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People | 08.12.2015

Sister Act

Nur knapp zwei Jahre nachdem ihr erstes Album auf den Markt kam, touren die Poxrucker Sisters als Vorband von Andreas Gabalier durch die Lande. Im Interview erzählen die drei Schwestern aus dem Mühlviertel von Wurzeln, Tradition und großen Zielen.

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© Andreas Röbl

Wenn das Dreimäderlhaus aus St. Ulrich im Mühlviertel auf der Bühne zu singen beginnt, dann ist Gänsehaut-Feeling angesagt. Stimmgewaltig singen die zierlichen Blondinen von „Glick“, „Herzklopfn“ oder „Dunnaweda“ und nehmen sich dabei kein Blatt vor dem Mund. Musik verbindet Stefanie (28), Christina (24) und Magdalena (20) seit ihrer Kindheit. Die Symbiose aus Mühlviertler Dialekt, Tradition und Moderne beeindruckt nicht nur das Publikum, sondern auch die heimische Medienlandschaft. Bereits ihr erstes Album erlangte Goldstatus. Mit der Hitsingle „Glick“ haben die drei Schwestern alle Erwartungen übertroffen. Mit ihrem neuen Album „Drah di“, das am 9. Oktober auf den Markt kam, gehen sie ihren musikalischen Weg konsequent weiter. 

 

Im Vorjahr erschien euer erstes Album. Jetzt tourt ihr mit Andreas Gabalier durch die Lande. Habt ihr je mit so einem Erfolg gerechnet? 

Stefanie:Im Vorjahr hat sich bei uns teilweise von einer Woche auf die andere alles komplett verändert. Als unsere Single „Glick“ in den Radiostationen auf- und abgespielt wurde und unsere Konzerte komplett ausverkauft waren, hat das unser Leben schon total auf den Kopf gestellt. 

Magdalena: Im Prinzip sind wir ins kalte Wasser geworfen worden und müssen uns jetzt aneignen, wie man auf einer derart großen Bühne performt. Das ist ganz neu für uns. Bei den Gabalier-Konzerten in Salzburg, Graz und Wien waren jeweils rund 6000 bis 7000 Menschen im Publikum. 

 

Wie ist das, wenn man vor solchen Menschenmassen performt?

Stefanie: Zum Glück sieht man nur die ersten Reihen vom Publikum und bekommt auf der Bühne nicht mit, dass so viele Menschen vor einem stehen. Das ist auch gut so, denn sonst wären wir sicher meganervös.

 

Wie ist es dazu gekommen, dass ihr mit Andreas Gabalier auf Tour geht?

Stefanie: Unsere Bookingagentur hatte Kontakt zu Andreas Gabalier und so hat das eine das andere ergeben. Als Vorband auf der Tour von Andreas Gabalier zu spielen, hat für uns einen enormen Werbewert und es ist eine Riesenchance, unsere Musik einem breiten Publikum vorzustellen. Normalerweise sind bei unseren Konzerten so um die 300 bis 400 Menschen. 

 

Wie war euer Auftritt im September bei der ersten „Stadlshow“? 

Christina: Wir haben den Musikantenstadl noch nie gesehen und sind völlig vorurteilsfrei zur „Stadlshow“ gefahren. Obwohl das neue Format vielfach kritisiert wurde, waren wir voll begeistert vom Konzept, weil es verschiedenen Musikrichtungen eine Bühne bietet. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und bekamen ein gutes Feedback. Immerhin sehen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz drei Millionen Menschen zu. 

 

Werdet ihr auf der Straße angesprochen und um Autogramme gefragt?

Magdalena: Ich bin vor Kurzem ungeschminkt und ganz alleine auf der Landstraße in Linz gegangen. Dann hat plötzlich jemand auf mich gezeigt und zu seiner Begleitung gesagt: „Schau, das ist eine von den Poxrucker Sisters“. Da ist man dann schon ein bisschen stolz. 

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Derzeit sind die Sisters mit Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier auf Tour. (© IFPI Österreich)

Im Oktober kam auch euer zweites Album „Drah di“ auf den Markt. Ihr seid in die Top-Ten in Austria Top 40 Albumcharts eingestiegen. Wie würdet ihr das Album charakterisieren?

Christina: Wir sind gewachsen und haben uns mit dem ersten Album weiterentwickelt. Das spürt man auch beim zweiten Album. Wir sind noch ein bisschen kritischer geworden, unsere Texte sind erwachsener und reifer. Teilweise sind die Arrangements poppiger geworden. 

Stefanie: Wie der Name „Drah di“ schon sagt, handelt es sich um sehr bewegende Lieder. Egal ob es die Melodie ist, die bewegt, oder der Text. Oftmals auch beides. Der Titel „Drah Di“ gibt dem Album die Charakteristik. 

 

Ihr schreibt eure Songs selbst. Wie muss man sich das vorstellen?

Stefanie: Jede von uns hat eine Phase, in der sie sich Inspiration holt. Das kann beim Autofahren sein oder beim Nachhausegehen von der Arbeit. Wenn erste Melodien oder Textideen vorhanden sind, treffen wir uns zu dritt und feilen daran herum. Das ist unsere Herangehensweise. Da wird manchmal viel gestritten und auch viel ausprobiert. 

 

Warum, glaubt ihr, kommt Musik im österreichischen Dialekt so gut an?

Christine: Es gibt wieder eine Rückbesinnung auf die Wurzeln, und darauf reagiert auch die österreichische Radiolandschaft. Als unsere Single „Glick“ auf Ö3 gespielt wurde, hat das unsere Erwartungen weit übertroffen. 

 

Streitet ihr euch auch ab und zu?

Magdalena: Ja, sicher streiten wir. Das kommt aber nicht nur unter Geschwistern vor, sondern vor allem auch unter Bandkollegen – haben wir uns sagen lassen (lacht). Auch wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gibt, sobald wir zum Singen beginnen, ist vieles wieder vergessen und wir konzentrieren uns auf die Arbeit. 

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