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People | 29.04.2019

ON AIR mit Clivia Treidl

Ihren Kindheitstraum von einem Beruf in der Medienbranche hat sich Clivia Treidl (33) längst erfüllt und es von der Society-Journalistin zur Moderatorin des Privatsenders oe24.TV geschafft. Im Interview erzählt die gebürtige Tirolerin, die seit fünf Jahren mit Medienminister Gernot Blümel liiert ist, von lustigen On-Air-Erlebnissen und Herausforderungen bei Live-Moderationen.

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Outfit von Marc O‘Polo (© Chris Singer)

Von der Fußball-WM über die Wahlberichterstattung bis hin zu Interviews mit Stars und Sternchen – als Moderatorin beim österreichischen Privatsender
oe24.TV zeichnet sich Clivia Treidl durch ihre Vielseitigkeit und Schlagfertigkeit aus. Ihre Begeisterung für Sprachen und die Welt der Medien hat die gebürtige Tirolerin bereits sehr früh entdeckt und ist schließlich nach dem Publizistik-Studium in Wien „picken“ geblieben. Dass sie neben dem Studium als Model gearbeitet hat, merken wir bei
unserem Covershooting im SO/ Vienna Hotel in Wien sofort. Souverän posiert die zierliche Schönheit in Trend-Outfits von
Marc O‘Polo vor der Kamera – und das Revival in die Modelwelt scheint ihr nach wie vor zu gefallen.

Sie sind Moderatorin, Sprecherin und TV-Redakteurin. Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für die Medien entdeckt?

Clivia Treidl: Schon sehr früh. Erste Anzeichen gab es bereits, als ich noch ein kleines Mädchen war. Meine Mama hat mir damals einen Kassettenrecorder geschenkt und ich habe immer Radiomoderatorin gespielt. Die endgültige Entscheidung, in Richtung Journalismus zu gehen, ist gefallen, als ich nach Wien ging und begann, Publizistik und Kommunikationswissenschaften zu studieren. Gleich danach habe ich als Gesellschaftsjournalistin bei der Tageszeitung „Österreich“ zu arbeiten begonnen, und seit zweieinhalb Jahren bin ich nun bei oe24.TV beschäftigt.

 

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Outfit von Marc O‘Polo (© Chris Singer)

Sie sind damals von Jenbach in Tirol nach Wien gegangen und da geblieben. Vermissen Sie Ihre Heimat und die Berge?

Natürlich vermisse ich Tirol, und ich liebe es nach wie vor, nach Hause zu fahren, meine große Patchworkfamilie mit einem Bruder und drei Halbgeschwistern zu besuchen und Ski fahren oder wandern zu gehen. Das brauche ich auch zum Energietanken. Im Prinzip fühle ich mich halb als Wienerin und halb als Tirolerin.

 

Von der Society-Redakteurin bei „Österreich“ haben Sie sich zur Hauptmoderatorin des News-Senders oe24.TV hochgearbeitet und moderieren dort Live-Sendungen. Was ist dabei die große Herausforderung?

Die Live-Moderationen waren vor allem am Anfang eine riesengroße Herausforderung. Live ist live: Wenn etwas schiefgeht, dann bekommt das meistens jeder mit. Das war natürlich sehr nervenaufreibend und bescherte mir vor meiner ersten Live-Sendung schlaflose Nächte. Mittlerweile nehme ich das Ganze sehr locker. Jeder verspricht sich mal! Je authentischer man ist und auch mit Fehlern umgeht, desto natürlicher kommt man rüber.

 

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Clivia Treidl im Kleid von Marc O'Polo (© Chris Singer)

Erinnern Sie sich noch an Ihren lustigsten On-Air-Moment?

Da gibt es besonders beim Live-Fernsehen sehr viele. Zu lustigen und skurrilen Momenten ist es aber während der Fußball-WM gekommen. Mein Fußball-Wissen ist eher bescheiden – damit plötzlich inmitten von Profis wie Peppi Hickersberger, Frenkie Schinkels und Co. zu sitzen und eine Expertenrunde zu führen war eine richtige Herausforderung. Da hatte ich echt Bauchweh. (lacht) Aber gerade, weil ich nicht die klassische Sport-Moderatorin bin, kam das Ergebnis besonders gut an. Das Publikum hat gespürt, dass ich mit meiner Herrenrunde wirklich Spaß hatte.

 

Während Ihres Studiums haben Sie auch als Model gearbeitet. Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht?

Das war ganz interessant. Ich bin viel herumgekommen und habe auch für coole Fotografen und Designer wie Lena Hoschek gemodelt. Aber alles zu seiner Zeit! Das Modeln ist eine nette Abwechslung, jetzt gefällt es mir jedoch, inhaltlich arbeiten zu können. 

 

Sie moderieren auch Live-Events. Kann man Sie dafür österreichweit buchen?

Ja, natürlich. Es gefällt mir, wenn ich mal aus Wien rauskomme und in den anderen Bundesländern Moderationsjobs machen kann. Das ist eine tolle Abwechslung. 

 

Seit fünf Jahren sind Sie mit Medienminister Gernot Blümel liiert. Journalistin und Politiker – wie viel fließt von Ihren Berufen ins Privatleben ein?

Diese Kombination ergänzt sich ganz gut. Da wir uns beruflich meistens mit ähnlichen Themen befassen, wissen wir immer, was den anderen gerade beschäftigt. Dinge, die ich privat mitbekomme, schalte ich beim Moderieren komplett aus. In unserem Fall muss man Beruf und Privatleben strikt trennen.

 

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Pullover von Marc O‘Polo (© Chris Singer)

Mit Ihrem Lebenspartner sind Sie auf Events wie den Salzburger Festspielen oder am Opernball vertreten. Wie ist es, wenn man plötzlich in der Öffentlichkeit steht?

Durch meinen Job als Society-Journalistin war ich auf sämtlichen Promi-Events vertreten und konnte diese Welt schon ein bisschen kennenlernen. Wenn ich jetzt mit meinem Freund unterwegs bin, stehe ich auf der anderen Seite. Anfangs war es ungewohnt, aber mittlerweile finde ich es recht spannend und es macht Spaß.

 

Sie moderieren auch Nachrichtensendungen – dürften bzw. könnten Sie Minister Blümel interviewen?

Nein, das würde ich nicht machen. Und es wäre auch nicht im Sinne des Senders. Das wäre extrem komisch, ich wüsste nicht einmal, wie ich ihn anreden sollte. Herr Minister ...? (lacht)

 

Sie haben viel erreicht. Was treibt Sie an?
Persönlicher Ehrgeiz und die Leidenschaft für meinen Job. Es gibt für mich nichts Schöneres, als positives Feedback für meine Arbeit zu bekommen.

 

Wo möchten Sie beruflich noch hin oder sind Sie schon dort angekommen, wo Sie immer hinwollten?

Na ja, ich habe schon viel erreicht von dem, was ich mir immer vorgenommen habe, aber ganz fertig ist man natürlich nie. Ich freue mich auf die Wege, die noch kommen könnten. Das lasse ich gerne auf mich zukommen.

 

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Meine Freizeit ist eher spärlich. Wenn ich frei habe, fahre ich nach Tirol und besuche meine Familie und meinen Hund. Aber ich treffe mich auch gerne mit Freundinnen, und auch Laufen, Yoga und Sport allgemein spielen eine große Rolle in meinem Leben. Ich kann allerdings auch richtig gut entspannen, wenn ich ein ganzes Wochenende lang zu Hause bin und nichts mache.