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People | 04.03.2020

Frauen auf der Überholspur

Moderatorin Nina Kraft, Beauty-Unternehmerin Claudia Kriechbaumer und Musik-Allrounderin Monika Ballwein erzählen uns, was sie in der Familie und im Beruf bewegt und was Frausein für sie bedeutet.

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© Ines Thomsen

Sie gehen im Job die Extrameile, sind selbstbewusst und erfolgreich. Beim inspirierenden Shooting in Mode von NIKO NIKO Design in Wien haben wir Nina Kraft, Claudia Kriechbaumer und Monika Ballwein gefragt, was sie beruflich, als Frau und in der Familie beschäftigt. 

 

Nina Kraft:  Neben ihrem Job als Moderatorin beim ORF studierte Nina Kraft Marketing und Management an der Donau-Uni Krems. Ihre Masterarbeit widmete die Paschingerin dem  Thema „Personal Branding-Strategien für Frauen“ und zeigte darin auf, wie Frauen zur Marke werden können. Mittlerweile coacht sie Frauen aus den unterschiedlichen Bereichen und moderiert viele große Events in ganz Österreich. Auch im ORF warten 2020 spannende Fernsehprojekte auf die sympathische Blondine.

Claudia Kriechbaumer:  Usprünglich arbeitete Claudia Kriechbaumer als Krankenschwester. Nach einem Urlaub in Miami entschloss sich die gebürtige Mühlviertlerin, dort eine Ausbildung als Make-up-Artist zu machen. Wieder zurück in Österreich hat sie nach und nach ihr Unternehmen, die Cambio Beautyacademy mit Standorten in Linz und Wien sowie einer Studiopartnerschaft in Salzburg aufgebaut und gibt ihr Wissen an angehende Visagisten und Make-up-Artists weiter.  Im Vorjahr verlegte die quirlige Powerfrau ihren Lebensmittelpunkt nach Wien.  Ihr nächstes Ziel ist es, die Cambio Beautyacademy in Form eines Franchise-Systems stetig wachsen zu lassen und in jedem Bundesland sowie in der DACH-Region Filialen zu eröffnen. Mit einer Online-Make-up-Academy will Claudia Kriechbaumer künftig auch neuen Zielgruppen ermöglichen,  ihren Traum zu leben.

Monika Ballwein: Ihre Stimme ist auf mehr als 400 CDs an der Seite von Stars wie Christina Stürmer oder Rainhard Fendrich verewigt. Man kennt sie als Vocalcoach von Castingshows wie „Starmania“ oder „Die große Chance“ und auch Conchita nahm sie unter ihre Fittiche.  Die Rede ist von Monika Ballwein. Derzeit ist die Mutter eines Sohnes mit ihren Formationen und Bands Insieme, Live Spirits, Monika Ballwein solo („Soulcircus“) und ihrer Show „Ballwein celebrates the Beatles“ konzertant unterwegs. Zudem wird sie als Sängerin mit dem „Dancing-Stars“-Orchester in der neuen Staffel dabei sein. Wenn sie nicht an ihrer Gesangsakademie oder der Uni in Lausanne unterrichtet, ist sie am Songschreiben und Produzieren. „Bald kommt etwas Neues“, verrät die Niederösterreicherin. In rund zwei Wochen steht der Release ihrer Single und des Videos „Yesterday“ auf dem Progamm.

 

Größtes No-Go: das Publikum langweilen

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© Ines Thomsen

Als Moderatorin will Nina Kraft Inhalte so vermitteln, dass sie berühren. Als Coach verhilft sie Frauen dazu, eine Marke zu werden.

 

Im Beruf beschäftigt mich ...

Als Moderatorin beschäftigt mich, wie es in der heutigen Zeit gelingen kann, Inhalte so zu vermitteln, dass sie berühren. Information mit Emotion zu verbinden, das ist meine Bühnen- und TV- Strategie. Das größte No-Go? Das Publikum zu langweilen.

