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People | 02.08.2021

Es ist Zeit für Zuversicht

Landeshauptmann Thomas Stelzer über Ziele und Motivation beim Wandern sowie in der Politik.

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© Land OÖ/ Mayrhofer

Als begeisterter Wanderer weiß Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer sehr genau, dass Wandern und Politik viele Gemeinsamkeiten haben. Wir haben den Naturliebhaber  bei einer Wanderung begleitet und nachgefragt, wie sich die nächsten Etappenziele für Oberösterreich gestalten werden.
 

OBERÖSTERREICHERIN: Herr Landeshauptmann, Gipfelgespräche erleben Sie privat als begeisterter Wanderer und im Beruf als Politiker. Wo liegen eigentlich Parallelen zwischen Ihrem Hobby und Ihrem Beruf?

LH Thomas Stelzer: Da gibt es natürlich einige Gemeinsamkeiten. Im Grunde beginnen Wandern und Politik immer mit der Festlegung von Zielen, der Auswahl der Route und dem ständigen Bemühen, unterwegs auf dem richtigen Weg zu bleiben. Insofern haben Sie durchaus recht: Wandern und Politik haben viel gemein. Auch dann, wenn man ein Ziel erreicht hat. Der Blick vom Gipfel öffnet dann neue Perspektiven und motiviert, die nächsten Ziele auszukundschaften und anzupacken.

 

Welche Marschroute haben Sie für Oberösterreich festgelegt? Wo liegt das Ziel?

Nach der Coronakrise kommt es natürlich weiterhin darauf an, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das tun wir, indem wir weiterhin jede Impfdosis rasch zur Verfügung stellen, die uns seitens des Bundes geliefert wird.
Zweites Ziel: Oberösterreich gestärkt aus der Krise herauszuführen, die Arbeitsplätze zu sichern und Menschen rasch wieder in Beschäftigung zu bringen. Wir haben immer gesagt: Inzidenzen sind wichtig, wir schauen vor allem aber auch auf Existenzen der Menschen. 

 

Wann rechnen Sie mit einem Gipfelsieg?

Nach Monaten der Entbehrungen ist jetzt die Zeit für Zuversicht angebrochen. Schritt für Schritt drängen wir Corona zurück und Stück für Stück kehrt Normalität zurück. In Oberösterreich gibt es bereits wieder mehr Beschäftigte als vor der Krise und die Firmen melden gute Auftragslagen. Auch wenn uns das Virus zwar noch länger erhalten bleiben wird, haben wir mit den Impfungen ein wirksames Mittel, um unser gewohntes Leben führen zu können. Da sind wir laut Einschätzung der Wirtschaftsforscher insbesondere in Oberösterreich auf einem guten Weg. Auch bin ich zuversichtlich, dass der prognostizierte wirtschaftliche Aufschwung – vor allem auch durch unseren OÖ-Plan – voll zur Entfaltung kommt.

 

 

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© Land OÖ/ Mayrhofer

Wenn wir beim Bild der Wanderung bleiben: Welche Perspektiven wird Ihnen der Blick vom Gipfel nach Bewältigung der Krise eröffnen? Welche Ziele wollen Sie dann anpacken?

Dann müssen wir die Lehren aus der Krise ziehen. Unser dezentrales Gesundheitssystem hat sich im Kampf gegen das Virus bestens bewährt. Wir haben aber gesehen, dass es auch Bereiche gibt, wo wir besser werden müssen: Wir müssen die Digitalisierung des Landes rasch vorantreiben, wir müssen Lieferketten und Produktionen nach Europa zurückholen und bei uns erhalten und wir müssen für OÖ jene Chancen optimal nutzen, die uns Umwelt- und Klimaschutz eröffnen.

 

Wo bieten Umwelt- und Klimaschutz Chancen?

Zunächst haben wir als Menschheit die Chance, im Sinne unserer Kinder und Enkel die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Gleichzeitig zeigt sich jetzt, dass wir in OÖ die Weichen zeitgerecht richtig gestellt haben. Oberösterreich und seine Betriebe sind in Europa und der Welt Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Wir sehen Ökologie und Ökonomie nicht als Gegensätze, sondern als starke Partner auf dem Weg in die Zukunft.

 

Stichwort: Weg und Zukunft. Sie sind ja auf dem Weg in Richtung Oberösterreich-Wahl. Erst kommt aber der Sommer. Wird bei Ihnen Zeit für Erholung bleiben? Worauf freuen Sie sich mit Blick auf den Sommer?

Da bin ich wieder beim Thema Wandern: Pausen braucht es auf jedem Weg, um mit neuer Kraft weiterzugehen, in Ruhe einmal den Kurs zu überprüfen und letztlich den Kopf für die bevorstehenden Herausforderungen wieder frei zu haben. So werde ich es auch mit Blick auf meine Aufgabe halten. Zeit für meine Familie ist mir wichtig und Zeit in Oberösterreichs herrlicher Natur ein echter Kraftquell.

 

Um beim Bild zu bleiben: Noch verstellt ein Zeitraum von ein paar Monaten den Blick auf das Etappenziel der OÖ-Wahl. Wie soll Ihrem Geschmack nach der Hüttenabend, sprich der Wahlabend, ausfallen?

Natürlich hoffe ich, dass viele Leute im Herbst sagen werden: Die OÖVP und der Landeshauptmann haben uns gut und sicher durch die Krise gebracht. Man wirbt bei einer Wahl vor allem auch um das Vertrauen der Menschen für die Zukunft. Ich habe klare Vorstellungen von der Zukunft, in die ich Land und Menschen führen möchte: Wir wollen gemeinsam weiterhin alles tun, um Oberösterreich wieder stark zu machen – wirtschaftlich und gesellschaftlich. Wir wollen Betriebe und Arbeit stützen und das bunte Netzwerk der Ehrenamtlichkeit wieder zum Blühen bringen.