Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 15.01.2018

Hilfe für Nepal

In den Weihnachtsferien reiste das Lehrer-Ehepaar Brigitte und Heinz Söllinger aus Meggenhofen zum dritten Mal nach Nepal, um vor Ort den Kindern der untersten Kasten durch Bildung zu helfen.

Bild Presse2 (1).JPG
Alphabetisierung als wichtige Entwicklungshilfe (© privat)

Nepal – ein Land zwischen Himmel und Hölle

Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 sind viele Dörfer noch immer völlig zerstört, und die Infrastruktur eines der ärmsten Länder der Welt ist in einem katastrophalen Zustand. Die Menschen in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten wohnen in Holzverschlägen oder in Wellblechhütten, ohne Strom, Wasser, Toilette. Auffallend ist in den Dörfern, dass kaum junge Männer anzutreffen sind. Jeden Tag wandern ca. 1.600 junge Männer als Arbeitssklaven in den Nahen Osten aus und arbeiten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen am Bau.

Ganz besonders die Frauen im Land haben schwere Schicksale zu tragen. Sie heiraten sehr jung, bekommen früh Kinder und verrichten schwerste Haus- und Feldarbeit. Viele Kinder haben durch das Erdbeben ihre Eltern verloren, ziehen in die Hauptstadt und leben dort als Straßenkinder. Die Armut ist groß, besonders in der untersten Kaste der Dalits. Da die Töchter nach hinduistischem Brauch in die Familie des Bräutigams heiraten, gelten sie für die Familien als unnütz. Jedes Jahr werden zwischen 15.000 und 20.000 Dalit-Mädchen ab dem fünften Lebensjahr an Menschen- und Organhändler verkauft. Seit dem Erdbeben steigt diese Zahl, da die Familien durch den Verkauf ihrer Töchter ihre Hütten wieder errichten können. Der Großteil der Mädchen landet in Bordellen Indiens.

Bild Presse3 2.JPG
Brigitte Söllinger hilft Mädchen in Nepal. (© privat)

Die Projekte

 

HAUS MAITI: Mädchen werden aus Bordellen Indiens zurückgeholt und bekommen hier eine Ausbildung und werden medizinisch betreut (AIDS, Hepatitis, Abtreibungen und Enttraumatisierung). Das Projekt „Haus Maiti“ unterstützt beim Bau von Transit-Homes an der Grenze zu Indien, wo die Kinder und Mädchen erstuntergebracht und gesundheitlich versorgt werden.

SCHULE SAMATA: Bau einer Bambusschule für 500 Kinder der untersten Kaste (75 Prozent Mädchen). Die Kosten für den Bau und auch die Patenschaft für die Erhaltung konnten vom Bildungsprojekt „Schule Samata“ übernommen werden. Die Schule wurde im September bereits eröffnet. Der Schulbesuch pro Kind und Jahr kostet ca. 30 Euro. Diese Schule ist eine Vorbeugungsmaßnahme gegen den Verkauf der eigenen Töchter, weil der Schulbesuch die Eltern von jeglichen Kosten entbindet und die Mädchen durch die Bildung für die Väter einen „Mehrwert“ darstellen.

 

Wenn du mithelfen willst – jeder Cent kommt den Kindern zugute:

Spendenkonto: RAIBA Meggenhofen

IBAN: AT 97 34313 003 000 19315

Kennwort: Nepal

 

Bild Presse2 (2).jpg
Bildung, das Um und Auf der Armutsbekämpfung (© privat)