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People | 02.12.2019

"Ich stehe gern im Mittelpunkt"

Sie ist 22 Jahre jung, bildhübsch und äußerst fotogen, was wir beim Covershooting für die Oberösterreicherin eindeutig feststellen konnten. Die Rede ist von Studentin und Model Franziska Rührlinger.

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Einmal Prinzessin sein: Franziska in einem Traumkleid in Gelb aus Tüll und Spitze von „Hänsel & Gretel“ um € 799. (© Sarah Katharina)

Als Tochter von Braut- und Festtagsmoden-Expertin Christine Rührlinger, der Chefin von „Hänsel & Gretel“ in Gunskirchen, ist Franziska mit schönen Kleidern aufgewachsen und hat die Mama auch oft ins Geschäft begleitet. Heute studiert „Franzi“, wie sie von Familie und Freunden genannt wird, Psychologie in Innsbruck und arbeitet nebenbei auch immer wieder als Model. Für unser Covershooting bei Hippmann Treffpunkt Tanz in Wels schlüpfte die ehemalige Turniertänzerin in tolle Outfits von „Hänsel & Gretel“.  Im Interview erzählt Franziska Rührlinger, was sie aus Fehlentscheidungen gelernt hat, warum es sie zum Studieren ausgerechnet nach Tirol gezogen hat und sie verrät, wovon sie träumt. 

 

Seit wann studieren Sie Psychologie und warum haben Sie dieses Studienfach gewählt?

Franziska Rührlinger: Ich habe 2016 mit dem Studium begonnen und im Sommer 2019 meinen Bachelor abgeschlossen. Derzeit bin ich im ersten Master-Semester. Psychologie hat mich immer schon interessiert. Davor habe ich zwei Semester Architektur studiert, aber relativ schnell gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich war. Anfangs wollte ich das Architektur-Studium auf jeden Fall abschließen, rückblickend war das aber die komplett falsche Einstellung. Für mich war dieser Studienabbruch damals ein riesengroßes Drama. Zum Glück haben es meine Eltern ganz locker genommen und mich zum Wechseln motiviert. Das war unglaublich wichtig für mich, weil es mir gezeigt hat, dass man aus Fehlentscheidungen lernen soll. Das Psychologiestudium passt viel besser zu mir. Nahezu alle Lerninhalte interessieren mich und die Praktika sind extrem interessant. Zudem bietet es viele berufliche Möglichkeiten.

 

Sie studieren in Innsbruck. Warum fiel die Entscheidung auf Innsbruck?

Das hat sich irgendwie ergeben. Zum einen wollte ich nicht nach Wien, weil ich kein Großstadtmensch bin. Ich mag Wien – aber nur für ein paar Tage. Dort zu leben wäre mir einfach zu laut, zu hektisch und zu viel. Dann blieben noch Graz, Linz und Innsbruck übrig. Linz war nie ein Thema, weil ich einfach einmal weg von zu Hause und auf eigenen Beinen stehen wollte. Da mein Bruder in Graz studiert, gab es auch die Option, nach Graz zu gehen und mit ihm eine Wohnung zu teilen. Mein Bruder und ich verstehen uns super und ich liebe ihn heiß, aber das war für uns beide nicht die optimale Lösung  :-). Also entschied ich mich für Innsbruck. Anfangs wohnte ich im Studentenheim und habe meine Familie sehr vermisst. Aber der Schritt, nach Innsbruck zu gehen, war wichtig für mich, ich wollte mein eigenes Ding machen.

 

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Neben dem Studium steht Franziska auch immer wieder als Model vor der Kamera. Auf dem Foto trägt sie ein Kleid in Rosa mit zartem Glittereffekt von Talbot Runhof um € 1.198. (© Sarah Katharina)

Wie oft kommen Sie heim nach Oberösterreich?

Grundsätzlich komme ich mindestens einmal pro Monat heim. Wenn Geburtstage oder besondere Veranstaltungen anstehen, kann es auch öfter sein. Da mir meine Familie sehr wichtig ist und ich auch meine Großeltern und meine Urli-Oma, die heuer 100 Jahre alt geworden ist, so oft wie möglich sehen möchte, versuche ich regelmäßig heimzukommen.

 

Ihre Oma Erika Baudisch hat „Hänsel & Gretel“ gegründet, Ihre Mama Christine führt das Geschäft sehr erfolgreich weiter. Sind Sie auch teilweise im Unternehmen tätig und können Sie sich vorstellen, es einmal weiterzuführen?

Es ist bewundernswert, was meine Oma und meine Mama auf die Beine gestellt haben. Ich bin sehr stolz auf sie. Ich habe meine Mama im Social Media-Bereich unterstützt, aber es war mir neben dem Studium einfach zu aufwendig. Ich möchte nicht ständig am Handy hängen, um Bilder zu bearbeiten und Postings zu planen. Ob ich das Geschäft einmal übernehmen werde, kann ich im Moment nicht sagen. Sicher haben wir schon darüber gesprochen und mein Bruder und ich haben beide Studiengänge gewählt, die dem Unternehmen dienen könnten. Mal schauen, was sich ergibt.

