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People | 29.06.2020

Mühlviertlerin stürmt die Charts

Mit ihrer Debut EP „Beautiful Things“ schaffte es Ines Perndorfer direkt auf Platz sechs der Austrian iTunes Charts. Kein Grund für die sympathische Mauthausnerin abzuheben. Sie bleibt bodenständig und verfolgt bereits ihr nächstes Ziel: ihre Songs eines Tages auf großer Bühne zu performen.

Bild 2006_O_Kultur_InesPerndorfer.jpg
© Ahmed Kacimi

Schon als Kind liebte es Ines Perndorfer bei Familienveranstaltungen aufzutreten. Inspiriert von anderen Künstlern begann sie zunächst, Videos auf Youtube hochzuladen, bis sie eines Tages ihr Tagebuch aus Teenagerzeiten fand und das Bedürfnis verspürte, einen Song zu schreiben. Seitdem hat die 25-jährige Mauthausnerin die Leidenschaft des Songwritings für sich entdeckt und landete mit ihrer Debut EP „Beautiful Things“ direkt auf Platz sechs der Austrian iTunes Charts. Ein Erfolg, mit dem selbst die Sängerin nicht gerechnet hat. Im Interview erzählt uns die sympathische Musikerin, worum es in ihrem Kurzalbum geht und warum sie seit ihrer Teilnahme bei „The Voice of Germany“ auch live auftritt. 

OBERÖSTERREICHERIN: Am 8. Mai erschien Ihr erstes Kurzalbum „Beautiful Things“. Worum geht es darin?

Ines Perndorfer: Die EP ist im Grunde eine Reise durch mein bisheriges Leben und handelt vom Loslassen negativer Gedanken bis hin zum Drang frei zu sein. Die Message dahinter lautet: Nur weil man schöne Dinge im Augenblick nicht sehen kann, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht trotzdem da sind.

 

Die Message ist gerade in Zeiten von Corona treffender denn je. Was ging Ihnen in dieser Zeit am meisten ab?

Klar vermisst man den persönlichen Kontakt zu Menschen. Gleichzeitig habe ich aber die Zeit genossen, um bewusst an mir zu arbeiten und meine Batteriereserven wieder aufzuladen. Der Shutdown kam also für mich zu einem denkbar guten Zeitpunkt. 

 

Wie schaffen Sie es, die schönen Dinge im Leben wieder für sich zu entdecken? 

Ich denke, das Wichtigste ist im Moment zu leben und nicht zu viel in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu schwelgen. Was mir dabei immer gut hilft, ist Meditation. 

 

Für die Fertigstellung Ihres EPs sind Sie kurzerhand in Ihr Wohnzimmer in Ihrer Heimatstadt Mauthausen ausgewichen. Wie kam es dazu und wie war diese neue Erfahrung des Musikmachens für Sie? 

Im Studio arbeitet man meist mit jemanden zusammen, den man kaum kennt. Ich hatte das große Glück, dass sich mein Freund in letzter Zeit intensiv mit dem Thema Producing beschäftigt hat und da wir zu Hause unbegrenzte Studiozeit genießen, dachten wir, wieso eigentlich nicht? Es war wirklich eine tolle Erfahrung. Obwohl ich zunächst skeptisch war, da wir lediglich einen Computer und eine Gitarre zur Verfügung hatten. Es stellte sich jedoch heraus, dass das alles war, was wir gebraucht haben. 

 

Wird es in Zukunft auch eine CD von Ihrem Album geben?

Ja, auf jeden Fall und darauf freue ich mich schon sehr. Ich denke, dass es noch einmal ein ganz anderes Gefühl sein wird, wenn ich mein eigenes Werk in Händen halten kann. 

 

Wann ist ein Song für Sie fertig? 

Das spürt man einfach. Manche Lieder waren an einem Tag fertig, während ich an anderen über ein Jahr gearbeitet habe. Das Wichtigste ist, so lange dranzubleiben, bis man selbst damit zufrieden ist.

 

 

Bild 2006_O_Kultur_InesPerndorfer.jpg (1)
© cafe carina

Was wollen Sie mit Ihren Songs bewirken?

Ich finde es schön, wenn sich Menschen in meinen Texten wiederkennen und ich sie mit meiner Musik inspirieren kann. Wenn ich das schaffe, dann habe ich gewonnen. 

 

Ab welchem Zeitpunkt war für Sie klar, dass Sie in das Musikbusiness einsteigen möchten?

Das war nicht wirklich eine bewusste Entscheidung. Der Traum Sängerin zu werden war einfach immer schon da. Mit 15 Jahren habe ich dann angefangen, regelmäßig Castingshows zu besuchen, bis ich mit 20 Jahren dann sogar zum Casting für „The Voice of Germany“ eingeladen wurde. Obwohl ich letzten Endes nicht weitergekommen bin, hatte allein die Erfahrung, die ich dort machen konnte, einen großen Einfluss auf meine weitere Musikkarriere. Seitdem trete ich auch regelmäßig live auf. 

 

Aktuell pendeln Sie zwischen Wien und Mauthausen. Was verbinden Sie mit den beiden Städten? Wo fühlen Sie sich zu Hause?

Wien ist für mich der perfekte Mix aus Schnelllebigkeit und Multikulturalität und natürlich ist auch die Musikszene größer. Gleichzeitig genieße ich es, mit Mauthausen einen Ruhepool mitten am Land zu haben. Meine Persönlichkeit passt aber ganz klar besser zu Wien. 

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht an neuen Songs arbeiten oder auf der Bühne stehen?

Fotografieren! Ich mache regelmäßig Fotoshootings mit Models, Agenturen und Firmen. Viele meiner Fotos stelle ich im Anschluss auf meinen Instagram Account @lookatmeshots.