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People | 09.02.2021

Managerin des Jahres 2020

„Immer wenn es am schwierigsten in meinem Leben ist, bin ich am meisten motiviert“, fasst Melanie Hofinger ihre Lebensphilosophie zusammen.

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© Eric Krügl

Die 27-Jährige ist seit Herbst 2018 Geschäftsführerin der Buch- und Kunsthandlung Veritas by Hofinger. Ihre Managementqualitäten beweist die Linzerin nicht nur im Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch in der Gestaltung ihrer Buchhandlungen: modern und vor allem kundenorientiert. Die Auszeichnung zur „Managerin des Jahrs 2020“ ist für die Linzerin von besonderer Bedeutung, wie sie im Interview verrät.

Frau Hofinger, Sie haben 2020 die Auszeichnung „Managerin des Jahres 2020“ erhalten. Was bedeutet sie für Sie?

Melanie Hofinger: Diese Auszeichnung ist für mich von besonderer Bedeutung – nicht nur für mich selbst, auch für Buchhandlungen und Frauen generell. Gerade als 27-Jährige motiviert einen das zusätzlich. Es zeigt, dass man als junge Frau wahrgenommen wird. Nach wie vor ist in der Wahrnehmung von weiblichen und männlichen Führungskräften ein Unterschied vorhanden. Durch solche Auszeichnungen werden die Leistungen von Frauen sichtbar gemacht und ein Umdenken bei jenen, die Frauen noch gerne unterschätzen, angeregt. Ebenfalls ist die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung von Buchhandlungen dadurch spürbar, schließlich sind Bücher auch ein Schlüssel zur Bildung.

 

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„Nur wenn es den Mitarbeitern gut geht, geht es auch dem Unternehmen gut“, lautet die Devise von Melanie Hofinger. ( © Eric Krügl )

Ihre Karriere bei Veritas, war das alles geplant?

Geplant war das nicht. Ich habe anfangs  Jus studiert, wollte dann aber etwas ganz anderes machen. Also habe ich mich dazu entschieden, bei IKEA in der Gas-
tronomie durchzustarten. Für meine Oma war das ein kleiner Schock, schließlich haben fast alle ihre Enkelkinder studiert. Nach ungefähr fünf Jahren wollte ich mich verändern und bewarb mich unter anderem bei Veritas als Verkaufsleiterin. Meine Oma war gleich begeistert, sie kannte die Buch- und Kunsthandlung, da sie selbst immer dort einkauft. Und so fiel die Entscheidung dann auf Veritas. 2018 bekam ich während eines Urlaubes dann den Anruf, dass wir zusperren müssen. Ich war sehr deprimiert und habe angefangen, zu recherchieren. Natürlich habe ich auch meine Freunde und meinen Vater um Rat gefragt. Danach stand mein Entschluss fest: Ich wollte die Buchhandlung kaufen. Von da an führten wir die Verhandlungsgespräche.

Wie gehen Sie mit der derzeitigen Situation um? 

Die Lockdowns sind momentan sicher die größte Herausforderung. Es hat sich vieles auf den Versandhandel verschoben, da ist es schwierig, mit den Großen in unserer Branche mitzuhalten. Wir haben aber auch aus den ersten beiden Lockdowns gelernt, wir haben Gruppen und Teams gebildet und noch enger – natürlich mit Abstand – zusammen gearbeitet als bisher. Das hat uns alle motiviert und die Erfolge sprechen für sich. Als Führungskraft ist man hier besonders gefordert und ich habe allen sofort Masken oder auch Testkits zur Verfügung gestellt. Man muss schauen, dass es allen gut geht. Denn: Nur wenn es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut geht, kann es dem Unternehmen gut gehen.

Wie würden Sie sich und Ihren Führungsstil beschreiben?

Ich verfolge eine flache Hierarchie, wir pflegen in meinem Unternehmen die „DU-Kultur“. Das spiegelt sich auch in meinem Führungsstil wider. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter wird mit seinen individuellen Fähigkeiten eingesetzt und ich versuche, die Stärken von allen weiter zu stärken, als die Schwächen in eine Stärke umzuwandeln.  Als Führungskraft gebe ich auch allen eine Stimme, um mitzuentscheiden und gemeinsam umzugestalten. Ich hole sie ins Boot. Ein Geheimnis hinter meinem Führungsstil oder meinem Erfolg gibt es nicht, ich bin einfach so, wie ich bin.

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Modern und kundenorientiert. Mit Freude nahm Melanie Hofinger von WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und VKB-Bank Generaldirektor Christoph Wurm ihre Auszeichnung entgegen. ( © Eric Krügl )

Erfolgreiche Frauen sichtbar machen:

„Managerin des Jahres“

Aus Tradition und gelebten Werten heraus sowie dem Verständnis für menschliches und persönliches Banking in und für Oberösterreich setzt die VKB-Bank mit der Wahl der „Managerin des Jahres“ ein starkes Zeichen für Frauen, ihre Unabhängigkeit und ihre Selbstbestimmtheit. 

Die Auszeichnung wurde 1998 von der VKB-Bank ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre vergeben.

Die „Managerin des Jahres“ steht für Weitblick, Gestaltungskraft und verkörpert mit Herz und Verstand Werte wie Verantwortung, Nachhaltigkeit und Innovation.