 

Als Frau beschäftigt mich ...

... das Bild, das wir Frauen nachfolgenden Generationen vermitteln. Einerseits wird das „Anderssein“ heute so stark akzeptiert wie nie zuvor, man denke nur an die Plus Size-Bewegung oder Models, die mit amputierten Beinen über den Laufsteg laufen. Andererseits posten junge Mädchen keine Fotos ohne Filter. Ich habe kürzlich in einer Schule Fragen zu meinem Beruf beantwortet, die meisten Kids waren daran interessiert, wie lange ich in der Maske sitze. Seither passe ich umso mehr darauf auf, welches Bild ich in der Öffentlichkeit vermittle. 

 

In der Familie beschäftigt mich ...

Je älter ich werde, umso mehr Respekt entwickle ich für das, was meine Mutter und Großmutter geschaffen haben. Meine Mama hat mich als Alleinerzieherin großgezogen. Mir hat nie etwas gefehlt. Es war immer wichtig, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Die Lebenseinstellung und Arbeitsmoral meiner Mutter und Großmutter haben mich bis heute geprägt, dafür bin ich sehr dankbar.

Lernen, auch einmal Nein zu sagen!

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© Ines Thomsen

Ihre Cambio Beautyacademy wächst und gedeiht, umso wichtiger ist es für Unternehmerin Claudia Kriechbaumer, sich selbst auch einmal Zeit zu gönnen.

 

Im Beruf beschäftigt mich ...

Mit der Eröffnung unseres Cambio Beautyacademy-Studios in Wien habe ich im vergangenen Jahr meinen  Lebensmittelpunkt in die Bundeshauptstadt verlegt. Das Studio ist dort bereits sehr gut positioniert, was man am Bekanntheitsgrad merkt. Nun möchten wir mit einem Franchise-System weiter wachsen. 

 

Als Frau beschäftigt mich ... 

Aufgrund des stetigen Wachstums der Cambio Beautyacademy muss ich lernen, mich abzugrenzen und auch einmal an mich zu denken. Frauen finden sich meistens in mehreren Rollen wieder, da ist es ganz wichtig, sich regelmäßig Zeit für sich selbst zu nehmen und auch einmal Nein sagen zu lernen. 

 

In der Familie beschäftigt mich ...  

Wann immer es irgendwie geht, fahre ich nach Hause zu meiner Familie ins Mühlviertel. Es ist mir wichtig, Zeit mit meinen Eltern, meinem Bruder, meiner Oma und auch meinen Freunden in Oberösterreich zu verbringen. In der schönen Natur und bei diversen Outdoor-Aktivitäten kann ich so richtig die Seele baumeln lassen. 

Wertschätzung auf Augenhöhe

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© Ines Thomsen

Der stimmgewaltigen Sängerin, Vocalcoach und Künstlerin Monika Ballwein ist es wichtig, dass Frauen „gehört“ werden.

 

Im Beruf beschäftigt mich ...

... als Künstlerin vor allem die Position der Frau! Ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass Frauen in unserer Branche „gehört“ werden und mehr ins Bewusstsein der Männerdomäne gelangen.

 

Als Frau beschäftigt mich ...

Frauen, die im Berufsleben erfolgreich sind und Familie haben, müssen  meistens einen Riesenspagat machen,  um beide Rollen erfüllen zu können. Hier ist mir wichtig, dass Achtsamkeit und Wertschätzung auf Augenhöhe stattfinden, und zwar von Männern zu Frauen und umgekehrt! Denn als gleichwertiges Team und Symbiose sind wir unschlagbar.

 

In der Familie beschäftigt mich ...

Mein Beruf als Künstlerin hat leider keine fixen Zeiten und ich habe immer ein schlechtes Gewissen, zuwenig Zeit für meinen Sohn und meine Familie zu haben. Daher genieße ich Qualitytime mit ihnen, denn das Wichtigste ist, dass es meinen Liebsten gut geht.