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People | 10.05.2021

Petra plaudert ...

... und das von Berufs wegen auch ziemlich gern. Als Moderatorin blickt Petra Stumpf auf 15 Jahre TV-Erfahrung zurück, nun gibt die fesche Linzerin ihr Können im E-Book „HOW to ‚WOW!‘ in Interviews“ weiter.

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© Andreas Hochgerner

Egal, ob bei großen Veranstaltungen auf der Bühne oder im Fernsehen, mit viel Charme und Können schafft es Moderatorin Petra Stumpf  immer wieder, ihren Interviewpartnern so manches Geheimnis zu entlocken. Mittlerweile blickt die Linzerin, die bereits Promis wie Sophia Loren, Bernie Ecclestone oder  Otto Waalkes vor dem Mikro hatte, auf 15 Jahre TV-Erfahrung zurück, die sie nun in einem einfachen Leitfaden  namens „HOW to ‚WOW!‘ in Interviews“ zusammengefasst und als E-Book veröffentlicht hat.    

 

OBERÖSTERREICHERIN: Frau Stumpf, Sie blicken auf 15 Jahre TV-Erfahrung zurück. Ist es nach wie vor Ihr Traumberuf?

Petra Stumpf: Ja, absolut! Weil ich wahnsinnig gerne der rote Faden für meine Zuseher bin und stellvertretend für diese, (fast) alle Fragen, stellen darf. Außerdem liebe ich es, mit meiner Stimme zu arbeiten. Schon als Kind habe ich meinen Puppen, Kasperl und Pezi die „aktuellen Nachrichten“ im Kinderzimmer angesagt. 

Können Sie sich noch an Ihr erstes Interview erinnern?

Mein allererstes Interview war eine Meinungsumfrage für einen Radiobericht zum Thema „Traumurlaub“ während meiner Medienausbildung im ORF Landesstudio OÖ. Mein erstes Interview fürs Fernsehen war mit den Schauspielern Adi Hirschal und Wolfgang Böck in der Leondinger Kürnberghalle in deren Garderobe. 

Sie hatten bereits Promis wie Sohpia Loren, Vivienne Westwood, Otto Waalkes,  Bernie Ecclestone und Julian F. M. Stoeckel vor dem Mikro. Sind Sie im Vorfeld noch nervös?

Nervös macht mich eher das ganze Rundherum. Faktoren, die ich nicht steuern kann. Sind alle pünktlich? Wie viel Zeit und wie viele Fragen sind letztlich tatsächlich möglich? Wird alles nach Vereinbarung ablaufen oder wird kurzfristig alles umgeworfen oder gar gecancelt? Ist der Kameramann im entscheidenden Moment auch drauf? Das macht mich nervös, ja! Promis wie Viktor Gernot, Gerda Rogers und Julian F. M. Stoeckel hatte ich über die Jahre hinweg immer wieder vor dem Mikro – umso mehr freut es mich, dass auch sie in meinem E-Book Tipps geben.

Was hat Sie dazu bewogen, Ihr  E-Book „HOW to ‚WOW!‘ in Interviews“ zu machen?

Auslöser war ein Business-Termin im Innenministerium in Wien. Ganz nebenbei habe ich erwähnt, dass ich meine Erfahrungen aus 15 Jahren in einem einfachen Leitfaden zusammengefasst habe. Worauf man mich um das Skriptum gebeten hat. Deshalb habe ich es „in Form“ gebracht. Demnächst erscheint es auch gedruckt als Buch.

Was war Ihnen inhaltlich wichtig? 

Dicke Schmöker und Fachbücher zu diesem Thema gibt es einige. Ich wollte einen Leitfaden, einen Crashkurs, der in Kürze das Wichtigste erzählt. Wie bereite ich mich auf ein Interview oder einen Auftritt vor? Was ziehe ich an? Was muss ich im Vorfeld erfragen? Welcher Hintergrund ist beim TV-Interview günstig? Was mache ich, wenn ich den Faden verliere? Auf all diese Fragen gebe ich Antworten.

