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People | 29.11.2021

Stars setzen ein Zeichen für die Chancengleichheit von Frauen

Die NGO Soroptimist International (SI), eine Organisation für berufstätige Frauen, feiert dieses Jahr das 100-jährige Bestehen. Karin Proyer und der SI Club Steyr honorieren das Jubiläum mit ihrem Film „Wir sind viele – road to equality“.

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© Casamedia

Weltweit feiern alle Clubs von Soroptimist International das 100-jährige Bestehen. Die Union Österreich, bestehend aus 62 Clubs,  hat dazu den Katalog „Road to Equality“ ausgearbeitet, um aufzuzeigen, dass auch in Österreich noch vieles zur Gleichstellung der Frauen zu tun ist. Der Steyrer SI Club hat mit den bekannten SchauspielerInnen Katharina Straßer, Erwin Steinhauer, Miriam Hie und Eva Billisich einen kurzweiligen Spielfilm zu diesem Thema gedreht. „Wir sind viele – road to equality“ lautet der Titel des spritzigen, wortwitzigen achtminütigen Kurzfilms, der aktuelle Missstände von Frauen aufzeigt und damit breitenwirksam Bewusstsein dafür schafft. 

 

Ziele. Durch Bewusstmachen und Umsetzen schaffen die Soroptimistinnen Möglichkeiten, das Leben von Frauen und Mädchen mithilfe ihres globalen Netzwerkes positiv zu verändern. Ihre Ziele sind die Verbesserung der Lebenssituationen von Frauen und Mädchen und die Förderung von Gleichheit, Entwicklung und Frieden. Die Idee zum Film stammt von der Soroptimistin Karin Proyer, die mit ihrem Team namhafte SchauspielerInnen für das Projekt gewinnen konnte.  Diese fungieren als hervorragende und sympathische BotschafterInnen für eine Angelegenheit, die noch viel Bewusstseinsarbeit  und Umdenken erfordert. Gefördert vom Land OÖ und mithilfe von vielen Sponsoren wurde das Projekt umgesetzt. Wir haben mit der Ideengeberin Karin Proyer gesprochen. 

 

 

 

 

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© Casamedia

OBERÖSTERREICHERIN: Wie ist die Idee zu dem Film entstanden?

Karin Proyer: Die Schwerpunkte unseres Katalogs anlässlich des 100-jährigen Bestehen von Soroptimist International sind Frauen und Finanzen, Frauen und Gesundheit, Frauen und Wohnen sowie Frauen und ein gewaltfreies Leben. Ich dachte mir, dass das Medium Film viel besser ist, um unsere Anliegen zu kommunizieren als nur der Katalog. So entstand die Idee zum Film. Das habe ich mir aber einfacher vorgestellt, als es dann schlussendlich war (lacht). Es war uns wichtig, mit wirklich guten SchauspielerInnen zu arbeiten, das legte automatisch die Latte sehr hoch. Der Anspruch an den Film wuchs dann mit jedem Menschen, der in das Projekt mit eingestiegen ist.  

 

Worum geht es genau? 

Es geht darum, dass man es als Frau mit Kindern wesentlich schwerer am Arbeitsplatz hat. Es kursieren sehr viele Vorurteile über Frauen, sodass man oft nicht einmal die Möglichkeit bekommt, seine Kompetenzen zu zeigen. Es geht auch darum aufzuzeigen, dass viele Frauen schon eine gute Position erreicht haben, aber das es noch nicht selbstverständlich ist. Wir zeigen Situationen auf, mit denen hauptsächlich Frauen im Beruf konfrontiert sind. 

 

Was möchten Sie damit erreichen?

Wir würden uns wünschen, dass der Film in Österreich und darüber hinaus gezeigt wird und die Diskussion anregt, Frauen viel mehr wertzuschätzen und gleichgestellt wahrzunehmen. Wir möchten eine gute Grundlage für eine diverse Gesellschaft aufbereiten. Man weiß, dass gemischte Teams viel erfolgreicher sind als reine Männer- oder Frauenteams. Die Kinderbetreuung, Hausarbeit und das Pflegen der Eltern ist aber immer noch hauptsächlich Frauensache – gleichzeitig nimmt die Altersarmut der Frauen zu. Dafür braucht es Lösungen, Familien brauchen Unterstützung von außen! 

 

Wie sind Sie zu den bekannten SchauspielerInnen gekommen?

Wir haben in unserer Arbeitsgruppe überlegt, wer denn am besten geeignet wäre. Erwin Steinhauer war der erste, der gesagt hat, das Thema ist wichtig, er ist dabei. Aber er mache nur mit, wenn das Drehbuch gut ist. Miriam Hie ist ja aus Steyr, sie kennen wir und von ihr kam auch gleich eine Zusage. Die anderen SchauspielerInnen haben sich dann ergeben. Ich finde, dass sie alle sehr gut zu ihren Rollen passen und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es war äußerst interessant mit ihnen zu arbeiten – hochprofessionell und sehr nett. 

 

Wo wird der Kurzfilm gezeigt?

Es ist uns wichtig, den Film in die Kinos zu bringen und wir sind gerade dabei, bei allen Programmkinos in Österreich anzufragen. Kino Katsdorf, City Kino Steyr und ein paar andere Kinos haben den Film schon gespielt. Parallel zum Kino stellen wir den Film auch für Veranstaltungen, zu denen er thematisch passt, zur Verfügung. Da uns der Bildungsbereich auch sehr am Herzen liegt, haben wir eine Kooperation mit der Initiative „Lernwelt“. Auf der Homepage www.lernwelt.at können Schulen, Bildungseinrichtungen und Gemeinden anfragen, um den Film für Bildungsprojekte zu nutzen.