Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 02.10.2017

Bodenständige Powerfrau

Seit vier Jahren ist Anna-Maria Ragailler bei Sedda Polstermöbel in Wallern als Unterstützung von Geschäftsführer Roland Ragailler für den Einkauf zuständig. Seit 26. August ist die bildhübsche 29-Jährige mit Juniorchef Johannes Ragailler verheiratet.

Bild 1710_O_Coverstory_klein_3.jpg
„Wenn man etwas gern tut, entwickelt man unglaubliche Energien.“ (Anna-Maria Ragailler) (© Theresa Kaindl photography)

Sie ist blond, unglaublich hübsch und ein echtes Energiebündel. Anna-Maria Ragailler bewies bei unserem Fotoshooting im Sedda-Schauraum in Wallern in Outfits von „Steiner 1914“ in Linz absolute Modelqualität. Die Familie steht bei der studierten Volkswirtin an erster Stelle und des Öfteren kommt es vor, dass sie nach einem Arbeitstag bei Sedda in der Küche vom Mostheurigen „Am Hochfeld“ ihrer Mama hilft. Was sie an der Arbeit im Familienunternehmen Sedda begeistert und warum ihre Schwiegermama Ursula Ragailler ein großes Vorbild für sie ist, verrät die bodenständige Powerfrau im Interview.

Frau Ragailler, was hat Sie dazu bewogen, in Innsbruck Volkswirtschaftslehre zu studieren?

Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zur Diplomierten Gesundheitstrainerin absolviert. Ich wollte aber auch eine solide Ausbildung im Wirtschaftsbereich machen. Dazu hat mich mein Papa inspiriert, von dem ich gelernt habe, dass man fleißig sein muss, um etwas bewirken zu können. An Innsbruck hat mir vor allem das familiäre Umfeld sehr gut gefallen. Ich würde es wieder genauso machen.

Sie waren beruflich auch in China tätig. Was hat Ihnen dieser Aufenthalt fürs Leben gebracht?

Im Rahmen meines Studiums habe ich ein Auslandsemester in Taipeh (Taiwan) verbracht. Es war sehr spannend und ich habe für mich persönlich sehr viel dazugelernt. Ich lebte im Landesinneren von Taiwan und fand einen völlig anderen Standard als in Europa vor. Ich habe auf einem Holzbett geschlafen und es gab auch Kakerlaken im Zimmer. In so einem Umfeld wächst man über sich hinaus. Ich bin in diesem halben Jahr persönlich sehr gereift. Obwohl China kulturell wahnsinnig spannend war, bin gerne wieder nach Österreich zurückgekommen. Ich bin sehr glücklich in meiner Heimat.

Was haben Sie nach dem Studium gemacht?

Bereits während meines Studiums habe ich einige Praktika absolviert, unter anderem auch beim TV-Sender RTL. Nach dem Studium bin ich direkt bei Sedda in Wallern eingestiegen.

Bild 1710_O_Coverstory_final_3.jpg
(© Theresa Kaindl photography)

Haben Sie damals Ihren jetzigen Mann Johannes schon gekannt?

Ja, wir haben uns schon gekannt. Ich bin praktisch ein Jahr nachdem wir uns kennengelernt haben in die Firma eingestiegen. Damals wurde zufällig eine Stelle frei, die für mich interessant war. Und das hat gut gepasst.

 

Wie lange kennen Sie Johannes schon?

Wir sind jetzt seit sechs Jahren ein Paar. Ich bin eigentlich aus Stadl-Paura. Meine Eltern haben sich getrennt, mein Vater lebt in Wels und meine Mama ist nach Bad Schallerbach gezogen, wo sie den Mostheurigen „Am Hochfeld“ führt. Während meines Studiums in Innsbruck bin ich an den Wochenenden oft zu meiner Mama nach Hause gefahren. Eines Tages habe ich Johannes am Tennisplatz kennengelernt.

 

Was genau machen Sie in der Firma Sedda?

Ich unterstütze Geschäftsführer Roland Ragailler und habe gemeinsam mit ihm den Einkauf über. Ich kaufe Leder, Stoffe und auch Holz ein und bin gemeinsam mit der Familie auf Messen vertreten.

 

Die Firma Sedda wurde bereits 1961 gegründet. Wie hat sich das Unternehmen entwickelt?

Johann Thalermaier, der Großvater von Johannes, war Sattler und Polsterer. Er hat die Firma als Zweimannbetrieb gegründet. Die positive Entwicklung geht vor allem auf ihn und meine Schwiegereltern Roland und Ursula Ragailler zurück. Johannes und ich sind bereits die dritte Generation, die im Unternehmen tätig ist. Wir haben das große Glück, dass wir sowohl vom Großvater, der noch täglich durch den Betrieb marschiert, als auch von meinen Schwiegereltern lernen dürfen.

 

Wie viele Mitarbeiter sind heute bei Sedda beschäftigt und welche Märkte werden bedient?

Derzeit beschäftigen wir mehr als 200 Mitarbeiter. Sedda ist vor allem in Österreich tätig. Wir bedienen aber auch den deutschen Markt, die Schweiz und Oberitalien.

 

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Sedda?

Wir produzieren ausschließlich in Österreich. Herausragend ist vor allem die Funktionalität unserer Möbel. Sitzmöbel von Sedda sind nicht nur zum Sitzen da, wir fertigen Schlafsofas, die einfach und schnell in ein Bett verwandelt werden können. Wir streben immer nach Nachhaltigkeit, Funktionalität und hoher Qualität. Aber auch Gesundheit im Wohnbereich spielt eine entscheidende Rolle. So hat Sedda zum Beispiel die schadstofffreie Verklebung am Markt etabliert und einige Patente angemeldet.

Bild 1710_O_Coverstory_final_1.jpg
Mode ist eine große Leidenschaft von Anna-Maria Ragailler. (© Theresa Kaindl photography)

Der Möbelmarkt ist hart umkämpft. Wie schafft man es, am Ball zu bleiben?

Der hohe Qualitätsanspruch sowie unsere vielen patentierten Innovationen sind zweifelsohne unsere Steckenpferde, mit denen wir uns von der Masse abheben. Das Schöne ist, dass sich jedes Familienmitglied mit vollem Engagement ins Unternehmen einbringt. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Generationen funktioniert sehr gut. Meine Schwiegermutter ist ein großes Vorbild für mich, sie ist eine richtige Powerfrau. Es ist für mich eine Ehre, dass ich so herzlich von der Familie aufgenommen wurde und dass ich mich mit meinen Qualitäten ins Unternehmen einbringen darf.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Wenn man einen Sinn für schöne Dinge und wertige Materialien wie Leder hat, dann ist es sehr spannend, den Einkauf machen zu können. Es tut sich immer viel beim Design, bei den Farben, Stoffen und so weiter. Man muss auch immer darauf achten, was gerade Trend ist. Langweilig wird es nie. Mein Highlight ist mit Sicherheit die Arbeit mit Stoffen und Leder.

 

Wie schaut es in Sachen Trends im Bereich von Sitzmöbeln und Betten aus?

Es wird wieder mehr auf das Design geachtet. Klare Linien und knautschige Kissengarnituren sind absolut im Vormarsch, aber auch die Funktionalität wird immer wichtiger. Wir verbinden italienisches Design mit österreichischer Qualität.

...

Lies das ganze Interview in der Printversion der neuen Oktober-Ausgabe!