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People | 17.05.2016

Mein Weg zur Finanzchefin

Die Rechnung ist aufgegangen: Dank ihres Master-Studiums an der LIMAK ist Katharina Alavian zur kaufmännischen Leiterin bei Stein & Co. aufgestiegen. Im Interview ermutigt die Mutter einer 13-jährigen Tochter andere Frauen zur Weiterbildung.

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Katharina Alavian (51) aus Linz hat ihre Leidenschaft für Zahlen schon früh erkannt. (© Fotostudio Silvia/Ebelsberg)

Mit ihrer Zielstrebigkeit hat sie es weit gebracht. Konsequent ist sie die Karriereleiter nach oben geklettert, um schließlich die oberste Etage zu erreichen. Dass es sich lohnt, ein Ziel entschlossen zu verfolgen, was ihren Weg zur Führungskraft gepflastert hat, dass Steine auf dem Weg dazu da sind, um beiseite geräumt zu werden und dass ein Kind kein Karriere-Hindernis, sondern eine große Bereicherung ist, wird im Gespräch mit der Finanzchefin aus Leib und Seele deutlich.

 

Im Motivationsschreiben für Ihr Stipendium haben Sie erklärt: „Mein großes Ziel ist es, in einer Führungsposition tätig zu sein.“ Sie haben Ihr Ziel erreicht. Was ist das für ein Gefühl?

Ein tolles Gefühl! Und ich möchte es auch an alle Frauen weitergeben. Ein Studium reicht oft nicht, heutzutage sind Zusatzausbildungen ein Must-have, vor allem in meinem Bereich, der doch sehr männerdominiert ist.

 

Sie haben den MBA  in „Controlling and Performance Management“ 2014/2015 an der Austrian Business School LIMAK absolviert. Inwiefern hat Sie diese Weiterbildung auf der beruflichen Karriereleiter nach oben befördert?

Ich bin von der Rechnungswesen-Leiterin zur kaufmännischen Leiterin mit den Abteilungen Controlling, Rechnungswesen und Finance sowie zur strategischen Sparringspartnerin aufgestiegen. 

 

Sie erhielten ein Frauen-Teilstipendium in Kooperation mit dem Land Oberösterreich. Wie sah die Unterstützung konkret aus?

Ich bin schon lange um den MBA „herumgeschlichen“, der Kostenfaktor hat mich aber immer irgendwie abgehalten. Im Radio hörte ich von der Förderung durch das Land Oberösterreich. Ich habe mich spontan entschlossen, meine Bewerbung an die Limak zu mailen, wurde dann zum Hearing eingeladen und habe gewonnen. Die Förderung machte die Hälfte der Ausbildungskosten aus. Zu diesem Zeitpunkt informierte ich auch meinen Chef. Sofort kam von ihm die erfreuliche Reaktion, dass die andere Hälfte die Firma übernimmt. 

 

Nach Ihrem Studium der Betriebswirtschaft in Graz waren Sie bei verschiedenen Unternehmen im Rechnungswesen und Controlling tätig. Zahlen und Buchhaltung sind nicht jedermanns Sache. Wann wurde bei Ihnen das Interesse dafür geweckt? 

Die Leidenschaft zu den Zahlen habe ich schon sehr früh erkannt. Mein ganzes Studium war auf Rechnungswesen, Controlling und Finanzen ausgerichtet. Daran anschließend sammelte ich langjährige Erfahrungen bei Steuerberatern, darunter etwa sechs Jahre bei KPMG. Dort war es mir auch möglich, die Steuerberatungsausbildungskurse zu absolvieren. Danach nahm ich mir Zeit für ein Kind, meine Tochter Antonia ist jetzt 13 Jahre.

 

Sie haben fünf Jahre Babypause eingelegt. Mit welchem Gefühl sind Sie ins Arbeitsleben zurückgekehrt?

Mit einem sehr guten. Ich wusste meine Tochter immer gut versorgt mit Krabbelstube, Kindergarten, Babysitter und Au-pairs. Natürlich hat mich mein Mann zu jeder Zeit und so gut er konnte unterstützt, er hat auch einen sehr zeitintensiven Beruf als Oberarzt und Herzchirurg an der Kepler Universitätsklinik Linz.

 

Können Sie uns Ihren Tätigkeitsbereich und das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, kurz beschreiben? 

Wir sind Österreichs größter Natursteinimporteur, Großhändler für Natursteine und keramische Produkte, mit ca. 100 Mitarbeitern am Standort Ennsdorf und mit Niederlassung in Südbayern. 

 

Gab es Steine, die Sie während Ihrer Berufslaufbahn aus dem Weg räumen mussten?

Als Frau muss man immer „besser“ und präsenter sein als ein Mann, diese Erfahrung habe ich schon gemacht. Deswegen ist eine Spezialisierung und Zusatzqualifikation auch so wichtig. Aus diesem Grund schreibe ich seit etwa einem Jahr an meiner Dissertation an der Universität Graz.

 

Als Mutter einer Tochter sind Sie nicht nur beruflich gefordert. Wie gelingt Ihnen der Spagat zwischen Familie und Job?

Der gelingt nur, wenn man von zu Hause auch die notwendige Unterstützung bekommt. Mein Mann und meine Tochter stehen immer hinter mir. Antonia geht in eine Ganztagsschule und mein Mann unternimmt mit ihr etwas, wann immer es geht, das heißt ich bringe Antonia zur Schule und er holt sie ab. 

 

Sind Sie auch zuhause die Chefin der Finanzen?

Auf jeden Fall (lacht).

 

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Wann immer es geht, verbringen wir unsere Freizeit als Familie, machen sportliche Aktivitäten und reisen sehr viel.


Führungskräfteentwicklung, die den Blickwinkel verändert und Karrieren neue Perspektiven eröffnet – genau das bietet die LIMAK Austrian Business School seit mehr als 25 Jahren. Als das Kompetenzzentrum für Führungskräfteentwicklung in Österreich konnte die LIMAK bisher über 8.700 Führungskräfte und gut 780 MBA- und Master-Absolvent/innen für sich begeistern.

 

Kontakt:

Mag. Daniela Niedermair 

(Programmberatung)

E-Mail: [email protected]

www.limak.at