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People | 11.05.2020

Schwanger in der Corona-Krise

Egal ob das Land im Ausnahmezustand ist oder nicht, Kinder werden immer geboren. Derzeit ist die Unsicherheit besonders groß. Wir haben bei drei Hebammen nachgefragt, welche Fragen werdende bzw. frischgebackene Mütter derzeit besonders beschäftigen.

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© Shutterstock

Ob Corona, Wirtschaftskrise, politische Unruhen – egal was passiert, Kinder kommen immer zur Welt, denn das neue Leben wartet nicht auf stabilere Zeiten. Auch Hebammen erleben derzeit aufgrund der Corona-Krise besonders herausfordende Zeiten. Sie betreuen die Frauen nach wie vor in der Schwangerenvorsorge, während der Geburt und in der Nachbetreuung im Wochenbett. Daran hat sich auch derzeit nichts geändert. Nur das „Wie“ ist anders. So werden etwa Stillberatungen, Hebammenberatungen und Wochenbettvisiten auch per Telefon oder Video­chat durchgeführt und Geburtsvorbereitungskurse online besucht. Wenn Hausbesuche anstehen, dann müssen strenge Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. 

 

Schwangere verunsichert. Die Telefone der Hebammen Lisa Rapberger und Petra Peternel laufen heiß und auch Nicole Humer, Oberösterreichs Landesgeschäftsstellenleiterin vom Österreichischen Hebammengremium, hat alle Hände voll zu tun. Viele schwangere Frauen und auch frischgebackene Mütter machen sich angesichts des Coronavirus und der besonderen Umstände, die damit einhergehen, Sorgen. Wie sicher ist es, das Kind im Krankenhaus zu bekommen? Soll ich ambulant entbinden oder mich doch für eine Hausgeburt entscheiden? Das sind für Nicole Humer derzeit jene Fragen, die bei werdenden Müttern vor der Geburt absolut im Vordergrund stehen. Und die Welserin hat auch gleich Antworten darauf parat: „Da in den Krankenhäusern alle sicherheitstechnischen Vorkehrungen getroffen werden, um Infektionen mit Covid-19 zu vermeiden, steht einer sicheren Geburt dort nichts im Weg.“

 

Sicherheit geht vor. „Viele Frauen überlegen, ihr Baby daheim zu bekommen. Wenn diese Entscheidung allerdings nicht bereits im Vorhinein so getroffen wurde, macht es keinen Sinn. Angst ist in diesem Fall kein guter Berater“, so Nicole Humer. Auch für eine ambulante Geburt gilt es, wichtige Voraussetzungen zu beachten. „Die Geburt muss unauffällig verlaufen und bei Mutter und Baby muss alles in Ordnung sein, dann können beide wenige Stunden nach der Entbindung das Krankenhaus verlassen. Da es eine gute Betreuung nach der Geburt zu Hause braucht, sollte man möglichst früh eine nachbetreuende Hebamme kontaktieren, die anfangs bei Hausbesuchen und telemedizinischer Betreuung sicherstellt, dass es Mutter und Kind gut geht.“ 

 

 

 

 

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© Ulli Wright

Der Familie zur Seite stehen. An der Nachsorge ändert sich auch in Corona-Zeiten für die freiberufliche Familienhebamme Petra Peternel aus Linz nicht viel. „Ich komme nach wie vor zu den Müttern ins Haus und achte dabei natürlich penibel auf die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Als Familienhebamme begleite ich die Frauen vom Beginn der Schwangerschaft an bis weit in das erste Lebensjahr des Babys hinein, daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Ganz im Gegenteil: Gerade in Krisenzeiten ist es umso wichtiger, dass die Familien jemanden an der Seite haben, um diese Zeit mit Ruhe, Zuversicht und Gelassenheit genießen zu können“, so Petra Peternel.

 

Väter bei Geburt dabei. Auch Hebamme und Dreifachmama Lisa Rapberger aus Pennewang kann die Sorgen werdender Mütter gut nachvollziehen. Die 33-Jährige ist zwar derzeit in Karenz, wird aber vermehrt von ehemaligen Klientinnen kontaktiert, die erneut schwanger sind und denen die Corona-Krise durch den Kopf schwirrt. „Darf der Vater bei der Geburt dabei sein, ist mit Abstand eine der vorrangigsten Fragen“, schildert Rapberger und versichert:  „Ja, derzeit darf der Vater in allen oberösterreichischen Spitälern bei der Geburt dabei sein. Wochenbettbesuche sind allerdings noch nicht möglich, auch nicht für Familie und Freunde. Dasselbe gilt auch für daheim, zumindest solange die beschränkte Ausgangs- und Versammlungsregelung gilt“, erklärt Lisa Rapberger.

