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People | 24.11.2014

„Ich bin schon ein Romantiker"

Sein Hit „Mr. Spielberg“ war einer der meistgespielten Songs 2012. Im Sommer dieses Jahres stürmte er mit „Rollercoaster“ die Charts und war mit James Blunt und Revolerheld auf Tour. Sein Leben ist die Musik, aber sein Herz gehört einer Oberösterreicherin. Julian le Play im Talk.

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Julian le Play

(Foto: (c) Kidizin Sane)

 

Das Video zu seinem aktuellen Hit „Rollercoaster“ erzählt von einem Zirkusartisten, der sich Hals über Kopf in eine Frau verliebt hat, es aufgrund seines Zirkuslebens aber nicht leicht hat in Sachen Liebe. Tief, melancholisch und doch voller Hoffnung, poetisch und doch für jeden greifbar sind die Lieder von Julian Heidrich alias Julian le Play (23). Nach seiner komplett ausverkauften Clubtour durch Österreich geht es diesen Herbst auf eine ganz besondere Reise: die Melodrom Theater Tour. Was einen dabei genau erwartet, verrät der Sänger, Songwriter und Radiomoderator in einem entspannten Telefongespräch mit unserer Redakteurin. 

In Österreich ist es sehr schwer, als Musiker Fuß zu fassen. Wieso hat es bei dir funktioniert? „Helden von morgen“ 2010 ist ja nicht der Grund.

Nein, durch „Helden von morgen“ hat es ja eben nicht funktioniert. Ich habe die Zeit danach für mich gebraucht, um meine Musik zu finden – der erste wichtige Punkt für Erfolg als Musiker. Das Nächste ist, dass es total songabhängig ist. Wenn es nicht einen Song gibt, der in der Öffentlichkeit zieht, dann stehst du leer da. Das war bei mir Glück. „Mr. Spielberg“ hat mir radiotechnisch sehr viel geöffnet. Beim zweiten Album dasselbe. Da war zuerst „Mein Anker“, dann „Rollercoaster“. Die Grundvoraussetzung ist, dass die Musik gut ist, etwas aussagt. Dann zählt noch Glück, und man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Auch das Internet spielt heute eine große Rolle. Durch Facebook hat man den direkten Draht zu den Leuten, man ist nicht mehr so abhängig von den Medien.

Du bist auch Moderator bei Ö3. Wie kam es dazu?

Das kam so, dass ich nach meiner Matura noch nicht so weit war, eine CD zu releasen. Ich wollte aber unbedingt jobben und etwas mit Musik machen. Da ist mir als Erstes Radio eingefallen, also habe ich mich beim Sommerpraktikum beworben. Ich habe ganz klassische Praktikantenarbeiten gemacht, bis jemand gefragt hat, ob ich nicht bleiben will. Da war ich 18, es war also vor meiner Karriere als Musiker. 

 

Auf YouTube kann man sich deinen entzückenden Auftritt beim KiddyContest 2003 – da warst du zwölf Jahre alt – ansehen. Du bist ein echtes Bewegungstalent! Hast du das Tanzen ganz aufgegeben?

(Lacht) Ich tanze alleine beim Fortgehen in Clubs, aber professionell habe ich seither nichts mehr gemacht. Das war damals so eine vorgegebene Choreographie. 

 

Deine Texte sind voll großer Gefühle, Melancholie und tiefsinniger Gedanken. Bist du ein Romantiker? 

Ja, würde ich schon sagen. (Lacht)

Mia Russ