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People | 22.11.2017

"Mit Witz kann man alles lösen"

Lachen statt aufregen – das ist die Devise von Comedian und Ö3-Callboy Gernot Kulis.

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© Manfred Baumann

Mit seinem vorigen Programm „Kulisionen“ (250.000 verkaufte Tickets!) ist er humortechnisch ständig in Bewegung – jetzt hat er es erneut aufs Zwerchfell der Österreicher abgesehen. Sein neues Programm „Herkulis“ handelt von hilfsbereiten Nachbarn, rosa Elefanten, verschollenen Baumarkt-Mitarbeitern, arroganten Katzen und den gefährlichsten von allen: seinen eigenen Kindern. Der Comedian im Interview.

 

Das Leben stellt uns Herkules-Aufgaben, jetzt gibt's die „Herkulis“-Lösungen dafür. Was erwartet uns in Ihrem neuen Stück?

„Herkulis“ ist eine Antiheldenreise und zeigt, dass man mit Witz fast alles lösen kann! Herkules schmückte sich mit einem Löwenfell. Ich habe es auf das Zwerchfell abgesehen. 

 

Eine Ihrer größten Herkules-Aufgaben, die Sie gemeistert haben?

Ich habe zwei kleine Kinder (lacht) – bei welcher soll ich anfangen? Es gibt viele liebenswerte Nachbarn! Das sind die gefährlichsten. Ich war beim Stierlauf von Pamplona am Start, weil ich einem Tierschützer helfen wollte. Auch Baumärkte sind für mich eine Herkules-Aufgabe, ich meide sie in der Regel. Einmal musste ich doch hin – ich hatte online ein Stanley-Messer bestellt, das dermaßen in Plastik eingeschweißt war, dass ich zum Aufmachen ein offenes Stanley-Messer gebraucht habe. Was dann folgte, war kabarettreif!

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© Manfred Baumann

In Ihrem Kabarett widmen Sie sich außerdem Papa Kulis. Was macht ihn zum Helden Ihrer Kindheit?

Er war so stark, ich war so schwach, er war so groß, ich war so klein. Er hat vieles mit Kraft gelöst, war sehr kurz angebunden. Dadurch hat er mir indirekt viel beigebracht. Vielleicht bin ich genau deswegen da gelandet, wo ich bin. Außerdem hat er mich geliebt und war stolz auf mich! Was will man mehr?

 

Sie haben zwei Kinder. Das Wertvollste, das diese zu Ihnen bzw. über Sie sagen können? Und sind auch Sie ein „Held“ für die beiden?

Hierfür würde eine Zeile nicht ausreichen. Meine Kinder sind großartig und sicher die größte Bereicherung in meinem Leben. Der Held in unserer Familie ist aber meine Frau, und das wissen auch meine Kinder. Der Papa ist zum Spielen da!

 

Für Ihr Kabarett „Kulisionen“ gab es für 200.000 verkaufte Tickets den oeticket-Award in Platin. Was versprechen Sie sich von Ihrem zweiten Solo-Programm?

Darum ist es mir nie gegangen. Es geht nicht darum, Rekorde zu brechen, mir ist es wichtig, den Menschen einen tollen Abend zu bescheren. Das merken sie auch, denke ich. Ich habe zwei Stunden Zeit, um sie zu unterhalten, abzulenken und ihre Lachmuskeln zu trainieren.

 

Mit „Herkulis“ stehen Sie seit Oktober auf Österreichs Bühnen, als Ö3-Callboy nehmen Sie das ganze Jahr über die Österreicher aufs Korn. Verstehen die Österreicher (auch am Telefon) Spaß?

Ja, aber zu viel Humor wollen sie auch nicht. Darüber erzähle ich in meinem neuen Programm: über mein Scheitern bei meinem ersten Ferialjob bei der Telefonischen Auskunft...

 

Wie oft gehen Callboy-Anrufe schief? 

Ich brauche teilweise schon mehrere Anläufe. Manchmal erkennen sie mich, dann muss ich mich erneut auf die Lauer legen.

 

Brauchen wir Helden?

Die Welt braucht mehr denn je einen Humorhelden im Kampf gegen die selbsternannten Halbgötter und Vollpfosten. Zur Hälfte Mensch, zur Hälfte Gott – das ergibt oft einen Voll­idioten. Und Menschen mit dieser gefährlichen Mischung werden immer mehr...

 

Infos und Tickets unter:

www.gernotkulis.at

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Gernot Kulis bringt mit seinem neuen Programm „Herkulis“ frischen Wind in die Kabarettszene. (© Manfred Baumann)