 

Rechtliche Anpassungen. Auf die geänderten Umstände durch Corona wurde auch rechtlich Rücksicht genommen. „So ist es möglich, das Hebammengespräch, das normalerweise in der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche in Anspruch genommen werden muss, bis zum Ende der Schwangerschaft nachzuholen. Auch Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, die an das Kinderbetreuungsgeld gekoppelt sind, dürfen derzeit verschoben werden. Es kommt zu keiner finanziellen Kürzung“, weiß OÖ Landesgeschäftsleiterin Nicole Humer. Stillberatungen, Anleitungen zur Nabelreinigung, das erste Babybad und vieles mehr wird im Moment bei Video- und Anrufberatung durchgeführt. Erleichtert ist Humer vor allem auch darüber, dass diese telemedizinische Beratung aktuell von allen Gesundheitskassen in Österreich akzeptiert wird. Eine rasche Regelung, die das Hebammengremium als Standesvertretung der Hebammen erfreulicherweise innerhalb kürzester Zeit fixieren konnte

 

 

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© Ulli Wright

Wichtige Infos 

Was sollen schwangere Frauen besonders beachten, um das Risiko an Corona zu erkranken so gering wie möglich zu halten?

• Einhalten der Kontaktbeschränkungen

• In der Öffentlichkeit einen Mundschutz tragen

• Abstand halten – mindestens einen Meter

• Ausreichend lange und häufig Hände­waschen, besonders dann, wenn man von öffentlichen Orten kommt.

 

Gibt es weiterhin Stillgruppen, Stillberatung?

• Zum aktuellen Zeitpunkt ist aufgrund des Versammlungsverbotes der Besuch einer Stillgruppe nicht möglich.

• Eine Stillberatung am Telefon oder als Videogespräch ist auf jeden Fall möglich.

• Sollte es medizinisch nötig sein, wird die Hebamme auch einen Hausbesuch durchführen.

 

Was soll beim Stillen beachtet werden?

• Vor dem Stillen gut die Hände waschen, dies auch wenn man nicht stillt und die Nahrung für das Baby zubereitet und füttert.

• Bei Fragen und Problemen die Hebamme kontaktieren oder die Stillambulanz anrufen.

 

Machen Hebammen derzeit Hausbesuche?

• Momentan erfolgen Visiten zu Hause nur nach medizinischer Notwendigkeit. Gibt es einen bestimmten Grund Mama und Baby genauer zu untersuchen oder muss beispielsweise die Blutabnahme beim Baby für das Stoffwechselscreening gemacht werden, so kommt die Hebamme selbstverständlich zum Hausbesuch.

• Wenn vom Krankenhaus eine Kontrolle durch die Hebamme vereinbart wurde.

 

Wohin können sich schwangere Frauen wenden, wenn sie sich unsicher sind?

• Selbstverständlich an die Hebamme in ihrer Nähe unter https://www.hebammen.at/eltern/hebammensuche/

• An den Arzt ihres Vertrauens

• An die Corona-Hotline der AGES unter 0800 555621

• Die wichtigsten Infos rund um Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Wochenbett zum Thema Corona sowie auch sämtliche Infos zu den Leistungen von Hebammen findet man auf www.hebammen.at.

People | 11.05.2020

„Wir freuen uns riesig!“

Als sie im Februar die Choreografie für den Wiener Opernball geleitet hat, trug Maria Santner bereits ein süßes Geheimnis unterm Herzen. Die 33-jährige Tanzschulbesitzerin und ihr Lebensgefährte Marco Angelini erwarten im Oktober ihr erstes Kind.

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© Sarah Katharina

Eigentlich wollten wir nur TANZEN ... – daraus wurde die Reise unseres Lebens!“ Mit diesem Facebook-Post verkündeten Maria Santner und Marco Angelini am 5. April ihr großes Glück, erstmals Eltern zu werden. Kennen und lieben gelernt haben sich die fesche Profitänzerin und der sympathische Sänger und Arzt 2014 bei der TV-Show „Dancing Stars“, wo sie sogar den zweiten Platz ertanzten. Seither gehen sie gemeinsam durchs Leben. Zu Hause in Sipbachzell, wo die beiden ihr Nest eingerichtet haben, bereiten sie sich auf ihr neues Leben zu dritt vor. Wie es ihr in der Schwangerschaft geht und welche Fragen sie angesichts der Corona-Krise beschäftigen, erzählt Maria Santner im Interview.

 

OBERÖSTERREICHERIN: Maria, ich gratuliere! Wann ist es soweit, wann kommt das Baby zur Welt? 

MARIA SANTNER: Der Geburtstermin ist Anfang Oktober. Das Baby wächst und gedeiht prächtig. Marco und ich sind überglücklich. 

 

Wie geht es Ihnen?

Mir geht es ausgesprochen gut. Ich erlebe eine absolute Traumschwangerschaft und hab mehr Energie denn je. Die ersten paar Wochen waren aufgrund von Morgenübelkeit ein bisschen anstrengend. Da ich mitten in den Vorbereitungen zum Opernball stand, war es eine sehr intensive Zeit. Dass ich schwanger bin, habe ich damals niemandem verraten, nicht einmal meinem Bruder oder meinen Eltern. Aber jetzt ist alles okay und ich kann mich nicht beschweren. 

 

Ist es ein Wunschkind?

