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People | 14.06.2017

"Ich sehe in jedem das Positive"

Philipp Rafetseder ist als „Mister Austria“ offiziell der schönste Mann des Landes. Wir haben mit dem feschen Linzer über gutes Aussehen und seine große Leidenschaft für Musik gesprochen – und was eine Frau haben muss, um sein Interesse zu wecken...

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© Kerstin Fuchsjäger

Er ist dunkelhaarig, stattliche 1,85 Meter groß, durchtrainiert und im Moment offiziell der schönste Mann Österreichs: Philipp Rafetseder (20) aus Linz wurde im November zum „Mister Austria“ gekürt. Als wir ihn zum Interview treffen, wartet er bereits vor dem Café. „Ich bin meistens überpünktlich“, sagt er und fügt mit einem breiten Grinsen hinzu: „Eine schlechte Angewohnheit!“ 

 

Sie wurden vergangenen November zum schönsten Mann Österreichs gewählt. Was hat sich seitdem für Sie verändert?

Was meine Einstellung und meinen Alltag betrifft, hat sich nicht so viel verändert. Allerdings hat sich durch den Titel „Mister Austria“ mein Charakter weiter entwickelt und geformt. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich sehr viele interessante Menschen kennengelernt und bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen sehr viele Erfahrungen gesammelt habe, die prägen. Ich habe auch viele Kontakte geknüpft, was ohne den Titel nicht möglich gewesen wäre.

 

Gibt es ein Highlight in dieser Zeit, an das Sie sich besonders gern erinnern?

Das ist definitiv der Opernball, den ich gemeinsam mit Dragana Stankovic, der amtierenden Miss Austria, eröffnen durfte. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das dermaßen taugen würde. Vor allem weil die wochenlangen Proben für mich als Nicht-Tänzer extrem intensiv und anstrengend waren. Aber der Moment, als wir dann einmarschiert sind, war ein unglaubliches Gefühl. Da stockt einem der Atem.

 

Und wie lebt es sich grundsätzlich als schönster Mann des Landes?

(lacht) Sehr gut, wobei ich mich nicht besser sehe als andere Menschen. Natürlich bin ich stolz auf mich und freue mich, dass mir der Titel so viele Türen geöffnet hat, aber ich bin deswegen kein anderer Mensch geworden. Was mir in dieser Zeit allerdings bewusst geworden ist, ist, dass ich auch ruhig, nachdenklich und sehr gefühlvoll sein kann. Das schätze ich erst jetzt an mir. Davor hätte ich es eher zu meinen Schwächen gezählt.

 

Werden Sie auf der Straße auch mal erkannt und angesprochen?

Auf der Straße weniger, beim Weggehen passiert es immer wieder, dass mich andere erkennen und ansprechen. Und so lange es nicht zu viel wird – etwa wenn ich mit Freunden unterwegs bin –, freue ich mich darüber.

 

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Aussehen?

Mir persönlich ist es sehr wichtig, sonst hätte ich vermutlich auch nicht bei der Mister-Wahl mitgemacht. Wobei es eigentlich nicht das Aussehen an sich ist, das ist ja sehr relativ. Es geht viel mehr um ein gepflegtes Auftreten. Ich finde, das macht attraktiv.

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© Kerstin Fuchsjäger

Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie eitel sind Sie?

(lacht und überlegt) Neun, würde ich mal sagen. Ich treibe regelmäßig Sport, um meinen Körper in Form zu halten. Meine Frisur ist mir wichtig und dass ich gut rasiert bin, also die Konturen meines Bartes passen. Ansonsten brauche ich am Morgen maximal fünf bis zehn Minuten im Bad.

 

Schönheit und gutes Aussehen sind zum einen subjektiv, zum anderen vergänglich. Was sind Ihre wichtigsten Charaktereigenschaften, die Sie auszeichnen?

Ich habe ein gesundes Selbstvertrauen und bin stolz auf mich, wobei ich mich nicht über andere stellen möchte. Im Gegenteil: Ich versuche, in jedem Menschen etwas Positives zu sehen. Und ich denke, das zeichnet mich aus.

 

Sie studieren Wirtschaftswissenschaften. Haben Sie schon eine Vorstellung, in welche Richtung es beruflich mal gehen soll?

Das Studium habe ich seit der Wahl  etwas hintangestellt, wobei ich mir einen klassischen Bürojob im Moment ohnehin nicht vorstellen kann. Durch den Titel konnte ich in die Modelbranche schnuppern, und das macht mir richtig viel Spaß. Nicht nur das Posieren vor der Kamera, sondern das ganze Drumherum. Das Arbeiten mit den Fotografen, die für mich Künstler sind, ist großartig. Und je mehr Spaß man an dem Job hat, umso besser macht man ihn ja auch. Wobei mein eigentlicher Berufstraum Musiker wäre...

 

Seit wann machen Sie Musik?

Ich spiele seit Jahren gemeinsam mit meinem Vater bei den verschiedensten Anlässen, wie zum Beispiel Hochzeiten. Ich habe Klavier gelernt, das Gitarrespielen habe ich mir selbst beigebracht. Mein Fokus ist bisher immer mehr auf den Instrumenten gelegen. Das wird sich jetzt etwas ändern, da mich eine Band als Sänger und Frontmann möchte. Das ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Da ich keine Gesangsausbildung habe, werde ich mich jetzt verstärkt meiner Stimme widmen.

 

Welche Musik machen Sie am liebsten?

Musikalisch taugt mir wirklich alles. Ich spiele und singe alles gern. Und wenn es passt, höre ich mir am Sonntagvormittag auf Radio Oberösterreich auch den Frühschoppen an (schmunzelt). Besonders zu Hause fühle ich mich im Austropop. Da würde ich mich gern weiter festigen. Nicht umsonst ist Rainhard Fendrich schon immer mein Vorbild.

 

Schreiben Sie auch selbst Lieder?

Ja, ich versuche es, allerdings habe ich noch nichts aufgenommen. Dafür möchte ich lieber noch Erfahrungen sammeln. So etwas bleibt dann ja für immer, und da bin ich lieber vorsichtig.

 

Als Sie zum Mister Austria gewählt wurden, waren Sie Single. Hat in der Zwischenzeit eine Dame Ihr Herz erobern können?

Ja, es gibt jetzt tatsächlich eine Frau in meinem Leben, aber dazu möchte ich nicht mehr sagen, außer dass ich sehr glücklich bin.

 

Und was muss eine Frau grundsätzlich haben, um Ihr Interesse zu wecken?

Das Gesamtbild und der erste Eindruck müssen stimmen. Wenn man sich kennenlernt, ist es wichtig, dass man ein gutes Gespräch führen kann und sie sich nicht verstellt. Ich mag es nicht, wenn eine Frau sich anders darstellt, als sie ist.