Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 30.10.2021

„So eine Anfrage kommt nicht alle Tage!“

Die gebürtige Vorchdorferin Elisabeth Schmied (41) hat für den Kinofilm „Klammer – Chasing the Line“ über Ski-Legende Franz Klammer das Drehbuch geschrieben, ihr Mann Andreas führte Regie.

Bild 2111_O_Menschen_Klammer_Film.jpg
© Gregor Kuntscher

Franz Klammer gilt noch heute international als der beste Abfahrtsläufer aller Zeiten. Dafür gibt es zwei Gründe: Der eine ist, dass Franz Klammer immer noch der Rekordhalter für die meisten gewonnenen Weltcup-Abfahrtsläufe ist. Der zweite ist der spektakuläre Olympia-Abfahrtslauf vom 5. Februar 1976. Gemeinsam mit ihrem Mann, Regisseur Andreas Schmied, setzte die gebürtige Vorchdorferin Elisabeth Schmied der Ski-Legende und dem Nationalhelden Franz Klammer mit dem neuen Kinofilm „Klammer – Chasing the Line“ ein rasantes filmisches Denkmal. Wie die Zusammenarbeit des Ehepaares funktioniert hat und was der Kinofilm für die Karriere der Drehbuchautorin und Mutter eines Sohnes bedeutet, hat sie uns im Interview erzählt.

OBERÖSTERREICHERIN: Frau Schmied, wie ist es dazu gekommen, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Mann das Drehbuch zu „Klammer – Chasing the Line“ geschrieben haben?

Elisabeth Schmied: Mittlerweile habe ich mir als Drehbuchautorin in der Branche sowohl in Österreich als auch in Deutschland einen guten Ruf aufgebaut. Mein Mann Andreas hatte zuvor als Regisseur die ROMY und den Filmpreis für die Komödie „Love Machine” mit Thomas Stipsits bekommen. Dennoch, so eine Anfrage wie „Habt ihr eine Idee für einen Klammer-Film?” kommt nicht alle Tage, das ist einfach ein großes Glück. Dafür bin ich unheimlich dankbar. Noch glücklicher macht es mich aber, dass aus dieser Idee nun tatsächlich ein Film geworden ist, der jetzt im Kino läuft    denn es hätte auch anders kommen können. Es gibt viele Projekte, die auf halber Mitte abgebrochen werden oder gute Drehbücher, die nie als Film das Licht der Welt erblicken. Als Drehbuchautorin ist das leider Teil des Business.

Was war Ihnen beim Schreiben des Drehbuchs wichtig, was wollen Sie rüberbringen?

Grundsätzlich habe ich mir die Frage gestellt, was es braucht, um so einen spektakulären Abfahrtslauf wie Franz Klammer hinzulegen. Mir war von Anfang an wichtig zu erzählen, was Franz an den Start bringen musste, um das zu tun, was er eben tat. Darauf aufbauend  konnten wir eine Geschichte erzählen, die zwar nur innerhalb einer Woche spielt – der Woche vor und bei den olympischen Spielen 1976 – gleichzeitig konnten wir das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung zeigen – eine verdichtete Geschichte. Mein Mann und ich waren auch sehr froh darüber, dass Eva und Franz Klammer zu dieser Zeit schon ein Paar waren. Denn jede große Geschichte braucht auch eine große Lovestory.

Apropos Lovestory, wie hat die Zusammenarbeit mit Ihrem Mann funktioniert?

Es war wunderschön und hat sich gar nicht wie Arbeit angefühlt, sondern einfach wie Zeit miteinander verbringen.  Wir haben gemeinsam zu schreiben begonnen und sind draufgekommen, dass wir eine völlig andere Zugangsweise haben. Ich gehe vom Überblicksmäßigen ins Detail, bei Andreas ist das genau umgekehrt. Das nutzen wir und ergänzen uns super.

 

Bild 2111_O_Klammer0.jpg

Beim Abfahrtslauf der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck gibt es nur einen Favoriten: Franz Klammer. Der erst 22-jährige charismatische Abfahrtsläufer trägt die Hoffnung von ganz Österreich auf seinen Schultern. Während der Druck des Publikums astronomische Ausmaße erreicht, sein Skihersteller aus Promotiongründen in letzter Minute die Ausrüstung austauschen will, die Wetterbedingungen von Tag zu Tag schlechter werden, sich der Berg als trotzig erweist und rivalisierende Rennfahrer auf seinen Fersen sind, muss sich Franz der ultimativen Herausforderung stellen: die Kraft zu finden, den Berg auf eigene Faust zu bezwingen. Doch dazu braucht er die Liebe seines Lebens, Eva, die ihm den Mut gibt, sich von allen Zwängen zu befreien, um das Rennen seines Lebens bestreiten zu können.

In den Hauptrollen brillieren Julian Waldner als Franz Klammer und Valerie Huber als seine große Liebe Eva.

 

Lesen Sie die ganze Story in unserer aktuellen Ausgabe der OBERÖSTERREICHERIN!