Man kennt Sie als Moderatorin, viele wissen aber nicht, dass Sie auch als Media Coach arbeiten. Wer ist Ihre Zielgruppe? Was kann man nach einem Coaching bei Ihnen?

Meine Zielgruppe sind Personen, die vor einem Interview oder Auftritt stehen, wie Politiker, Vereinsmitglieder, Künstler, Sportler, Führungskräfte – und alle, die ihr Unternehmen in die Medien bringen wollen. Nach einem Coaching mit mir weiß man sehr genau, wie man seine Botschaft optimal setzt. Und: Meine Coachees werden derart „präpariert“, dass sie sich in jedem Fall wohlfühlen und ihren Auftritt gut meistern!  Ich biete fünf Module, je nachdem arbeiten wir an der Persönlichkeit, an der (Aus-)Sprache, verinnerlichen Basiswissen oder wir bereiten uns gezielt auf einen Auftritt vor. 

Bei Talkrunden in Medien sitzen zumeist hauptsächlich Männer als Experten am Podium. Was kann getan werden, damit man auch mehr auf Expertinnen zugreift?

Was die „Einberufung“ der Expertinnen in Talkrunden anbelangt, können wir nur an die Gastgeber appellieren. Bei gleicher Qualifikation sollte man schon durchmischen.

Sie sind Mutter einer 23-jährigen Tochter. Steigt Sie in Ihre Fußstapfen? 

Melina ist nach der Matura direkt in meine Fußstapfen gestiegen. Spaßhalber bezeichne ich sie gern als „Prototypin meiner Coachings“, weil sie schon mit 22 Jahren den Sprung zum ORF geschafft hat. Sie arbeitet im Landesstudio OÖ im Aktuellen Dienst.

Neuerdings sind Sie auf TV1 Oberösterreich zu sehen. Welche Sendungen machen Sie?

Ich freue mich sehr, dass ich bei TV1 das Magazin „Bau- und Wohnträume“ moderieren darf. Und wir starten demnächst ein neues Format – „Petra plaudert“. Da treffe ich spannende Persönlichkeiten aus Kunst, Sport und Wirtschaft zum Gespräch. Den Anfang machen Kabarettist Walter Kammerhofer und Musiker Jakob Busch.

 

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BUCHTIPP: HOW to "WOW!" in Interviews Media Secrets by Petra Stumpf E-Book erhältlich unter: www.petrastumpf.at

Media Secrets by Petra Stumpf

- Üben, üben, üben: 

Am besten man bereitet sich vor dem Interview drei Kernbotschaften vor, die man knapp und einfach erzählen kann. Gefühle, Fakten oder Neues. Weiters rate ich zu einem kurzen Vorgespräch, um die Rahmenbedingungen wie Location, Informationsziel usw. zu erfragen. Und weil das Wohlfühlen eine große Rolle spielt, sind auch Outfit und Styling sorgsam zu wählen. 

- Nicht um den heißen Brei reden 

Kann man eine Frage nicht beantworten, unbedingt mit Ehrlichkeit punkten.  „Tut mir leid, darauf kann ich im Moment keine Antwort geben“, kommt weitaus besser an, als um den heißen Brei zu reden. 

- Sich selbst treu bleiben

Man soll sich selbst treu bleiben und sich keinesfalls verbiegen! Weder optisch noch von der Sprache. Wenn Fehler passieren, dazu stehen, darüber lachen und so sprechen, wie wenn man es einem Freund erzählen würde. 

- Hilfe, ein Blackout!

Bei einem Blackout unbedingt die Situation kurz verlassen. Am besten indem man aufsteht, sich bewegt, oder zumindest seine Muskeln an- und wieder entspannt. An etwas Schönes denken, so löst man die Blockade.

- Was tun bei Nervosität?

Es lohnt sich, den Ernstfall zu üben! Durch den Testlauf nimmt man sich einen Teil der Angst und Unsicherheit. Und es gibt Übungen, die Stress reduzieren, zum Beispiel die richtige Atemtechnik oder Lächeln! Schon ein kleines Lächeln wirkt Stress-Symptomen entgegen.