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People | 22.02.2021

Fit wie Mena

Verbesserte Konzentration, mehr Energie, sprudelnde Lebensfreude: Mit ihrem neuen Lebensstil hat Magdalena Henkel ihre Leichtigkeit zurückgewonnen. Jetzt will die 34-jährige Linzerin dank der „menafit Methode“ auch ihre Kunden zu Höchstleistungen motivieren.

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© Sarah Katharina Photography

Beim Covershooting mit Magdalena Henkel bemerken wir schnell: Wer neben der quirligen Blondine sitzt, wird sofort von ihrer guten Laune angesteckt. Sie strahlt eine Energie aus wie nur wenige andere Menschen – eine Eigenschaft, die ihr als Personal Trainerin zugutekommt. Die Fitnessexpertin unterstützt ihre Kunden dabei, ihren Körper zu definieren und einen fundierten Fitness- und Ernährungsplan auszuarbeiten. Dabei hat sie durch ihre Übungen für zu Hause genau den Nerv der Zeit getroffen. Mit der Oberösterreicherin spricht sie nicht nur über ihren Werdegang und einen gesunden Lebensstil, sie gibt auch private Einblicke in ihre Beziehung mit Runtastic Co-Founder Florian Gschwandtner und zeigt uns die besten Übungen für die eigenen vier Wände. 

OBERÖSTERREICHERIN: Frau Henkel, war es für Sie immer schon klar, den Weg ins Fitness-Business einzuschlagen?

Nein, eigentlich überhaupt nicht. Ich war zwölf Jahre lang in der Personalvermittlung und im Eventmanagement tätig. Ich bin sozusagen ein Spätzünder, habe aber schon immer gerne und viel Sport gemacht. 

Wie lange sind Sie nun als Personal Trainerin und Fitnesscoach tätig? 

Ich bin seit Jänner 2020 selbstständig. Das war die beste Entscheidung in meinem Leben. Ich wache jeden Tag hochmotiviert auf. 

Was unterscheidet die „menafit Methode“ von anderen Fitnessprogrammen? 

Die „menafit Methode“ ist durch eine Kombination aus hochpulsigen HIIT (High Intensity Interval Training)- Übungen und muskelstraffenden Kraftübungen doppelt effektiv. Die Kombination bringt den Body perfekt in Form, strafft Haut und Bindegewebe und fördert zugleich die Fettverbrennung. Dadurch wird die Motivation gesteigert und eine anhaltende Effektivität erzielt.

 

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Mit ihrer „menafit Methode“ bringt Magdalena Henkel als Personal Trainerin ihre Kunden in Form. ( © Sarah Katharina Photography)

Anfangs machen Sie mit den Kunden einen Bodycheck. Wie funktioniert das? 

Der erste Bodycheck gibt uns Aufschluss über den Istzustand. Anhand eines Messgeräts wird eine Bioimpedanzanalyse durchgeführt. Damit erhalten wir in zwei Minuten Daten zu Körpergewicht, Körperfett, Muskulatur, Wasseranteil und zum körperlichen Fitnesszustand. Zusätzlich nehme ich noch die Körpermaße und es werden Vorher-/Nachher-Fotos gemacht. Dann definieren wir gemeinsam ein realistisches Ziel und einen zeitlichen Rahmen. Den Bodycheck wiederholen wir regelmäßig und beobachten dabei die Fortschritte. 

Sie bieten unterschiedliche Fitness-Pakete an. Wie stellen Sie die Work-outs für Ihre Kunden zusammen? 

Das Wichtigste ist ein individueller Trainingsplan. Der Kunde steht für mich zu 100 Prozent im Mittelpunkt und die Trainingspläne variieren je nach Zielsetzung und körperlichem Fitnesszustand. Wenn Abnehmen im Fokus steht, werden sehr viele HIIT-Übungen eingebaut, um ordentlich Fett zu verbrennen („Slim Fit Paket“). Wer die allgemeine Fitness verbessern und Haut und Muskeln straffen möchte, ist mit meinem „Stronger Paket“ gut beraten. Für mehr Flexibilität, ganzheitliche Kraft und mentale Stärke empfehle ich das „Bodybalance Paket“.

Training ohne Fitnessstudio ist für viele Menschen eine Herausforderung. Wie hat sich Ihr Training durch die Lockdown-Phasen verändert? 

Da sich mein Trainingskonzept überwiegend auf Body Weight-Trainings stützt und seit jeher ortsungebunden ist, hat sich für mich nichts geändert. Im Gegenteil, meine Dienstleistung passt genau in die herausfordernde Zeit von heute. Ein professionelles Work-out in den eigenen vier Wänden ist mindestens genauso effektiv wie in einem Studio. 

