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People | 09.12.2020

Gib nie auf

Welserin begeistert bei The Voice of Germany!

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© ProSiebenSAT.1/Richard Hübner, www.starmayr.com

In der 10-jährigen Jubiläumsshow „The Voice of Germany 2020“ überzeugt die Wahl-Welserin Katiuska McLean (43) die hochkarätige Jury mit ihrer Stimme. Die aus Trinidad stammende Sängerin hatte keinen leichten Start ins Leben. Getrennt von ihren Eltern, begann sie mit neun Jahren zu singen und eigene Songs zu schreiben. Das gab ihr Kraft und Hoffnung. Mit vierzehn Jahren kam Katiuska McLean nach Österreich und verfolgte trotz Hindernissen stets ihr Ziel, Sängerin zu werden. Wir haben die karibische Souldiva zum Interview getroffen. 

 

OBERÖSTERREICHERIN: Frau McLean, Sie haben bei den Blind Auditions von „The Voice of Germany“ auf ProSieben und SAT.1 die Coaches überzeugt. Was war das für ein Gefühl, auf so einer großen Bühne zu stehen?

Katiuska McLean: Atemberaubend. Vor Aufregung ist mir wirklich der Atem weggeblieben (lacht). Ich habe mich wie in Trance gefühlt und an ganz vieles gleichzeitig gedacht: Atmen, den Text nicht vergessen, ins Publikum sehen. Und natürlich das Wichtigste: Dreht sich jemand von den Coaches für mich um? Was ist, wenn sich niemand umdreht? Was mache ich, wenn sich mehr als ein Coach für mich umdreht, zu wem gehe ich dann ins Team?

 

Welcher Coach war Ihr Favorit?

Ich wollte immer am liebsten zu Nico Santos oder Team Samu Haber und Rea Garvey. Deshalb habe ich gehofft, dass sich nur einer der beiden Stühle für mich umdreht, damit ich mich nicht entscheiden muss.  

 

Genauso kam es aber dann – nach Ihrer Performance „Live And Let Die“ haben sich Ihre beiden Favoriten umgedreht. Warum fiel Ihre Wahl auf das Team Samu und Rea?

Ich hatte bei meiner Performance die Augen geschlossen, um mich noch mehr auf den Song zu konzentrieren. Als ich sie dann öffnete und sah, dass sich genau meine zwei Lieblingscoach-Stühle umgedreht haben, war ich total überrascht und überglücklich. Ich habe sofort zu meiner Familie rüber gesehen, da meine Schwestern total in Samu Haber verliebt sind (lacht). Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, Nico hat sehr um mich gekämpft, aber ich habe dann auf mein Gefühl gehört, welches Team mir wirklich helfen kann, besser zu werden und das war dann für mich Team Samu und Rea. 

 

Das war nicht Ihre erste Castingshow- Erfahrung. Wo haben Sie noch Ihr Talent unter Beweis gestellt?

Ich habe bei „The Voice 2018 Österreich“ und der RTL-Show „Das Supertalent 2019“ teilgenommen. Auch da war ich super aufgeregt und wie in Trance auf der Bühne. Da hat es für mich „Klick“ gemacht, genau das ist es, was ich machen will: auf solchen Bühnen singen! Mein Freund ist mein größter Fan, er unterstützt mich auf meinem Weg und hat mich auch ermutigt, es bei „The Voice of Germany 2020“ zu probieren! 

 

 

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© privat

Nun kam der Schritt auf die „The Voice of Germany“-Bühne. Was schätzen Sie an der Erfolgsshow von ProSieben und SAT.1? 

Auf meinen Konzerten haben mich meine Fans und mein Publikum immer dazu ermutigt: Du gehörst auf die „The Voice of Germany“-Bühne! Nachdem ich dann die ersten beiden Erfahrungen bei Castingshows gemacht habe, war ich bereit, meinen ganzen Mut zusammenzunehmen und es jetzt zu versuchen. Als mich mein Freund dann mit der Neuigkeit überraschte, dass er mich zum Casting von „The Voice of Germany“ angemeldet hat, war ich sprachlos. Anders als bei anderen Castingshows hat man bei „The Voice“ viel Arbeit, muss über viele Hürden und kann sich so weiterentwickeln. 

 

Ihr Start ins Leben war nicht gerade einfach. Sie stammen aus Trinidad und wurden früh von Ihren Eltern getrennt. Welche Bedeutung hat die Musik in Ihrem Leben?

Musik gibt mir Hoffnung, Kraft, Geborgenheit und Verbundenheit mit jedem, der mir beim Singen zuhört. Da  ich meine Mama immer sehr vermisst habe, habe ich mich schon früh mit dem Singen getröstet und meine Gefühle in Songtexten und eigenen Liedern verarbeitet. Meine ersten Songs habe ich mit neun geschrieben und mit 14 Jahren hatte ich schon mein erstes Album fertig. Als ich nach Österreich kam, habe ich in der Schule in Linz meinen Mitschülern in jeder Pause etwas vorgesungen. Alle haben mich angebettelt: „Bitte, sing für uns!“ Da ich sehr schüchtern war, haben meine Mitschüler die Augen zumachen müssen, damit ich den Mut hatte, für sie zu singen (lacht). 

 

Sie leben mit Ihren drei Töchtern (18, 22, 25) in Wels in Oberösterreich. Was gefällt Ihnen an Ihrer Wahlheimat?

Ich liebe Wels. Die Menschen hier sind sehr freundlich, hilfsbereit und höflich. Die älteren Damen in der Stadt sind top angezogen, so richtige Hingucker. Das ist meine Motivation für das Älterwerden: Egal wie alt man ist, man kann immer top aussehen. 

 

Schreiben Sie zurzeit noch eigene Songs? 

Ja, Musik ist einfach meine Sprache. Ich habe meine Lieder immer auf Englisch geschrieben und gesungen. Als ich meinen Freund kennengelernt und mich verliebt habe, habe ich für ihn dann auch manchmal auf Deutsch gesungen. Ich fühle mich in beiden Sprachen wohl. Ich bin auch auf der Suche nach einer passenden Band, um meine zahlreichen Ideen umzusetzen. 

 

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer Zeit bei „The Voice of Germany“? 

Auf das Wachstum. Wir alle haben so viele Ängste und legen uns die Steine selber in den Weg. Ich freue mich darauf,  bei „The Voice“ zu wachsen, mutiger zu werden, über mich hinauszugehen. Ich möchte noch mehr Musik machen und mit meiner Stimme und meinen Texten ganz viele Menschen erreichen.

 

 

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© ProSiebenSAT.1/Richard Hübner, www.starmayr.com

The Voice of Germany

 In der Talentshow von ProSieben und SAT.1 geht es vor allem um die Stimme. Die Coaches sitzen bei den Blind Auditions mit dem Rücken zu den Talenten, sodass sie den Gesang zwar hören, aber nichts sehen können. Wenn einem der Coaches gefällt, was er hört, drückt er auf einen Buzzer, der Stuhl dreht sich um und das Talent ist damit in seinem Team und eine Runde weiter. Buzzern mehrere Coaches, kann das Talent wählen, zu welchem Coach es gehen möchte. Nach den Blind Auditions bereiten die Coaches ihr Team auf die Battles und die Sing-Offs vor. Dabei treten die Sänger gegeneinander an. In jeder Folge kommen nur einige Talente weiter, bis im Finale der Gewinner von „The Voice of Germany“ von den Zusehern gewählt wird.