 

Wie war Ihr Aufwachsen? Waren Sie als Kind oft mit im Geschäft?

Meine Kindheit war super! Ich habe meine Mama oft ins Geschäft begleitet, das Schönste war, dass mich alle Mitarbeiterinnen kannten. Eine Mitarbeiterin hat mir zum Beispiel gezeigt, wie man „Papierschifferl“ faltet, daran kann ich mich gut erinnern. Es ist schön, dass mich langjährige Mitarbeiterinnen aufwachsen gesehen haben und ich merke immer wieder, wie sie sich freuen, wenn ich im Geschäft vorbeikomme.

 

Sie arbeiten neben dem Studium auch als Model. Was gefällt Ihnen daran?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe. Ich schätze, das habe ich von meiner Mama (lacht). Als Model arbeite ich hauptsächlich bei Shows und auf Messen. Es ist ganz schön anstrengend, aber es macht mir viel Spaß und es lässt sich super mit meinem Studium vereinbaren, weil ich flexibel entscheiden kann, welche Jobs ich annehme. Als Model kann man in verschiedene Rollen schlüpfen und das mag ich gern. Abgesehen vom aktuellen Cover auf der OBERÖSTERREICHERIN war ich vor zwei Jahren auf dem Cover der TIROLERIN zu sehen. Am häufigsten arbeite ich natürlich für „Hänsel & Gretel“. 

 

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?

Ich liebe Musik, singe und tanze gerne. Wenn man in Innsbruck lebt, gehört natürlich das Wandern dazu. Mein Freund und ich gehen sehr gerne gemeinsam wandern und sind stolz auf jeden neu bestiegenen Gipfel. Generell mache ich gerne Sport. Es gefällt mir, stark zu sein und mich fit zu fühlen. Sport ist auch der beste Ausgleich nach einem langen Tag auf der Uni oder wenn ich schlechte Laune habe.

 

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Die Psychologie-Studentin mag es gerne leger. Franziska in einem Glitzer- Overall von „Barbara Schwarzer“ um € 389. (© Sarah Katharina)

Wie würden Sie Ihren Modestil beschreiben?

Casual! Ich ziehe an, worauf ich Lust habe, meistens Jeans und Shirt mit Pulli oder Wollweste. Meine Kleidung kaufe ich nicht nach irgendwelchen Trendvorschriften, in erster Linie muss sie mir gefallen. Generell setze ich meinen Fokus auf Funktionalität – jetzt, wo es kälter wird, greife ich zum warmen Stirnband, zu Haube und Schal und entscheide je nach Temperatur, was ich brauche. Ich genieße es aber auch, mich ab und zu so richtig schick zu machen, da muss dann alles aufeinander abgestimmt sein.

Sie können in Sachen schöne Kleider aus dem Vollen schöpfen. Gibt es ein Lieblingskleid?

Das ist eine gemeine Frage. (lachtJedes Kleid ist anders und ich liebe es besonders, einzigartige Kleider zu tragen. Aber ich habe tatsächlich ein Lieblingskleid: ein trägerloses, schwarzes Ballkleid mit bunten Blumendrucken darauf von Isabel Sanchis. Obwohl das Kleid vom Material her sehr leicht ist, wirkt es pompös. Ich freue mich immer, wenn ich neue Kleider bekomme, finde es allerdings schade, wenn manche Kleider nur einmal getragen werden. Darum ziehe ich meine Kleider immer wieder an.

 

Sie waren als Turniertänzerin erfolgreich und haben auch bei Bewerben mitgemacht. Warum haben Sie damit aufgehört?

Ich habe vor vier Jahren, als ich nach Innsbruck gegangen bin, mit dem Turniertanzen aufgehört, weil mein damaliger Tanzpartner in Oberösterreich studiert hat. In Innsbruck habe ich es mit Probetrainings versucht, aber keinen passenden Tanzpartner gefunden, also habe ich beschlossen, es bleiben zu lassen. Vor einem Monat habe ich mit Hip-Hop begonnen, weil mir das Tanzen an sich so gefehlt hat. Ich genieße es wieder sehr!

 

Wovon träumen Sie? Wo würden Sie in fünf Jahren beruflich und privat gerne sein?

Ich träume von einer eigenen Familie mit meinem Freund Muris und einem Hund. Den wünsche ich mir schon, seitdem ich denken kann. Da ich erst am Beginn des Masterstudiums bin und nach dem Studium noch zusätzliche Ausbildungen absolvieren muss, wünsche ich mir, in fünf Jahren alle Ausbildungen abgeschlossen zu haben. Mein Ziel ist, einmal selbstständig arbeiten zu können, am liebsten im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie.

 

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Franziska in einem cremefarbenen Kleid der jungen und aufstrebenden rumänischen Designerin Joana Danciu um € 299. (© Sarah Katharina)

In Kürze:

Glücklich machen mich ... meine Familie und mein Freund Muris.

Niemals vergessen werde ich ... meine erste Reise ganz alleine.

Schwach werde ich bei ... Hunden und Süßigkeiten.

Mein Lebensmotto ... „Alles passiert aus einem bestimmten Grund!“