Was sind die besten Tipps für das Training zu Hause? 

Man sollte sich vorher immer ein Ziel setzen und festlegen, wie oft man in der Woche trainieren möchte. Am besten man trägt die Work-out-Sessions genauso wie berufliche Termine fix im Kalender ein. Neben einem Trainingsplan vom Personal Trainer können auch Onlineangebote wie Instagram-Live-Work-outs genutzt werden. Zum Trainieren braucht man lediglich eine Fitnessmatte, Resistenzbänder und ein bis zwei Kilogramm Kurzhanteln.

Wie schafft man es, motiviert zu bleiben und nicht gleich aufzugeben?

Das Wichtigste ist, keinen Druck zuzulassen, nichts passiert von heute auf morgen. Wir nehmen ja auch nicht über Nacht fünf Kilogramm zu, daher muss man sich auch beim Abnehmen oder Fitwerden gedulden. Wenn mal ein schlechter Tag dabei ist, nicht gleich wieder alle guten Vorsätze über Bord werfen, sondern positiv bleiben und am nächsten Tag mit noch mehr Power weitermachen. 

Wieso ist Bewegung gerade in solchen Zeiten auch für die mentale Gesundheit wichtig?

Die Wissenschaft ist sich darüber einig: Bewegung macht frei im Kopf und stärkt das Immunsystem. Mit den Hormonen Endorphin, Serotonin oder Dopamin, die der Körper während und nach dem Sport ausschüttet, hellt sich auch die Laune auf. Auf keinen Fall sollte man sich bei trüber Stimmung ins Bett zurückziehen. Das verstärkt bloß die negativen Emotionen. Eine kurze Trainingssession an der frischen Luft kann wahre Wunder bewirken.

 

 

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„Das wichtigste ist, keinen Druck zuzulassen, Nichts passiert von heute auf morgen.“ Magdalena Henkel ( © Sarah Katharina Photography)

Wie wichtig ist ein fixer Trainingsplan beim Sport?

Ein fixer Trainingsplan ist extrem wichtig! Ich vergleiche das gerne mit einem Roadtrip. Da werden im Vorfeld auch Route, Streckenabschnitte und das Endziel geplant. Man fährt nicht einfach wild drauf los, jedenfalls nicht, wenn man ein Ziel hat (lacht).

Viele Frauen haben Angst, durch zu viel Training zu kräftig zu werden. Wie kann man das vermeiden? 

Ich habe selten Frauen erlebt, die durch zu viel Training zu kräftig wurden. Es kommt immer auf die Art des Trainings an. Deshalb sollte man wissen, welche Trainingsmethode welchen Effekt erzielt, das macht auch meine Arbeit als Trainerin so wertvoll. Generell gilt: wenig Gewicht – viele Wiederholungen, dann mutiert Frau auch nicht zum Hulk (lacht). 

Wie wichtig ist neben dem Training eine gesunde Ernährung?

Zu einem gesunden Lifestyle gehört der Ernährung ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem Training selbst. Beides bildet eine Einheit. Meine Kunden bekommen von mir Ernährungstipps und einfache, gesunde Rezepte zum Nachkochen. Bei gemeinsamen KochFit Stunden, gebe ich mein Know-how in der Küche weiter und teile meine Rezepte auch online. Im letzten Lockdown habe ich meinen ersten #IssDichFit Online-Guide herausgebracht. Die perfekte Einstiegslektüre für gesundes Abnehmen mit vielen tollen Rezeptideen.

Low Carb, Keto, High Protein – im Diäten-Dschungel ist man schnell mal überfordert. Wie können Sie da helfen? 

Oh ja, das ist wirklich ein Problem und es gibt immer wieder neue Diäten, die uns alle möglichen Wunder versprechen. Ich rate generell von Diäten ab, da es bei den meisten um Verzichten auf  Zeit geht und es frustrierend ist, wenn sich die Fettpolster nach der Diät rasch wieder anlegen. Ich helfe meinen Kunden durch gezielte Ernährungstipps, das Essverhalten Schritt für Schritt umzustellen und schlechte Gewohnheiten durch gesunde Varianten zu ersetzen. Ein Ernährungskonzept, das Kraft, Energie und Wohlbefinden schenkt, anstatt zu belasten. Oft ist Essen auch ein sehr emotionales Thema, wo es auf mentaler Ebene anzusetzen gilt.

