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People | 12.05.2015

Ich musste wieder von vorne anfangen

Nach zwölf Jahren im Ausland ist Schauspielerin Susanne Gschwendtner wieder in Österreich. Den Durchbruch hatte die gebürtige Vöcklabruckerin 2013 als Königin Ralia in der amerikanischen Serie „The Quest“. Anfang des Jahres stand sie in Windhaag bei Freistadt mit Josef Hader und Maria Hofstätter für den ORF-Landkrimi „Der Tote am Teich“ vor der Kamera.

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"Meine erste große Produktion war eine Hauptrolle in einem Zombie-Actionfilm." (© Heli Mayr)

Wir treffen Susanne Gschwendtner im neuen Star Movie in Wels. Die 33-jährige Oberösterreicherin hat viel zu erzählen. Mit 19 Jahren ging sie nach London, wo sie ihren Schauspiel-Bachelor an der EAST 15 Acting School in London absolvierte. Nach zwölf Jahren im Ausland kehrte sie 2011 nach Wien zurück und greift auf einen großen Erfahrungsschatz im internationalen Schauspiel zurück. Dieser reicht von Theater, Kinofilm, TV-Serie bis hin zur Musikproduktion. Susanne Gschwendtner ist in Altlenzing auf einem Bauernhof mit einer Schwester und zwei Brüdern aufgewachsen. Ihre oberösterreichischen Wurzeln hat die attraktive Brünette nicht vergessen. Beim Fotoshooting mit Heli Mayr beweist sie absolutes Kameragefühl und viel Humor. Für das Team von LT1, das unser Shooting begleitet hat, springt sie kurzfristig als Moderatorin ein. Im Sommer ist Susanne Gschwendtner anlässlich des Laxemburger Kultursommers im Stück „Ewig Jung“ zu sehen.

 

Wann war Ihnen klar, dass Sie Schauspielerin werden wollen?

Meine Volksschulkolleginnen erzählten mir vor Kurzem, dass ich anscheinend schon immer gesagt habe, dass ich Schauspielerin werden möchte. Und ja, ich hatte diesen Berufswunsch schon immer, habe es mir aber nie so richtig zugetraut. Wenn ich als Oberösterreicherin nach Wien ans Raimund Seminar gegangen wäre und man hätte mich gefragt: „Was wollen Sie denn hier, Frau Gschwendtner!“, dann hätte mich das so fertig gemacht, dass ich mir das nie wieder zugetraut hätte. Daher wollte ich in eine Großstadt, in der mich niemand kennt. 

 

War das der Grund, die Schauspielausbildung an der EAST 15 Acting School in London zu machen?

Nicht direkt. Ich habe in Vöcklabruck maturiert und bin dann für ein Jahr nach Frankreich gegangen. Dort habe ich den Europäischen Freiwilligendienst gemacht und mein Französisch verbessert. Während dieser Zeit habe ich in Polen bei einer Regisseurin und Schauspielerin einen Schauspielworkshop gemacht. Sie war die erste, die gesagt hat, dass ich Talent habe und eine Schauspielausbildung machen soll. Sie hat mir geraten, nach England zu gehen. Mit 19 Jahren bin ich nach London gegangen und habe die Aufnahmeprüfung für die EAST 15 Acting School gemacht. Ein dreiviertel Jahr später bin ich auf diese Schauspielschule gegangen. Dazwischen habe ich in einem Büro gearbeitet. 

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"Meine Volksschulkolleginnen erzählten mir vor Kurzem, dass ich anscheinend schon immer gesagt habe, dass ich Schauspielerin werden möchte." (© Heli Mayr)

Wann war Ihr Durchbruch als Schauspielerin?

Das ist schwer zu sagen. Meine erste große Produktion war eine Hauptrolle in einem Zombie-Actionfilm. Und dann kam meine Rolle in der amerikanischen TV-Serie „The Quest“. Das war mein erster Job, bei dem vom Geld bis hin zur Produktion einfach alles gepasst hat. 

 

Wie sind Sie zur Hauptrolle für „The Quest“ gekommen?

Das ist eine interessante Geschichte. Ich saß am Freitagabend zu Hause in meiner Wiener Wohnung und habe am Handy gesehen, dass ich einen Anruf bekommen habe. Dann habe ich die Nummer zurückgerufen und es war Fritz Fleischhacker, der große Österreichische Cas­ting Director, der unter anderem den Film „Schindlers Liste“ gecastet hat. Er wollte, dass ich sofort zu einem Casting für eine amerikanische Serie in den ers­ten Wiener Bezirk fahre. Das habe ich gemacht. Dort wurde ich angewiesen, Englisch zu sprechen, und der Produzent fragte mich, ob ich im August Zeit hätte. Anschließend bekam ich den Text und eine Woche später fand das Casting statt. Insgesamt wurde drei Monate lang in Wien, in Deutschland, in Los Angeles und in England gecastet. Ich musste eine Königin spielen. Nachdem ich meine Cas­tingszene gespielt hatte, musste ich improvisieren. Zum Casting bin ich unter dem Motto „Dress the Part“ in einem richtigen Königinnenkleid erschienen. Nach drei Wochen musste ich zum Recall-Casting. Zweieinhalb Wochen später habe ich erfahren, dass ich die Rolle der Queen Ralia spielen kann.