert Kathrin Kühtreiber-Leitner eine tolle Performance ab, sowohl auf dem wirtschaftlichen als auf dem politischen Parkett. Im Interview plaudert die sympathische Powerfrau aus Hagenberg über Weiterbildung, Hausverstand und ihre wichtigsten Berater.

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Frau an der Spitze: Kathrin Kühtreiber-Leitner (42) fühlt sich als Bürgermeisterin, Vertriebsdirektorin, Wirtschaftsbundobfrau und Aufsichtsrätin sehr wohl. ( © LIMAK )

In der Gemeinde ist sie für viele „die Kathrin“ oder „die Frau Bürgermeister“. Seit sieben Jahren bekleidet Kathrin Kühtreiber-Leitner dieses verantwortungsvolle und gleichzeitig spannende Amt in der Mühlviertler Softwareparkgemeinde Hagenberg, die gut 2.500 Einwohner zählt. Hauptberuflich ist die Absolventin der Universität Salzburg seit fünf Jahren bei der Oberösterreichischen Versicherung in Linz tätig, wo sie sich erfolgreich bis zur „Frau Direktor“ hochgearbeitet hat. Doch das ist noch nicht alles: Neben ihrer beruflichen und politischen Laufbahn war Kühtreiber-Leitner viele Jahre in leitenden Positionen in der Wirtschaftskammer Oberösterreich engagiert. Dazu kommen Tätigkeiten als Bezirksvorsteherin und als Aufsichtsrätin. Sicher mitentscheidend für ihren Erfolg war ihre Bereitschaft, sich permanent fortzubilden. Die Oberösterreicherin hat die dynamische Karrierefrau zu ihrem Werdegang, ihren Spitzenpositionen und ihrem Privatleben befragt – denn natürlich dürfen Mann und Tochter nicht auf der Strecke bleiben.

 

Sie sind Vertriebsdirektorin der Oberösterreichischen Versicherung und Bürgermeisterin von Hagenberg. Wie fühlen Sie sich in diesen Positionen?

Mir geht es gut, ich bin sehr gut ausgelastet und mittlerweile überall angekommen.

 

Können Sie uns Ihre Tätigkeiten kurz beschreiben?

Als Bürgermeisterin unserer Softwareparkgemeinde ist der Alltag sehr bunt und abwechslungsreich. Mir ist eine strukturierte und sorgfältige Zukunftsplanung besonders wichtig. Es muss immer Bedacht darauf genommen werden, dass der nächsten Generation nichts verbaut wird. Als Leiterin des Außendienstes geht‘s um die Gestaltung idealer Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter, Zahlen, Produkte, Personelles bis hin zu innovativen Projekten.

 

Wie werden Sie angesprochen? Als „Frau Direktor“ und „Frau Bürgermeister“?

Da gibt es viele Varianten – wir arbeiten sehr teamorientiert, darum nennen mich die meisten beim Namen. Auch in der Gemeinde bin ich für viele „die Kathrin“ oder „die Frau Bürgermeister.“

 

Wie gelingt es Ihnen, die berufliche Verantwortung als Führungskraft mit der Anforderung im Bürgermeisteramt – immer ein offenes Ohr für die Menschen zu haben – zu vereinen? 

Grundsätzlich habe ich einen gut strukturierten Zeitplan, arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen und treffe gerne rasch Entscheidungen. Vertrieb und Politik haben viele Parallelen, man muss die Leute von etwas überzeugen und dann gemeinsam umsetzen. Ganz wichtig sind verlässliche und kreative Köpfe in den Teams. Mit Leuten, die immer nur Probleme sehen ist für mich eine Zusammenarbeit schwierig.

 

Zuvor waren Sie als Geschäftsführerin der „Jungen Wirtschaft“, dann  von „Frau in der Wirtschaft“ Oberösterreich und als Leiterin des Gründer-Services engagiert. Woher kommt Ihre Motivation?

Es war eine sehr spannende und lehrreiche Zeit in der Wirtschaftskammer. Der Wechsel ist mir nicht leicht gefallen. Veränderungen sind Einschnitte im Leben – schlussendlich sollte man aber Chancen nutzen. Arbeit muss Spaß machen und eine Herausforderung sein, dann ist man automatisch motiviert.

 

In dem Jahr, als Sie Bürgermeisterin wurden, haben Sie den „Global Executive MBA“ an der LIMAK Austrian Business School absolviert. Wovon haben Sie am meisten profitiert?

Der Mix war das Spannende. Der strategische Positionierungsprozess ist mir sehr gut in Erinnerung geblieben.

 

Warum haben Sie genau diese Studienrichtung gewählt?

Weil es ein guter Querschnitt aus allen Managementbereichen ist.

 

Es heißt, wer Karriere machen will, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch die so genannten „Soft Skills“ wie Teamfähigkeit oder kommunikative Kompetenz. Wie konnten Sie diese Fähigkeiten entwickeln?

Ich bin überzeugt davon, dass eine gesunde Portion Hausverstand am wichtigsten ist, und die bekommt man aus dem Elternhaus. Ich hatte in weiterer Folge immer das große Glück, die richtigen beruflichen Begleiter an meiner Seite zu haben, die einen fordern und fördern.

 

Welche Worte beschreiben Ihren Führungsstil am besten?

Kommunikativ, teamorientiert, schnell in der Entscheidung, gerecht.

 

Neben dem Beruf „tanzen“ Sie als Bürgermeisterin „auf vielen Hochzeiten“: Spatenstiche, Sitzungen, Verhandlungen, Firmenfeiern, Begehungen,
Ehrungen und Sprechstunden. Außerdem sind Sie Aufsichtsrätin der OÖ. Verkehrsholding und der Energie AG. Woher nehmen Sie die Energie für all diese Aktivitäten?

Die Energie und Motivation holt man aus spannenden Projekten sowie guten Gesprächen. Als Bürgermeisterin bin ich sehr stolz auf Menschen, die sich in unterschiedlichsten Vereinen und Institutionen im Sinne der Gemeinschaft unentgeltlich engagieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ein Indikator für eine gesunde Gemeinde.

 

Was sagt Ihr Mann dazu?

Mein Mann ist mein Berater.

 

Bleibt außerhalb von Beruf und politischer Tätigkeit noch Zeit für Privates?

Natürlich – diese Zeit muss unbedingt sein! Sportliche Aktivitäten sowie kurze Städtetrips zwischendurch sind ein guter Ausgleich.

 

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Archäologin.

 

 

Infos:

Führungskräfteentwicklung, die den Blickwinkel verändert und Karrieren neue Perspektiven eröffnet. Genau das bietet die LIMAK Austrian Business School seit mehr als 25 Jahren. Als das Kompetenzzentrum für Führungskräfteentwicklung in Österreich konnte die LIMAK bisher über 8.700 Führungskräfte und gut 780 MBA- und Master-Absolvent/innen für sich begeistern.

Kontakt: Mag. Daniela Niedermair (Programmberatung); E-Mail: [email protected]www.limak.at