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People | 22.05.2022

Frauen, versteckt euch nicht

Die fünf Partnerinnen der internationalen Anwaltskanzlei DLA Piper luden am 16. Mai zu einem Damen-Event in völlig neuen Kleidern: Zahlreiche erfolgreiche Frauen, darunter Mandantinnen und Anwältinnen, trafen in der Libelle im Wiener Museumsquartier über den Dächern der Stadt auf die international erfolgreiche österreichische „Kleidermacherin“ Lena Hoschek, um über den Mut zur Weiblichkeit zu sprechen und Einblicke in ihre erste „Business Collection“ zu gewinnen.

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Claudine Vartian, Maria Doralt, Lena Hoschek, (v.l.) Jasna Zwitter-Tehovnik, Sabine Fehringer, Elisabeth Stichmann © LAW

Unter dem Motto „Leadership Alliance for Women“ (LAW) trafen Recht und Unternehmertum auf die selbstbewusste weibliche Mode von Lena Hoschek. Was auf den ersten Blick wie ein krasser Gegensatz wirkt, passt in Wahrheit gut zusammen. Sowohl bei DLA Piper als auch in Lena Hoscheks Unternehmen arbeiten viele Frauen. Im österreichischen Büro der Kanzlei machen Frauen selbst in der höchsten Equity-Partner-Ebene immerhin ein Drittel aus – das ist für eine Wirtschaftskanzlei überdurchschnittlich viel. „Chancengleichheit und Diversität sind für uns klare Unternehmensziele. Aber wir wollen zusätzlich auch etwas in der Gesellschaft bewegen“, unterstrich Claudine Vartian, Country Managing Partner bei DLA Piper. Sie war gemeinsam mit ihren Partnerinnen-Kolleginnen Maria Doralt, die als Moderatorin die Fragen an Lena Hoschek stellte, Sabine Fehringer, Jasna Zwitter-Tehovnik und Elisabeth Stichmann Gastgeberin des Abends.

Dass sie trotz des eingeschlagenen Wegs der Frauenmode in eine Männerdomäne eintritt, zumindest was die kreative Leitung an der Spitze betrifft, war dem Gast des Abends, Modedesignerin Lena Hoschek, früher gar nicht so sehr bewusst. „Ich fand es einfach nur sinnvoll, wenn jemand Kleidung für dasselbe Geschlecht entwirft“, sagte sie. Lena Hoschek, die mit 24 Jahren den Weg in die Selbständigkeit gewählt hat, sammelt heute 70 Mitarbeiter um sich, nur fünf davon sind Männer, obwohl männliche Bewerber ausdrücklich begrüßt werden.

 

Selbstbewusstsein von Frauen stärken
Ein wichtiges Ziel, sowohl für die 2006 von DLA Piper gegründete Initiative „Leadership Alliance for Women“ als auch für Lena Hoschek ist es, Frauen zu mehr Selbstbewusstsein zu verhelfen. DLA Piper motiviert Juristinnen, ihren Karriereweg zu gehen und Familie sowie Beruf unter einen Hut zu bringen. Lena Hoschek: „Früher hatte ich ein geringes Selbstbewusstsein was meinen Körper betrifft.“ Dementsprechend würde sie ihrem jüngeren Ich vor allem vermitteln, den eigenen Körper so anzunehmen, wie er ist „und sich vor allem nicht vor fremden Menschen – etwa im Schwimmbad – zu schämen. Ich mache Mode für Frauen, die sich nicht verstecken.“

 

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Lena Hoschek (re.) im Gespräch mit Maria Doralt (li.)

Besonderheiten von Lena Hoscheks Mode
Eine weitere Parallele ist Internationalität: DLA Piper betreut neben österreichischen Kunden viele Unternehmen grenzübergreifend und kann dabei auf ein kraftvolles internationales Netzwerk zurückgreifen. Auch Lena Hoschek ist über Österreichs Grenzen hinaus erfolgreich, ihre Mode wird mitunter von internationalen Stars und Prominenten wie etwa Lana Del Rey, Sarah Jessica Parker oder Königin Máxima getragen. Der „Promi-Faktor“ sei für sie selbst aber nicht das wichtigste: „Ein wesentlicher Meilenstein für uns ist, dass sehr viele unterschiedliche Menschen unsere Kleidung gerne kaufen und es uns so ermöglichen, dass das Unternehmen weiter wachsen kann“, sagte sie und nannte eine weitere Besonderheit: „Höchste Qualitätsansprüche und die Werthaltigkeit unserer Produkte sind unser USP. Durch Wiederverkauf hat unsere Kleidung zwei bis drei Lebenszyklen.“ Ihre Mode sei somit ein Gegenpol zu „Fast Fashion“ und werde nachhaltig in Europa aus hochwertigen Stoffen gefertigt.

„Keiner schafft, alles allein zu stemmen“
Die Kleidermacherin gab Unternehmerinnen einen Tipp aus eigener Erfahrung mit: „Vom Unternehmen loszulassen zu können, musste ich mühsam lernen. Ich habe Management und Verwaltung an Leute übergeben, die das besser können. Es ist wichtig, ein Umfeld mit Menschen zu schaffen, die die eigenen Mankos ausgleichen. Keiner schafft, alles allein zu stemmen.“