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People | 19.07.2021

„Mehr als ich mir je erträumt hätte…“

Authenthisch, frech und gefühlvoll: Mit ihren poppigen Songs sorgt Sängerin Neiyla für frischen Wind am oberösterreichischen Musikhimmel. Wir sprachen mit der sympathischen Linzerin über ihre neue Single „50/50“.

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© Fabian Zebenholzer

Nach unzähligen Gesangsstunden und mit vielen Songideen in der Tasche entschloss sich Neiyla bereits mit 16 Jahren, ihren Traum, Sängerin zu werden, selbst in die Hand zu nehmen. Sie organisierte Konzerte und sang sich mit viel Engagement und Talent bis nach Edinburgh und London. Die Songs der 22-jährigen Linzerin sind mittlerweile in den nationalen Radiosendern zu hören und auch bei TV-Auftritten konnte sich die passionierte Sängerin schon beweisen. Mit ihrer neuen Single „50/50“ im Ohr baten wir die Pop- und RnB-Sängerin zum Interview. 

 

Neiyla, im Juni ist die neue Single „50/50“ auf den Markt gekommen. Worum geht es in dem Song? In diesem Song geht es um jemanden, der gegensätzlich oder gar widersprüchlich ist. Jemand, der alles verkörpert, was man liebt, aber auch alles, das man einfach nicht ausstehen kann. Also um jemanden, der eben 50/50 ist und man überlegt, ob man bei dieser Person bleiben soll oder ob es einen verrückt macht. Diese Geschichte und Gefühle haben wir in einen poppigen und positiven Song verpackt. 

 

Im Musikvideo geht es heiß her, da tanzen Sie mit dem brasilianischen Tänzer und Choreografen Edward Nunes in einer Bar. Wie haben Sie die Dreharbeiten erlebt?  
Ich habe die Dreharbeiten extrem genossen und war richtig traurig, weil sie so schnell wieder vorbei waren. Ich habe vorher noch nie getanzt und es war wirklich toll, wieder einmal etwas Neues auszuprobieren. Edward ist ein guter Freund und wir haben uns aufgrund der Pandemie zwei Jahre nicht gesehen. Daher habe ich mich umso mehr auf den Dreh gefreut. 

 

Tanzend in einer Bar – das haben wir lange nicht mehr gesehen. Haben Sie sich bewusst für so ein Setting entschieden? 
Die Idee kam, als klar wurde, dass wir für die Choreografie Tische und Stühle brauchen. Das Linzer Mezzanin hat sich als Location perfekt angeboten, denn die Bar passt perfekt zu der verspielten und verruchten Stimmung, die wir erzeugen wollten. 

 

Wie man sieht, haben Sie die Coronapandemie kreativ genutzt. Wie erging es Ihnen in dieser herausfordernden Zeit als Sängerin?  
Es waren durchaus schwierige Zeiten. Das Leben hat sich komplett verändert und zwischendurch hatte auch ich ein Gefühl der Perspektivenlosigkeit. Diese Leere konnte ich Gott sei Dank positiv nutzen und entschloss mich mitten in der Pandemie, erstmals meine eigenen Songs zu veröffentlichen. Auch die neue Single „50/50“ entstand in dieser Zeit. 

 

Sie schreiben Ihre Musik selbst. Verarbeiten Sie in den Songs eigene Erlebnisse und Gefühle? 
Meine Songs sind immer von eigenen Erfahrungen inspiriert, wenn nicht sogar autobiografisch. Ich schreibe mir gerne alles von der Seele und bleibe da auch immer sehr persönlich. Es wäre für mich viel schwieriger, über etwas zu schreiben, was mich persönlich nicht berührt. 

 

Sie haben bereits mit 16 Jahren begonnen, eigene Konzerte zu organisieren und sind damit weit gekommen. Was sind die Highlights Ihrer bisherigen Karriere? 
Für mich war das absolute Highlight, dass meine Musik im Radio gespielt wurde. Aber auch das Konzert im Hampstead Jazz Club in London war unvergesslich. Diese Erlebnisse sind noch immer völlig surreal für mich und ich hätte nie geglaubt, dass sich diese Träume einmal erfüllen werden. 

 

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© Florian Purkarthofer

Ohne Label und Vertrag erscheint mit „50/50“ jetzt bereits Ihre dritte Single. Wieso haben Sie sich dazu entschieden, Ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen? 
Einerseits wollte ich einfach nicht darauf warten, dass jemand kommt und meine Träume für mich erfüllt. Andererseits hat mich auch die Herausforderung gereizt, diesen Weg in die eigene Hand  zu nehmen. Natürlich kann ich mir trotzdem vorstellen, in Zukunft mit einem Label zusammenzuarbeiten. Zu Beginn meiner Karriere war es mir aber wichtig, meine Laufbahn so zu gestalten, wie es sich für mich richtig anfühlt. Das war natürlich nicht immer leicht, aber ich habe wirklich viel daraus gelernt. 

Dieser Weg ist gelungen, denn Ihre Musik lief bereits auf Hitradio Ö3 oder Life Radio. Wie geht es einem dabei, die eigenen Songs im Radio zu hören?
Ich war wirklich aufgeregt, als ich zum ersten Mal erfuhr, dass einer meiner Songs im Radio laufen wird. Es war ein unglaublich schönes und surreales Gefühl. 

Welche Ziele möchten Sie in Zukunft noch erreichen? 
Ich habe bemerkt, dass ich mir zuvor viel zu niedrige Ziele gesetzt und mich damit in meinen Möglichkeiten eingeschränkt habe. Mein neues Ziel ist es daher, dass ich immer über mich hinauswachsen möchte und toppe, was ich zuvor gemacht habe. Nach oben ist daher alles möglich (lacht). 

Was möchten Sie anderen Frauen weitergeben? 
Kurz gesagt: Sich einfach trauen und aufs eigene Bauchgefühl hören. Man findet immer 1.000 Gründe, warum etwas nicht geht. Aber damit leben zu müssen, dass man etwas nie probiert hat, ist viel schlimmer. Daher rate ich allen dazu, es einfach zu machen. Mit diesem Gedanken habe ich viel mehr geschafft, als ich mir je erträumt hätte. 

 

Musik-Tipp

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Mit ihrer neuen Single „50/50“ sorgt Neiyla seit 11. Juni für poppige RnB-Sounds. www.neiyla.com