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People | 01.12.2014

"Blackout-Phasen sind der Horror"

Der gebürtige Mühlviertler Florian Danner gibt nicht nur als Vater und Ehemann richtig „Gas“, er ist auch mit vollem Eifer dabei, wenn es täglich ab sechs Uhr Früh auf PULS 4 heißt: „Guten Morgen Österreich, herzlich willkommen bei Café Puls“.

Bild CafePuls_FlorianDanner (c Kopie.JPG
Foto: Markus Morianz

Mit seinen 31 Jahren hat Florian Danner als Journalist und Moderator eine steile Karriere hingelegt. Bereits im Alter von 17 Jahren 

wurde er von Life Radio als Moderator engagiert, wo er sein Publikum über Jahre hinweg mit verschiedenen Shows begeisterte. Bis die ProSieben-SAT.1-PULS 4--Gruppe den Oberösterreicher im Jahr 2008 nach Wien zum Fernsehen holte. Mit nur 24 Jahren stand Florian Danner als jüngster News-Anchorman vor der Kamera. Heute versorgt er die Nation gemeinsam mit Moderatorin Bianca Schwarzjirg schon frühmorgens in der Sendung „Café Puls“ mit tagesaktuellen Themen. Privat ist der Strahlemann mit der Oberösterreicherin Christina verheiratet, seit zweieinhalb Jahren macht Söhnchen Theo das Glück perfekt. Wie er es schafft, jeden Tag um zwei Uhr früh aus den Federn zu kommen, und wie er zu einem Job beim amerikanischen TV-Riesen CNN kam, erzählt Florian Danner im Interview. 

 

Ist Moderator Ihr Traumberuf?

Ich glaube schon. Im Alter von 13 Jahren hat mich mein Vater einmal ins ORF Landesstudio in Linz mitgenommen. Ab dieser Zeit wollte ich Radiomoderator werden. Das war mein großer Traum. 

 

Was ist das Schlimmste, das einem als Moderator auf Sendung passieren kann?

Blackout-Phasen sind der Horror. Das Coole bei „Café Puls“ ist aber, dass wir als Team auf Sendung sind und nie alleine im Studio stehen. Dadurch kann einen immer der andere retten. Gerade beim Frühstücksfernsehen, wenn man wochenlang um drei Uhr zu arbeiten beginnt und um sechs Uhr mit der Live-Moderation startet, kommt es schon einmal vor, dass man sprachlos ist. 

 

Sie müssen um zwei Uhr früh aufstehen – wie schaffen Sie das? 

Das Aufstehen ist immer wieder schlimm. Im Prinzip muss man sein Leben komplett umstellen. Ich bringe meinen kleinen Sohn zwischen sieben und halb acht Uhr am Abend ins Bett, dann gehe ich duschen und lege mich auch schlafen. 

 

Sie haben während des Krieges live aus Afghanistan berichtet. Wo würden Sie um keinen Preis hingehen?

Im Moment würde ich mich nicht in die schwer umkämpften Gebiete in Syrien trauen. Die Ukraine ist an mir vorübergegangen, da musste ich bisher nicht hin. 

 

Aber es gibt auch schöne Ereignisse, wie die Hochzeit von Kate und William, von der Sie live berichtet haben. Wie darf man sich das vorstellen? 

Das klingt zwar toll, ist aber relativ unglamourös. Live-Schaltungen aus dem Ausland sind mit überraschend viel Arbeit verbunden. Da ich für „Café Puls“ live berichte, heißt das auch im Ausland um vier Uhr früh aufstehen. Und am Abend berichten wir für die Abendnachrichten, das sind dann lange Tage. Auf der anderen Seite ist man aber vor Ort und genau dort, wo Geschichte passiert. 

 

Gibt es eine Persönlichkeit, die Sie gerne vorm Mikro hätten?

Ich gehe erst dann in Pension, wenn in einer Sendung der Papst, die Queen und der amerikanische Präsident nebeneinander sitzen. Das wird allerdings in Österreich ein bisschen schwierig werden (lacht). 

 

Sind Sie vor Sendebeginn nervös?  

Eine positive Anspannung ist im Prinzip immer vorhanden, das ist auch gut. So richtig nervös bin ich aber nicht. Es kommt aber vor, dass Personen in die Sendung kommen, denen ein schwieriger Ruf vorauseilt, da denke ich mir schon: „Hoffentlich wird das Interview erträglich.“ 

 

Sie haben bei CNN im US-Wahlkampf mitgearbeitet. Wie kam es dazu?

Das International Center for Journalists in Washington, D.C., und das Kuratorium für Journalistenausbildung in Salzburg haben mich als ersten TV-Moderator Österreichs für ein Austausch-Programm nominiert. 

Ulli Wright