Wie sieht gesunde Ernährung aus?

Regionale Produkte verwenden, viel Gemüse essen, selber kochen, wenn Fleisch auf den Tisch kommt, dann nur Bioqualität. Gesunde Ernährung ist überwiegend vegetarisch, proteinhaltig und beinhaltet wenig Kohlenhydrate.

Ihre Tipps zum Abnehmen?

Die 16/8 Intervallfasten-Methode stabilisiert das Gewicht durch natürliche Essenspausen und hilft bei der gesunden Gewichtsabnahme. Außerdem sollte man keinen Industriezucker oder verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen. Bei Kohlenhydraten sollte man auf komplexe Varianten setzen und nach 15 Uhr auf Low Carb- bis No Carb-Kost setzen. Das sorgt für einen gesunden Abnehmprozess ohne Jo-Jo-Effekt und bringt besseren Schlaf mit sich.

Ist es wichtig, vor der Ernährungsumstellung auch mal zu fasten bzw. zu entgiften?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Ernährungsumstellung nach einer Entgiftungskur leichter fällt, weil dadurch die Motivation, gesund weiterzumachen steigt. Generell ist es empfehlenswert, einmal im Jahr zu entgiften. Das gibt dem Körper eine Pause, die er dringend braucht.

Wie oft und wie lange trainieren Sie in der Woche?

Ich liebe die Abwechslung. Drei- bis viermal pro Woche mache ich die „menafit Methode“ (50 Minuten), zusätzlich jogge ich für mein Leben gerne – circa dreimal wöchentlich zehn Kilometer. Wenn noch Zeit übrig bleibt, dann lege ich eine Yoga- oder Pilates-Einheit ein. Pausentage gibt es bei mir je nach körperlicher Verfassung ein- bis zweimal pro Woche.

 

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Privater Einblick: Magdalena Henkel mit Partner Florian Gschwandtner beim gemeinsamen Skifahren

Wie ist Magdalena Henkel privat, wo und wie leben Sie?

Ich wohne mit meinem Partner Florian in Linz und bin normalerweise auch viel in Wien unterwegs. Zurzeit mache ich meine Arbeit aus dem Wohnzimmer. Wenn es möglich ist, bin ich mit meinen Kunden auch sehr viel im Freien unterwegs. 

Mit Florian Gschwandtner haben Sie einen ziemlich berühmten Partner an der Seite. Wie haben Sie sich kennengelernt? 

Beim Laufen (lacht). Wir haben auf der Donaulände dieselbe Laufrunde und sind uns beim Laufen ein paar Mal begegnet. Florian hat mich immer sehr charmant angelächelt und meine Läufe auf der Runtastic App geliked. Schließlich haben wir uns beim Fortgehen näher  kennengelernt. Und obwohl wir beide gerade nicht auf der Suche waren, hat es sich dann doch so ergeben. 

Wie man ein erfolgreiches Business aufbaut, weiß Herr Gschwandtner sehr gut. Hilft er auch bei Ihrer Karriere? 

Grundsätzlich mache ich sehr viel alleine, aber in gewissen Bereichen hole ich mir sehr gerne den ein oder anderen Rat von Florian. Ich kann vieles von ihm  lernen. 

Auch Florian Gschwandtner ist ein Fitness-Junkie. Wie wichtig und hilfreich ist es, wenn man gemeinsam an den sportlichen Zielen arbeitet?

Das ist optimal, da man sich gegenseitig motivieren und sogar Trainingsdates ausmachen kann. Dabei geht es nicht nur darum, Zeit miteinander zu  verbringen, sondern auch um eine gemeinsame gesunde Lebenseinstellung. Bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung, aber auch gemeinsames Entspannen und Regenerieren sind uns wichtig und schweißen uns zusammen.

Wer von Ihnen ist sportlicher bzw. motivierter beim Sport? 

Wir haben beide unterschiedliche Ziele. Ich bin definitiv ausdauernder und mache lange Läufe und HIIT-Training. Florian ist mehr im Kraftsport verankert und konzentriert sich auf kurze, schnelle Läufe.

Sie haben Ihr Hobby zum Beruf gemacht. Was machen Sie, wenn Sie sich nicht mit Fitness und Ernährung beschäftigen?

Im Winter liebe ich das Skifahren und Skitourengehen. Ansonsten reise ich gerne in fremde Länder und lerne neue Kulturen kennen. Ich bin auch ein extrem kontaktfreudiger und geselliger Typ und gerne mit Menschen umgeben.