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People | 04.10.2021

"Ich kann über mich selbst lachen"

Als perfektionistische Dani Pichler sorgt Katrin Lux (41) in der neuen ORF-Comedyserie „Familiensache“ für beste Unterhaltung. Privat hat die erfolgreiche Schauspielerin den Perfektionismus längst abgelegt und steht zu ihrer grauen Strähne.

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© Guido Lux

Dass sie seit 13 Jahren in München lebt, merkt man Katrin Lux kein bisschen an. In Mostviertler Dialekt redet die attraktive Schauspielerin, die bereits in Erfolgsformaten wie „Tatort“, „Der Bergdoktor“, „Die Rosenheim-Cops“ oder „Der Alte“ zu sehen war, munter drauf los und schwärmt von ihrem Aufwachsen im idyllischen St. Peter in der Au. Seit acht Jahren spielt sie in der bayerischen Langzeitserie „Dahoam is Dahoam“ mit und hat sich als Köchin Fanny in die Herzen unserer deutschen Nachbarn gespielt.

Das 13-jährige Töchterchen wird langsam flügge, was Mama Katrin wieder mehr Freiraum gewährt und so hat sich die 41-jährige Schauspielerin vergangenen Frühling  nach Wien begeben, um dort mit Publikumslieblingen wie Andreas Vitásek und  Robert Stadlober die schräge ORF-Comedyserie „Familiensache“ zu drehen. Uns hat Katrin Lux erzählt, was die Zuschauer erwartet, warum sie zu ihrer grauen Strähne steht und wie sie es von der Metzgerstochter zur erfolgreichen Schauspielerin geschafft hat. 

OBERÖSTERREICHERIN: Frau Lux,  Sie leben seit 16 Jahren mit Ihrer Tochter und Ihrem Mann in München. Durch Ihr Engagement in der Comedyserie „Familiensache“ kommen Sie wieder vermehrt in Ihre österreichische Heimat zurück. Wo und wie sind Sie aufgewachsen?

Katrin Lux: Ich bin in Kirchdorf an der Krems geboren und in der elterlichen Metzgerei in St. Peter in der Au im Mostviertel sehr bodenständig aufgewachsen. Schon als Kind habe ich davon geträumt, in die weite Welt hinauszugehen. Wie schön das Mostviertel ist, habe ich erst viel später gemerkt und mit meinem Mann zusammen sogar das Buch „Mild & Wild“ über Menschen, Landschaften und Küche in dieser Region gemacht. Das Bodenständige und Geradeaus-Sein sind tolle Eigenschaften, die ich mir aus meiner Heimat mitgenommen habe. Erst seitdem ich selber Mutter bin, merke ich, wie viel Freiheit ich als Kind hatte. Dieses gesunde Aufwachsen am Land habe ich erst viel später schätzen gelernt.

Wann wussten Sie, dass Sie vor die Kamera wollen?

Anscheinend habe ich das schon im Kindergartenalter angekündigt. Ich habe sehr gerne Menschen imitiert und damit meine Familie zum Lachen gebracht. Das war sicher die Initialzündung, aber natürlich war ich damals noch Lichtjahre davon entfernt, überhaupt zu wissen, was für ein Beruf das ist. Mit zehn Jahren wurde bei mir eine schwere Skoliose diagnostiziert. Ich war sehr verkrümmt und musste ein Korsett tragen. Damals hat es so ausgesehen, als ob ich diesen Weg nicht einschlagen könnte, dennoch kam für mich nie etwas anderes infrage.

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© ORF Roman Zach-Kieslilng

Nach der Pflichtschule haben Sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht. War das der Plan B?

Das war der Deal mit meinen Eltern, die wollten, dass ich eine Ausbildung abschließe, ehe ich mich der Schauspielerei widme. Nach der Ausbildung zur Bürokauffrau bin ich nach Wien auf die Musicalschule von Peter Weck gegangen. Daneben habe ich mir als Model etwas Geld dazuverdient. Ich wollte so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Modeln gemacht? Hätte es damals schon „Germany‘s Next Topmodel“ gegeben, hätten Sie sich beworben?

Mit meinem damaligen Bewusstsein hätte ich mich sicher bei GNTM beworben. Es war mir immer wichtig, für mein Leben selbst die Verantwortung zu tragen und als Model konnte ich in kurzer Zeit verhältnismäßig viel Geld verdienen. Ich war zwar nicht in einer Topliga, habe aber für Zeitschriften und Werbespots gemodelt und mir damit den Schauspielunterricht finanziert.

Mit nur 18 Jahren spielten Sie bereits  im TV-Film „Preis der Unschuld“ von Gabriel Barylli die Hauptrolle. Wie ist es dazu gekommen?

Gabriel Barylli kannte die Chefin meiner Modelagentur und hat dort ein Casting abgehalten. Für die Hauptrolle wurde ein Mädchen gesucht, das an einem Modelcontest teilgenommen hat und letztendlich in die Hände korrupter Machenschaften gekommen ist. Es war ein großes Casting und heute weiß ich auch, warum man sich für mich entschieden hat. Nicht deshalb, weil ich so talentiert war, sondern weil ich dieses unglaublich naive Mädchen vom Land war und das passte zu 100 Prozent zu dieser Rolle.

Wie ist es Ihnen bei den Dreharbeiten gegangen?

Da mir der Ernst der Lage nicht bewusst war, habe ich es als große Spielwiese empfunden. Das war auch mein Glück (lacht).

 

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