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People | 19.12.2016

"Frauen brauchen Eier"

Dass sie außerordentlich attraktiv ist, beweisen die Fotos. Um sich zu überzeugen, dass Nina Hartmann noch dazu richtig lustig ist, sollten Sie ihr neues Programm am 19. Jänner 2017 im Kornspeicher Wels nicht verpassen. Ein frischer Talk mit der sympathischen Tirolerin

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© Luis Casanova

Mit dem Vorsatz, Schauspielerin zu werden, zog es Nina Hartmann von Rum in Tirol in die große weite Welt. Gelandet ist sie in Wien, wo ihr Kindheitstraum wahr wurde. Als Schauspielerin in Film, TV und Theater inklusive (Haupt-)Rollen im „Tatort“, in „SOKO Kitzbühel“ und „Falco – der Film“ sowie einer Minirolle als Opern-Security in „Mission: Impossible – Rogue Nation“ mit Tom Cruise hat die 1,82 Meter große Schönheit die Bretter, die die Welt bedeuten, erobert. Und seit ihrem ersten Soloprogramm „Gib dem Model Zucker – ein Abend ohne Retusche“ im Jahr 2010 ist Nina Hartmann außerdem als Kabarettistin erfolgreich unterwegs. Ihr mittlerweile drittes Soloprogramm, das im Februar 2016 Premiere feierte, heißt „Schön, dass es mich gibt“. Wir wollten mehr über die 35-Jährige erfahren und haben mit ihr über das neue Programm, ihren Beziehungsstatus, Zukunftspläne – und Michael Niavarani gesprochen. 

 

Sie waren zwölf Jahre lang Model. Kein Traumjob?

Nina Hartmann: Für mich war das Modeln mehr Mittel zum Zweck, um Geld zu verdienen, ich wollte ja immer Schauspielerin werden. „Nur“ Model zu sein, war mir immer zu wenig, zu wenig Aufgabe, zu wenig Herausforderung und vor allem: zu wenig zum Essen (lacht). Ich bekam damals immer Ärger, wenn ich bei den Jobs etwas zum Essen haben wollte. Das geht ja überhaupt nicht, als Model zu fragen: „Wann gibt‘s was zu essen?“ Das ist so, als würde man bei den anonymen Alkoholikern fragen: „Mag wer einen Prosecco?“

 

In den Medien waren Sie nicht nur aufgrund Ihres schauspielerischen Talents, sondern auch wegen Ihrer vier Jahre andauernden Beziehung mit Michael Niavarani. Nie wieder ein Kabarettist? ;-)

Prinzipiell verliebt man sich ja in einen Menschen und nicht in das, was er beruflich macht. Das ist mir ziemlich wurscht, wobei so ein richtiger Hackler wär schon super. Am besten wäre ein Ikea-Mitarbeiter, der kann mir dann nämlich gleich mein neues IkeaRegal zusammenbauen.

 

Sind Sie zurzeit vergeben?

Nein, ich bin am Daten.

 

Wo leben Sie derzeit? Und wie oft kommen Sie in Ihre Heimat Tirol?

Ich wohne in Wien. Man hört es zwar nicht, aber ich lebe schon sehr lange dort. Ich bin leider nur selten in Tirol, ich toure sehr viel mit meinen beiden Programmen „Match me if you can“ und „Schön, dass es mich gibt“ durch die Lande. Da ist Tirol ja auch immer wieder mal dabei. Ich bin sehr gern dahoam! Meine ganzen Tiroler Freunde behaupten mittlerweile, ich rede schon Wienerisch. Darüber kann der Wiener nur lachen!

Bild Nina Hartmann 2.jpg
© Manfred Werner

Es gibt deutlich mehr Männer als Frauen in der österreichischen Kabarettszene. Was braucht man, um als Frau Fuß zu fassen?

Eier. (lacht)

 

Ihr neues Stück heißt „Schön, dass es mich gibt“? Worum geht's?

Es ist ein Selfie-Programm, das den Spiegel vorhält, wie Facebook und Co. unser Leben beeinflussen und was passiert, wenn du plötzlich mit deiner Mutter auf Facebook befreundet bist. Es geht aber auch um ganz banale Themen, eigentlich um alles, was mich beschäftigt und in meinem Leben gerade aktuell ist.

 

Wie ist das oberösterreichische Publikum?

Sehr offen und gutgesinnt, überhaupt am Anfang, als ich mit Kabarett begonnen habe und mich kein Mensch gekannt hat. Das ist nicht überall so. In Tirol zum Beispiel sind die Leute viel skeptischer. Da muss man schon mal die ersten zehn Minuten kämpfen, um sie zu kriegen.

 

Wo holen Sie sich die Ideen für Ihre Stücke?

Ich schreibe vom Leben ab. Ich beobachte sehr viel und zum Glück passieren mir immer sehr skurrile Sachen, ich zieh das irgendwie an (lacht). Das wird dann alles in meinem Programm verpackt, vor Publikum ausprobiert, und wenn die Leute lachen, bleibt die Nummer drin. Wenn nicht, schreib ich um und entwickle die Nummer entweder so lange weiter, bis es passt, oder ich hau sie wieder raus. Mein Programm ändert sich eigentlich ständig, das macht es für mich sehr spannend, frisch und lebhaft.

 

Haben Sie Lampenfieber? Wie holen Sie sich runter?

Ja natürlich! Das gehört dazu. Ich versuche immer, ein bisschen runterzukommen, indem ich mich in aller Ruhe herrichte und schminke. Föhnen hilft auch! Kurz vor dem Auftritt ist es meistens am schlimmsten, aber sobald ich dann auf die Bühne gehe, ist es weg.

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich mache sehr gern Capoeira, wobei ich im Moment nur auf Tour bin und meine sportliche Karriere eher auf der Strecke bleibt. Wenn ich irgendwie Zeit habe, versuche ich mich aber immer irgendwie zu bewegen. Das lüftet den Kopf aus.

 

Was werden wir künftig von Ihnen hören und sehen?

Ich fliege über Silvester nach Bali und lerne surfen! Wer weiß, vielleicht sammle ich da wieder genug Stoff für ein neues Programm – ich lass mich überraschen! Wobei ich im Jahr 2017 weiterhin sehr viel auf Tour sein werde mit „Schön, dass es mich gibt“ und „Match me if you can“ …