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People | 20.09.2016

Frauen vor

Brigitte Haider bekleidet zwei Top-Positionen mit Verantwortung. Die Bank-Direktorin und neu ernannte Obfrau des LIMAK Absolventenclubs spricht mit uns über Zukunftspläne und die Förderung von Frauen.

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Als Direktorin ist Brigitte Haider (44) seit neun Jahren in der Oberbank Linz für das Privatkundengeschäft verantwortlich. ( © Eric Krügl )

Gleich nach ihrem Schulabschluss beginnt Brigitte Haider als damals 18-Jährige bei der Oberbank Linz zu arbeiten. Heute leitet sie in verantwortungsvoller Führungsposition die Privatkundenabteilung, die alles umfasst, was Privatpersonen von einer Bank brauchen: angefangen beim Privatkonto über Sparen, Veranlagen und Absichern, private Altersvorsorge bis hin zu Finanzierungslösungen. Ihren beruflichen Werdegang haben ein Wirtschaftsinformatik-Studium und ein MBA-Studium an der LIMAK begleitet. Gerade die LIMAK stellt sich als ein wichtiger Baustein der Führungskräfte-Entwicklung in der Oberbank dar, welche auch Mitglied des Trägervereins ist. Vor Kurzem gipfelte Haiders Engagement im Absolventenclub in der Ernennung zur Obfrau.

Sie wurden gerade zur neuen Obfrau des LIMAK Absolventenclubs ernannt. Wie sehen Ihre Pläne aus?

Der Verein soll den Absolventen eine Plattform bieten, die neben Veranstaltungen über aktuelle und spannende Themen auch den Netz-werk-Gedanken und den Erfahrungs-austausch der Teilnehmer fördert. Wir versuchen dabei, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Neben wirtschaftlichen Themen stehen soziale und kulturelle Events am LIMAK-Club-Programm. Unser Highlight im Juni war beispielsweise ein Besuch der Ausstellung „Die Uffizien im Schlossmuseum Linz“ mit Privatführung und anschließender Verkostung toskanischer Weine auf der Terrasse des Schlossmuseums.

Sie haben 2013 das „Global Executive MBA“ an der Austrian Business School LIMAK absolviert. Worum ging es dabei in aller Kürze?

Das war ein 18 Monate dauerndes postgraduales MBA-Studium. Im Vordergrund standen topaktuelles akademisches Wissen sowie Methoden und Werkzeuge zur praktischen Anwendung im Unternehmen. Abgerundet wurde das Programm mit den Schwerpunkten Leadership und Managementkompetenzen durch Auslandsaufenthalte.

Welche Reisen standen konkret am Programm?

Die Study Trips waren ganz besonders spannend und interessant. Wir waren in den USA, wo wir hautnah den amerikanischen Universitätsbetrieb mit-erlebt haben. Ein Highlight waren die Firmenbesuche bei Coca Cola und dem österreichischen Recycling-Unternehmen NGR. Der zweite Study Trip ging nach China, wir verbrachten Zeit in Shanghai und Peking.

Inwieweit hilft Ihnen die Weiterbildung an der LIMAK in Ihrer beruflichen Praxis?

An der LIMAK wird intensiv mit Fallbeispielen gearbeitet, es gibt einen wirklich starken Praxisbezug. Das theoretisch vermittelte Wissen wird immer sofort in Form von Gruppen- oder Einzelarbeiten zu konkreten Fragestellungen im eigenen Unternehmen übertragen.

Wer hat Sie zu diesem Schritt ermutigt?

Wir haben in der Oberbank eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der LIMAK. Wir sind Mitglied des Trägervereins. Die LIMAK ist daher bei uns ein wichtiger Baustein der Führungskräfte-Entwicklung, was auch ich mit Freude angenommen habe.

Wie sieht es mit dem Frauenanteil in Führungspositionen im Unternehmen aus?

2015 waren 28 Prozent der neu ernannten Führungskräfte Frauen, das ist der bisher höchste Wert. Zusätzlich haben wir auch eine Reihe von Projektleiterinnen im Einsatz, die mit großer Umsicht und enormem Einsatz einen hervorragenden Job machen.

Inwiefern ist Ihnen Frauenförderung ein Anliegen?

Wir haben in der Oberbank bereits im Jahr 2010 das Projekt „Zukunft Frau 2020“ auf den Weg gebracht. Die Ini-tiative wurde von unserem Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger – ebenfalls ein LIMAK-Absolvent – ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, das Thema „Frau im Unternehmen“ ganzheitlich zu betrachten und nachhaltig eine frauen-, familien- und karrierefördernde Kultur zu schaffen.

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass nicht mehr Frauen in der „ersten Reihe“ stehen?

Ich denke, die Gründe dafür sind vielschichtig. Es ist immer noch so, dass die Karrieren der Frauen durch lange Familienzeiten und Teilzeitphasen unterbrochen werden und dann oft nicht mehr richtig in Schwung kommen. Dem versuchen wir stark entgegenzuwirken. Karenzierte Mitarbeiterinnen werden regelmäßig in die Bank zum Wiedereinsteigerinnenfrühstück eingeladen, können an Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen und geringfügig weiterbeschäftigt werden. Junge Frauen zeigen auch tendenziell weniger auf, wenn es um die Übernahme von Führungsaufgaben geht. In der Oberbank unterstützen wir junge Potenzialträgerinnen unter anderem durch das Cross Mentoring Programm des Landes Oberösterreich und neu durch die Frauenfachakademie Mondsee.

Was macht den Reiz Ihrer Tätigkeit aus?

Das Privatkundengeschäft in Banken steht derzeit vor enormen Herausforderungen. Das niedrige Zinsniveau, Regularien ohne Ende und die Digitalisierung verändern unser Geschäft nachhaltig. Diesen Veränderungsprozess zu begleiten und zu gestalten ist eine spannende Aufgabe.

Spannend, aber sicher auch arbeits-intensiv?

Ich beginne den Arbeitstag sehr früh. Ich bin täglich ab 06:30 Uhr im Büro und meistens bis etwa 17 Uhr. Das gibt mir jeden Tag in der Früh einen Spielraum, mich auf die Termine des Tages vorzubereiten und konzentriert und ungestört an wichtigen Themen zu arbeiten. Dazu kommen noch ein bis zwei Abendveranstaltungen pro Woche. Ich arbeite daher zwischen 50 bis 60 Stunden pro Woche, das ist jedoch je nach Terminlage sehr unterschiedlich.

Bleibt da auch noch Zeit für Hobbys?

Ja, natürlich. Ich habe sehr viel Energie und brauche daher viel Bewegung. Nur wenn ich ausreichend Sport und Frischluft bekomme, bin ich voll leistungsfähig.

INFO: Führungskräfteentwicklung, die den Blickwinkel verändert und Karrieren neue Perspektiven eröffnet – genau das bietet die LIMAK Austrian Business School seit mehr als 25 Jahren. Als das Kompetenzzentrum für Führungskräfteentwicklung in Österreich konnte die LIMAK bisher über 8.700 Führungskräfte und gut 780 MBA- und Master-Absolvent/innen für sich begeistern.

Kontakt: www.limak.at