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People | 22.06.2021

„Relationen im Leben haben sich verändert“

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer über Familie, den Frühling und woraus er seine Kraft schöpft.

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Die Familie spielt im Leben von Thomas Stelzer eine besonders wichtige Rolle. Mit seiner Mutter, die bereits deutlich über 80 ist, telefoniert er jeden Tag. Und auch für seine beiden Kinder möchte er ein guter Gesprächspartner sein. © Land OÖ

Seit mehr als einem Jahr ist auch das Leben von Landeshauptmann Thomas Stelzer ein völlig anderes. Die Pandemie fordert ihn als ersten Mann in unserem Bundesland ganz besonders. Was er aus dieser Krise persönlich gelernt hat und welche Rolle der Glaube in seinem Leben spielt, erzählt er in unserem Interview.

 

Ein Jahr Pandemie: Was haben Sie persönlich aus dieser Krise gelernt?

Thomas Stelzer: Dass so ein Winzling, wie es dieses Virus ist, letztlich die Welt und uns alle vorübergehend in die Knie zwingen kann und unseren gewohnten Alltag von heute auf morgen wegwischen kann. Das gibt einem schon zu denken und ändert so manche Relationen im Leben. Gleichzeitig sehen wir aber, dass wir Menschen vieles selbst in der Hand haben und schaffen können. Daraus resultieren Hoffnung und Zuversicht. Wir wollen jedenfalls alles tun für ein starkes Oberösterreich, für Gesundheit, Arbeit, Betriebe und eine gute Zukunft.

 

Die Bewältigung der Krise fordert Sie ganz besonders: Woraus schöpfen Sie Ihre Kräfte?

Gerade nach arbeitsintensiven Wochen bevorzuge ich, sofern es das Wetter zulässt, gemeinsame Aktivitäten mit meiner Frau und – wenn sie Zeit haben – unseren zwei Kindern. Und wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, nehme ich auch gerne ein Buch zur Hand und höre beim Lesen Musik.

 

Sie bezeichnen sich als gläubigen Menschen. Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben?

Jeder Mensch braucht diese Halt- und Kraftquellen in seinem Leben. Mir geben die Familie und der Glaube diesen Halt und wichtige Orientierung. Ich vertraue darauf, dass wir nicht umsonst auf der Welt sind und dass es nicht der Plan ist, dass für uns alles schlecht endet. 

 

Sie haben vorhin bereits Ihre Familie angesprochen: Welche Rolle spielt die Familie? Welchen Part haben Sie darin?

Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass – egal in welchem Amt und in welcher Funktion man ist – auch Zeit für die Familie gut eingeplant sein muss. Dabei geht es nicht nur um die Dauer der zur Verfügung stehenden Zeit, sondern speziell darum, die gemeinsame Zeit gut zu nutzen. In Bezug auf unsere Kinder bemühe ich mich, ein guter Gesprächspartner zu sein.

 

Zu Ihrer Mutter pflegen Sie ja auch einen engen, täglichen Kontakt …

Ja, die Mama ist mittlerweile deutlich über 80. Wir tauschen uns tagtäglich zumindest einmal telefonisch aus und halten uns so gegenseitig auf dem Laufenden. Vielleicht habe ich da als Einzelkind noch einmal eine engere Beziehung. Ich habe ihr ja auch viel zu verdanken.

 

Zur Familie Stelzer gehören auch Haustiere …

Wir haben als Familie quasi eine Wohngemeinschaft mit zwei Katzen – Bella und Katie. Die zwei Stubentiger machen uns viel Freude und sind selbst spätabends noch an der Tür, wenn ich nach Hause komme. Nicht so viel Freude lösen sie bei mir aus, wenn ich von den Anzughosen die Katzenhaare entfernen muss (lacht).

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Gehören zum Haushalt der Familie Stelzer: die beiden Katzen Bella und Katie, die auch dann noch an der Tür sind, wenn der Landeshauptmann spätabends nach Hause kommt. © privat