Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 09.02.2022

„Es war das totale Family-Feeling“

Seit 1. Februar steht Linz im Zentrum der Verbrechensbekämpfung: Jeden Dienstag um 20.15 Uhr gibt es in den kommenden drei Monaten auf ORF 1 eine Folge der Krimiserie „SOKO Linz“ zu sehen – gedreht wurde unter anderem in und rund um die Tabakfabrik. Mit dabei: Nachwuchstalent Paula Hainberger (14) aus Leonding

Bild 2202_O_Paula_Soko1.jpg
© Gebhardt Productions/Steffi Leo

Von der aufstrebenden Linzer Technikbranche bis ins Obdachlosenmilieu, zwischen Zeugenschutzprogramm und Serienkillerfahndung – seit 1. Februar ermittelt das österreichisch-deutsche Team des Polizeikooperationszen-
trums „SOKO Linz“ in grenzübergreifenden Mordfällen. Modern, voller Tatendrang und mit jeder Menge kriminalistischem Spürsinn – so präsentiert sich die Crew um Chefinspektorin
Johanna (Katharina Stemberger) an 13 Abenden immer dienstags um 20.15 Uhr auf ORF 1. Als einzige Oberösterreicherin neben Miriam Hie im Team um erfahrene Schauspieler, wie Daniel Gawlowski, Anna Hausburg, Damyan Andreev und Alexander Pschill, beweist die 14-jährige Paula Hainberger aus Leonding ihr schauspielerisches Geschick. Als Emilia hält sie ihren alleinerziehenden Vater, Kriminalhauptkommissar Ben Halberg (Daniel Gawlowski), ordentlich auf Trab. 

Wir haben mit der Newcomerin darüber gesprochen, wie es für sie war, das erste Mal vor einer TV-Kamera zu stehen und wie sie die Drehtage für „SOKO Linz“ und Schule unter einen Hut bekommen hat. 

 

OBERÖSTERREICHERIN: Paula, wie bist du zur Rolle der Emilia Ertl gekommen? Gab es da ein Casting?

Paula Hainberger: Das hat sich zufällig ergeben, nachdem ich eine kleine Annonce in der Zeitung gelesen und mich beworben habe. Ich muss gestehen, dass ich eigentlich bis zum Schluss nicht genau gewusst habe, wo ich da mitmache (lacht). Die ersten Casting-Runden haben wegen Corona online per Video stattgefunden. Eines Tages bekam ich dann die Info, dass ich unter den drei Besten bin und nach Wien zum Casting eingeladen werde. Dort habe ich den Regisseur und die anderen SchauspielerInnen kennengelernt. 

 

 

Bild 2202_O_Paula_Soko0.jpg

Wie war es, als du erfahren hast, dass du die Rolle bekommen hast?

Es war eine riesengroße Überraschung für mich! Ich konnte es anfangs gar nicht glauben (lacht). Ich war in der Schule, als ich die Info bekam, danach ging alles sehr schnell. Quasi raus aus der Schule und rein in die Vorbereitungen für den Dreh.  

 

Konntest du davor schon Schauspielerfahrung sammeln? 

Ja, seitdem ich acht Jahre alt bin, spiele ich Theater an der Reiman Akademie in Linz. Vor der Kamera habe ich jedoch noch nie gespielt. 

 

Wie waren die Dreharbeiten?

So cool! Es war das totale Family Feeling. Anfangs war ich mit den vielen Menschen am Set ein bisschen überfordert. Ich kannte niemanden und habe mir auch mit den Namen schwergetan. Mich hingegen kannten alle, weil ich das einzige Kind am Set war (lacht). Das gesamte Team war super lieb zu mir und alle haben sich gut um mich gekümmert. Ich habe mich total wohlgefühlt! 

 

Wie ging sich das Drehen mit der Schule aus? 

Ein Großteil der Dreharbeiten fiel zum Glück in die Sommerferien, trotzdem fehlte ich ein paar Tage in der Schule. Das Ganze ist oft sehr spontan abgelaufen, da ich zum Teil erst am Vortag den Zeitplan für den nächsten Tag bekommen habe. Aber seitens meiner Schule, dem Khevenhüller Gymnasium Linz, hat man mich gut unterstützt. Der Direktor hat mich freigestellt und meine LehrerInnen haben mir die Unterlagen zum Nachlernen geschickt. Das hat gut geklappt. 

 

Was gefällt dir an der Schauspielerei?

Ich mag diese andere Welt, in die man beim Schauspielen eintaucht. Ich finde es sehr spannend, wie durchgeplant und organisiert die Dreharbeiten ablaufen. Dass da noch jemand den Überblick behält, finde ich faszinierend. Das Spielen macht so viel Spaß! Auch hinter der Kamera, zwischen den Szenen, haben wir viel gelacht. 

 

Wie würdest du Emilia beschreiben? 

Emilia ist in der ersten Staffel 13 Jahre alt und ein ganz liebes, aufgewecktes Mädchen. Mit ihrem Papa Ben hat sie eine sehr enge Beziehung. Das ändert sich ein bisschen im Laufe der Zeit. Mit ihrer Mama, die in Singapur lebt, hat sie nur wenig Kontakt und die fehlt ihr sehr. Im Gerichtsmediziner Richie findet sie einen engen Vertrauten. 

 

Was hat die Rolle der Emilia mit der echten Paula gemeinsam?

Ich bringe ganz viel von meiner Persönlichkeit in die Rolle ein. Zum einen, weil das authentischer ist, und zum anderen, weil sich unsere Persönlichkeiten sehr ähneln. Ich bin offen und gehe mit einer gewissen Leichtigkeit in Situationen, das haben Emilia und ich gemeinsam.

 

Bist du in der zweiten Staffel von „SOKO Linz“ auch wieder dabei?

Ja, und ich freue ich mich schon riesig auf die Dreharbeiten, die im Mai starten werden. Mir wurde auch schon verraten, dass ich ein paar Drehtage mehr bekomme und es sehr emotionale Emilia-Ben-Momente geben wird.

 

Linz als Krimischauplatz

Als spannende Stadt der Gegensätze zwischen Industrie, Digitalisierung, Kultur und Studentenleben mit dem modernen Flair einer österreichischen Großstadt präsentiert sich Linz als weiterer „SOKO-Standort“. Neu in der „SOKO-Familie“ sind aber nicht nur Team und Standort, sondern auch das Setting, in dem in 13 Folgen ermittelt wird: Die „SOKO Linz“ wird als Polizeikooperationszentrum geführt, das im Dreiländereck Österreich, Deutschland und Tschechien zum Einsatz kommt und auch personell auf die österreichisch-deutsche Freundschaft setzt. Die zweite Staffel wird noch heuer gedreht.