Natürlich haben Marco und ich darüber gesprochen eine Familie zu gründen, letztendlich ist es dann doch recht flott gegangen. (lacht) Aber es passt gut, ich bin 33, Marco 35 Jahre – wir sind also im besten Alter.  

 

Welche Fragen beschäftigen Sie angesichts der aktuellen Corona-Krise?

Was die Schwangerschaft angeht, bin ich verwöhnt. Marco ist Arzt, daher bin ich bestens informiert und auch beruhigt. Natürlich sind wir sehr vorsichtig und halten sämtliche Sicherheitsmaßnahmen ein. Man darf sich aber nicht verrückt machen, ich bin jung, fit und auch nicht in der Risikogruppe. 

 

Wie geht es Ihnen derzeit beruflich als Tanzschulbesitzerin?

In unserer Tanzschule sind wir natürlich gerade sehr gefordert. Durch den Shutdown wurde der Betrieb von einem Tag auf den anderen von 100 auf 0 reduziert. Als Vollbluttänzerin brauchte ich ein paar Tage, um mich darauf einzustellen. Unsere Tanzschule ist leer, das sind Wochen, die man nicht mehr aufholen kann. Wir vermissen unsere Kunden sehr und freuen uns riesig, wenn wir wieder öffnen können. 

 

Wie bereiten Sie sich auf das Baby vor?

Momentan habe ich noch nicht allzu viel Zeit zum Vorbereiten. Der Fokus liegt auf der Firma, immerhin beschäftigen wir 30 Mitarbeiter. Dennoch denke ich, dass diese ruhige Zeit gerade für das Baby ganz gut war. Ich achte auf meine Ernährung und  wenn Marco laufen geht, begleite ich ihn am Fahrrad. Im Sommer werden wir dann langsam ein Kinderzimmer einrichten und einkaufen gehen.  

 

Wie geht es dem werdenden Papa?

Marco hat vergangenen Oktober die Facharztprüfung bestanden und ist im Klinikum Wels-Grieskirchen in der Allgemeinen Chirurgie tätig. Er ist super happy und freut sich riesig auf das Baby. Ich bin mir sicher, dass er voll und ganz in der Vaterrolle aufgehen wird.  

 

People | 11.05.2020

„Ich bin sehr entspannt!“

Baby on Board lautet auch bei Topmodel und Schauspielerin Kerstin Lechner derzeit die Devise. Mitte Juli kommt Söhnchen Emeric zur Welt.

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© privat

Die Schwangerschaft steht ihr gut und Topmodel Kerstin Lechner kann die Ankunft ihres kleinen Sohnes kaum mehr erwarten. Trotz Corona-Krise blicken die 37-jährige Niederösterreicherin und ihr Lebenspartner, Unternehmer Karl Ochsner, voll Zuversicht in eine bessere Zukunft. Babysachen, Kästen und Wickeltisch sind gekauft, somit steht der Ankunft des Babys Mitte Juli nichts mehr im Weg. 

 

Kerstin, wie geht es Ihnen?

Es geht mir gut, ich bin sehr entspannt und verbringe den Alltag in unserem Zuhause in Linz, in einer tollen Umgebung. Die Corona-Krise geht mir allerdings schon sehr auf die Nerven, weil eine große Unsicherheit herrscht. Nach sechs Wochen Quarantäne habe ich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen endlich meine Eltern in der Wachau besucht. Das hat sehr gut getan. 

 

Wann kommt Ihr Baby zur Welt?

Geburtstermin ist der 17. Juli. Es wird ein Bub und wir haben auch schon einen Namen: Unser Sohn wird Emeric heißen. Ich werde in jedem Fall im Krankenhaus entbinden, da ich aufgrund der Gefahr von Thrombosen eine Risikopatientin bin. Sicherheit geht vor!

 

Wie blicken Sie in die Zukunft?

Natürlich blicke ich mit einer gewissen Vorsicht in die Zukunft, die Pandemie kann jederzeit wiederkommen. Das, was wir gerade erleben, sehe ich als eine Art „Wake-up Call“ für die Menschheit. Das Virus hat meiner Meinung nach viel mit Klimaschutz zu tun und angesichts der Wildtiermärkte in China sollten wir langsam munter werden und der Umwelt zuliebe weiterdenken.  

 

Wie verbringen Sie derzeit Ihre Tage?

Beruflich gesehen ist noch ein Covershooting geplant. Das wird für längere Zeit mein letztes Shooting sein, da ich mich voll und ganz auf unser Kind konzentrieren möchte. Jetzt, wo es ruhiger ist, bin ich zu einer richtigen Chefköchin mutiert und schreibe gerade an meinem Kochbuch. Obwohl ich ziemlich müde bin, zwinge ich mich dazu, täglich 40 Minuten lang spazieren zu gehen. 

 

Wie geht es dem werdenden Vater?

Als Unternehmer ist er momentan beruflich sehr gefordert, dennoch genießt Kari das Vaterwerden sehr. Er liest einschlägige Bücher und freut sich riesig auf unseren Sohn. Auch seine Tochter kann die Ankunft ihres Brüderchens kaum mehr erwarten.