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People | 08.09.2016

„Mich inspiriert das Nachtleben“

Der Linzer Regisseur David Birner (32) steht nach seinem erfolgreichen Film „Der Feind des Guten“, der es 2015 bis nach Cannes geschafft hat, kurz vor der Premiere seines zweiten Films.

Unberührt“ lautet der Titel des Bergdramas, das im Jahr 1895 spielt. Der Plot: Auf einem kleinen, abgelegenen Bauernhof in den Bergen leidet ein Geschwisterpaar unter dem Tod seiner Mutter und wird seitdem vom eigenen Vater seelisch und körperlich misshandelt. Doch dann wendet sich das Blatt …

Wir haben David Birner zum Talk über Premierenangst und Zukunftspläne gebeten.

Bild Nachtleben
© Luzy Fox

David, wo hast du deine Kunst gelernt?

Seit Kindesalter schon schaue ich alle möglichen Filme. So habe ich ein Auge für visuelle Ästhetik und ein Gespür für Storys entwickelt. Der Rest kam dann einfach durch Learning-by-Doing. Es gibt nichts Wertvolleres, als auf die Schnauze zu fallen und wieder aufzustehen. Für seine Visionen einzustehen und dafür zu kämpfen.

Woher holst du dir die Ideen zu deinen Filmen?

Fast alle meine Ideen entstehen in der Tiefe der Nacht. Die Nacht hatte für mich immer mehr Kraft als der Tag. Oft bleibe ich bis 4 oder 5 Uhr auf  und schaue Filme oder höre Musik. Generell inspiriert mich einfach das ganze Nachtleben.

Die Weltpremiere deines Films „Der Feind des Guten“ fand bei den renommierten internationalen Filmfestspielen in Cannes statt. Was war das für ein Gefühl?

In Cannes zu sein ist schon ein besonderes Gefühl. Das sollte jeder junge Regisseur machen: einfach hinfahren und sich unter die Leute mischen, sein Ding machen, aufmerksam auf sich machen. Ich war im Mai dieses Jahres, diesmal ohne Film, wieder dort. Man lernt einfach irrsinnig viel!

Wann und wo wird „Unberührt“ Premiere feiern?

Das ist im Moment noch nicht ganz fix. Geplant ist derweil das K3 Filmfestival im September in Kärnten. Das wäre ideal, weil sich hier wieder der Kreis schließen würde. In Kärnten haben wir „Unberührt“ ja auch gedreht.

Wie geht es dir vor einer Premiere? Nervös?

Ja klar, positiv nervös. Es ist einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn der Saal gespannt auf deine Vision blickt. Natürlich muss man nach dem Abspann mit allem rechnen. (Lacht)

Ist schon ein nächstes Projekt in Planung? Was sind deine beruflichen Ziele und Visionen?

Generell ist noch ein kleiner Kurzfilm mit dem Titel „Snakebite“ im Sci-Fi-Genre für diesen Oktober geplant. Hier werde ich mich aber nur mehr auf Regie konzentrieren und nicht mehr überall die Strippen ziehen. Sonst arbeite ich ab September 2016 ausschließlich nur mehr an einem Projekt! Hollywood …