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People | 15.08.2017

Eingefangene Momente

Die 29-jährige Rohrbacherin Annika Höller bringt nach ihrem ersten Buch „Wortgef(l)echte“, einem Gedichtband, nun auch ihr zweites Werk, „Momentaufnahmen“, auf den Buchmarkt...

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Autorin Annika Höller. (© Diseinerei)

Und sie berührt mit ehrlichen und authentischen Kurzgeschichten, die kurze Momente und deren positive oder auch negative Seiten bespielen, die Herzen der Leser. Wir baten die junge Autorin zum Interview.

 

Frau Höller, Ihr erstes Buch „Wortgef(l)echte“ ist in den wichtigsten Stationen Ihres Lebens entstanden. Wo waren die und was haben Sie dort gemacht?

Ich habe mein Buch „Wortgef(l)echte“ 2015 veröffentlicht. Entstanden ist es in Granada, in Andalusien, wo ich zweieinhalb Jahre zum Studieren und Arbeiten gelebt habe, in Wien, wo ich mein Bachelorstudium „Transkulturelle Kommunikation“ 2014 abgeschlossen habe und im Mühlviertel, meiner Heimat, in die ich vor drei Jahren wieder zurückgekehrt bin.

Im Juli kommt Ihr zweites Buch „Momentaufnahmen“ auf den Markt. Was erwartet die Leser?

„Momentaufnahmen“ beinhaltet einen kleinen Teil an Gedichten, der Fokus liegt allerdings auf Kurzgeschichten. Wie beim ersten Buch geht es auch hier wieder viel um kontrastive Themen. Tatsächlich Erlebtes vermischt sich mit Erfundenem. Tatsächlich Gefühltes mit Geträumtem. Meiner Meinung nach ist es noch ehrlicher, authentischer und daher auch berührender als mein erstes Buch, einfach weil Prosa – frei von Rhythmik und Versstrukturen – mehr künstlerischen Spielraum zulässt.

 

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Buchcover: "Momentaufnahmen". (© Annika Höller)

Woher holen Sie sich Ihre Inspirationen?

Schreiben ist für mich ein innerer Impuls, getrieben von Träumen, Ängsten, Freuden und ganz speziellen Momenten des täglichen Lebens, der mich dazu drängt, Gefühltes in Worte zu verpacken. Oft fällt mir vor dem Schlafengehen eine Szene ein oder ein Gespräch, das ich unbedingt in irgendeiner Weise verarbeiten will, ja, fast muss! Aber auch Bücher inspirieren mich.

Sie arbeiten außerdem als Redakteurin für eine oö. Lokalzeitung. War es schwer, nach einem Arbeitstag noch an Texten für Ihr Buch zu feilschen?

Literarisches und journalistisches Schreiben sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Während das eine für mich praktisch mein „Brotjob“ ist, der eben nicht ganz so viel künstlerischen Spielraum zulässt, den ich aber trotzdem sehr gerne mache, ist das andere das Dessert oder die Kür. Natürlich hatte ich in stressigen Zeiten oft keine Lust mehr dazu, abends privat zu schreiben, aber das Schreiben ist mein inneres Bedürfnis.

Wird es noch weitere Bücher von Ihnen geben?

Da ich sowieso nicht mit dem Schreiben aufhören werde können, wird es sicher noch weitere literarische Projekte geben. Die Idee für das dritte Buch steht bereits. Es muss nur noch geschrieben werden... (lacht)