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People | 04.10.2021

Flowers

Blumen sind ein zentrales Bildmotiv der oberösterreichischen Fotokünstlerin Ingrid Bartel, deren Werke bis 7. Oktober in der Linzer Tummelplatz Galerie zu sehen sind.

Bild 2110_O_Kultur_Flowers2.jpg
© Ingrid Bartel

Fotokünstlerin Ingrid Bartel hinterfragt in ihren Bildern die ephemere Schönheit der Blumen und inszeniert sie in den unterschiedlichsten Phasen ihres Lebenszyklus – von der Knospe über ihre Blütezeit bis hin zum Verwelken. Wenn sie bereits ihren Zenit überschritten haben und von der Hochblüte geknickt in den Verwelkungsprozess eintreten, wird ihre Fragilität und Zerbrechlichkeit sichtbar. Ingrid Bartel fokussiert solche Momente des Verfalls in ihren inszenierten Bildern und verhilft den Blumen dadurch zu einer würdevollen Erscheinung. Ihre Blumenarrangements stehen als Metapher für Vergänglichkeit in unserer heutigen Zeit, die durch eine Zeitenwende geprägt ist. Durch ihre akribisch ausgeleuchtete Darstellungsweise von grellbunt bis monochrom schafft sie eine eigene Ästhetik, in der die Blume als Sinnbild für Veränderung und Vergänglichkeit erscheint. Wir haben bei Ingrid Bartel nachgefragt, welche Bedeutung Blumen im Alltag für sie haben.

OBERÖSTERREICHERIN: Frau Bartel, seit wann arbeiten Sie mit Blumen?

Eigentlich seitdem ich fotografiere, das sind in Summe circa 40 Jahre – also schon ziemlich lange (lacht).

Welche Bedeutung haben Blumen für Sie im Alltag?

Blumen sind für mich auch im Alltag ein zentrales Thema. Schnittblumen sind bei mir zu Hause Teil der Einrichtung und im Garten pflege und hüte ich meine Rosen. Einladungen von Freunden und meiner Familie werden bei mir im Kontext der Jahreszeit und der vorhandenen Blumen gestaltet.

Wie lange arbeiten Sie an einem Bild wie dem oben abgebildeten?

Dieses Arrangement umfasst eine Aufnahmedauer von rund drei bis vier Wochen. Zuerst entziehe ich den Blumen die Feuchtigkeit, dann stelle ich die Arrangements zusammen. Da manche Blüten nicht arrangierbar sind, muss ich die ganze Komposition  von vorne zusammenstellen – es ist ein Prozess, der viel Geduld erfordert.

Bild 2110_O_Kultur_Flowers0.jpg
© Michael Reitter-Kollmann