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People | 24.10.2017

„Ich schöpfe aus einem Wissenspool“

Hineingewachsen: Als Petra Haudum vor sieben Jahren ihre LIMAK-Masterthesis über „nuapua“ zu verfassen begann, ahnte sie noch nicht, dass sie das oberösterreichische Start-up eines Tages als Managing Director leiten würde.

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© nuapua

Hinter „nuapua“ steht ein neunköpfiges Team, verbunden durch die Motivation, die Antriebskraft und den unbändigen Willen, mit einem innovativen Produkt ein Stück Freude in die Welt zu bringen. Allen voran treibt die ehemalige Marketingmanagerin von adidas eyewear, Petra Haudum, seit drei Jahren als Managing Director das Start-up-Unternehmen „nuapua“ mit Kreativität und voller Elan voran. Aus welchem Wissens-Pool die gesundheitsaffine Linzerin schöpft und welche Vision sie verfolgt, darüber plaudert die einstige Fitnesstrainerin und Bowen-Praktizierende (Anm.: eine alternative Heilmethode) im Interview.

 

Welche Idee steckt in „nuapua“?

Vielen ist Wasser zu eintönig, weshalb sie entweder zu wenig trinken oder zu zuckerhaltigen Getränken greifen. Zu wenig trinken mindert das Wohlbefinden, verschlechtert die Leistungsfähigkeit und lässt unsere Haut schneller altern. Gestaltet man seinen Trinkalltag abwechslungsreicher, trinkt man lieber und mehr. „nuapua“ ist ein nachhaltiges Trinksystem bestehend aus einer wiederbefüllbaren Trinkflasche und kleinen Flavorkapseln. Diese geben dem Wasser einen zarten Geschmack auf natürlicher Basis, ohne Zucker, Zuckerersatz oder irgendwelche andere synthetische Zusatzstoffe.

 

Wie kam es zur Gründung des Start-ups?

Die Initialzündung zu „nuapua“ kam von Designer Gerhard Fuchs (Anm:  ist u.a. auch für die Linzer Brillenmarken Silhouette und adidas eyewear tätig). Nachdem die Suche nach einer mobilen Alternative zu den in Wasser eingelegten Früchten – wie er es zu Hause gerne trank – erfolglos blieb, machte er sich mit drei Freunden 2010 daran, die Idee des völlig ungesüßten Trinkens weiter zu verfolgen. Auch suchten sie nach einer Lösung, um Einwegflaschen zu vermeiden und so PET-Müll zu reduzieren. Für eine derartige Innovation brauchte es gleich zu Beginn neben den technischen Machbarkeitsstudien eine Potentialabschätzung. An diesem Punkt stieß ich zum Team und konnte im Rahmen meiner LIMAK Masterthesis Näheres über Zielgruppe und Markt herausfinden.

 

2014 übernahmen Sie dann das Ruder als Geschäftsführerin. Haben Sie sich die Rolle als Chefin so vorgestellt?

Nein, denn ein Gründungsumfeld war mir gänzlich neu, und der Alltag unterscheidet sich doch deutlich von jenem in einem großen Betrieb. Anfangs hatte ich lediglich Freunde bei ihrem Projekt unterstützt. Im Laufe der Zeit wurde die Verantwortung immer mehr in meine Hände gelegt.  Dieses Vertrauen freut mich natürlich, und ich liebe meinen Job. Aber ein Start-up-Unternehmen zu führen, in dem es wichtig ist, rasch zum Erfolg zu kommen, ist eine große Verantwortung.

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Auf den Geschmack gekommen: Petra Haudum, Managing Director von „nuapua“ Natural Flavor Systems mit Sitz in Kremsmünster. (©: nuapua)

Welche Vision haben Sie?

Wir möchten mit „nuapua“ nicht nur ein Stück Genuss in die Welt zaubern, sondern sie auch ein klein wenig besser machen. Studien besagen, dass bis 2050 ein Drittel der Weltbevölkerung an Diabetes erkranken wird. Aufklärung und das Angebot von Alternativen ist hier besonders wichtig.

 

Mit welchem großen Projekt beschäftigen Sie sich gerade?

Unser großes Projekt lautet: Wachstum. Mittlerweile haben wir 100 Händler in Österreich, die „nuapua“ führen. Jetzt geht die Reise über die österreichischen Grenzen hinaus.

 

In Ihrem MBA-Studium an der LIMAK lag der Fokus darauf, Kreativität als Kernkompetenz zu nutzen und Kreativprozesse strategisch zu managen. Inwieweit gelingt Ihnen das jetzt?
In unserem dynamischen Umfeld haben Neues, Ideen und Kreativität stets ihren Platz. Wir sind ein kleines Team ohne Angst vor Veränderung. Das macht die Sache deutlich einfacher.

 

Der Erwerb von Leadership-Kompetenzen, Expertenaustausch, Wissensvermittlung in Marketing, Produktmanagement, Kommunikation und PR bis hin zu Werbung und Innovation – von welchen Tools Ihres MBA-Studiums an der LIMAK profitieren Sie am meisten?

Es ist genau der Mix, der es ausmacht. Gelerntes wird in einer Art „innerem Wissenspool“ gespeichert, aus dem man immer wieder aufs Neue schöpft und Erfahrungen und theoretisches Wissen ständig neu kombiniert.

 

Welche Eigenschaften helfen Ihnen im Business?

Als junges Unternehmen begegnen uns beinahe täglich Aufgaben, denen wir uns zum ersten Mal stellen müssen. Dabei ist es ganz hilfreich, ein guter Allrounder mit Ausdauer zu sein und nie den Glauben daran zu verlieren, dass man seine Ziele erreichen kann, auch wenn sich der Weg bis dahin x-mal ändert.

 

Ihr Motto?

Es gibt immer einen Weg.


INFO:

Führungskräfteentwicklung, die den Blickwinkel verändert und Karrieren neue Perspektiven eröffnet – genau das bietet die LIMAK Austrian Business School seit mehr als 25 Jahren. Als das Kompetenzzentrum für Führungskräfteentwicklung in Österreich konnte die LIMAK bisher über 9.800 Führungskräfte und gut 842 MBA- und Master-AbsolventInnen für sich begeistern.

KONTAKT:

Mag. Daniela Niedermair (Programmberatung)

E-Mail: [email protected]

www.limak.at