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People | 24.05.2017

Back to the roots

Als Vorstand von UNIQA International war Hans Christian Schwarz jahrelang im Ausland unterwegs. Mit Jahresbeginn übernahm der 45-jährige Versicherungsexperte die Leitung der UNIQA Landesdirektion Oberösterreich. Im Interview erklärt der gebürtige Oberösterreicher, warum die Nähe zum Kunden für ihn Priorität hat.

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Seit Jahresbeginn managt der Versicherungsexperte und zweifache Familienvater Hans Christian Schwarz die UNIQA Landesdirektion Oberösterreich. (© Richard Haidinger)

Symphatisch, weltoffen und voller Elan empfängt uns Hans Christian Schwarz in seinem Büro in Linz. Nach dem Studium war der gebürtige Oberösterreicher im Bankenbereich tätig, wo er relativ schnell seine Leidenschaft für die Versicherungsbranche entdeckt hat. Und diese hat ihn bis heute nicht mehr losgelassen. Im Gegenteil: Hans Christian Schwarz ist Versicherungsexperte durch und durch und bringt viel nationales und internationales Know-how in die UNIQA Landesdirektion nach Oberösterreich mit.

 

Herr Schwarz, haben Sie sich schon eingelebt?

Als gebürtiger Oberösterreicher ist mir das natürlich nicht schwergefallen. Ich war zwar in den vergangenen Jahren sehr viel im Ausland unterwegs, aber meine Heimat habe ich nie aufgegeben. Daher ist es für mich ein Nachhausekommen und entsprechend schön, in der unmittelbaren Heimat zu arbeiten.

 

Als Vorstand bei UNIQA International waren Sie für 15 Länder verantwortlich. Was hat sich für Sie verändert, seit Sie wieder in Oberösterreich sind?

Außer dass ich stationärer geworden bin, nicht sehr viel, denn auch in Oberösterreich erlebe ich die Wirtschaft als sehr inspiriert und positiv denkend. Das ist auch jene Kraft und Energie, die ich aus dem Ausland mitbringe.

 

Wie würden Sie einem Schulkind erklären, was Sie als Landesdirektor einer Versicherung machen?

Wir unterstützen unsere Kunden täglich dabei, sicher, besser und länger zu leben – das heißt, wir helfen ihnen sowohl im privaten Bereich als auch den Unternehmen in allen Lebenslagen – von der Beratung bis hin zum Vertragsabschluss und zum Schadenfall. Gemeinsam sind mein Führungsteam und unsere 604 gut ausgebildeten Mitarbeiter und Partner täglich bemüht, beste Qualität zu liefern.

 

Was tun Sie, wenn Sie nicht gerade Landesdirektor sind?

Landesdirektor ist man immer, denn auch im Freundes- und Familienkreis tauchen Versicherungsfragen auf, und ich bemühe mich, zu helfen. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Frau und meinen zwei Töchtern im Garten und in der Natur. Um den Kopf frei zu bekommen, spiele ich gerne Golf, und in den letzten Jahren ist auch das Thema Musik wieder in den Vordergrund getreten. Ich habe lange Zeit Gitarre gespielt und war auch in einer Band aktiv.

 

„Wir sind für den Kunden dort, wo er uns braucht, und immer da, wenn er uns braucht“, so lautet ein Leitsatz von UNIQA. Was bedeutet das konkret?

Egal, wie der Kunde mit uns in Kontakt treten will – ob vor Ort in der GeneralAgentur, in dem Regionalen ServiceCenter oder über unsere Maklerpartner, im Internet oder am Telefon – wir sind für ihn leicht erreichbar. Wir geben ihm die Sicherheit, dass wir ihm – insbesondere, wenn der „worst case“, der Versicherungsfall, eintritt – mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind mit unserem Betreuungsnetz von 57 Geschäfts- und Partnerstellen dafür sehr gut aufgestellt.

 

Die Welt wird immer digitaler. Was ändert sich dadurch für ein Versicherungsunternehmen wie UNIQA?

Die Digitalisierung ist eine der größten Herausforderungen, aber auch eine große Chance für uns. Es gibt einerseits Produkte mit Erklärungsbedarf, wie etwa die Lebens-, Unfall- oder auch die Eigenheimversicherung, wo die Beratung durch den Betreuer ganz wichtig ist, und andererseits Produkte, die vom Kunden schon heute bequem im Internet abgeschlossen werden können. Derzeit beobachten wir, dass sich die Menschen vermehrt im Internet vorab informieren, aber dann meist über ihren persönlichen Berater abschließen. 

 

Was bedeutet für Sie Versicherung?

Nach 17 Jahren in der Versicherungsbranche kann ich behaupten, dass wir einen sozialpolitischen Auftrag innehaben. Im Prinzip beschäftigen wir uns mit den unangenehmen Themen des Lebens. Krankheit, Unfall und Tod betreffen zwar jeden Menschen, aber niemand setzt sich gerne damit auseinander. Ein 20-Jähriger denkt heute kaum daran, dass er krank und arbeitsunfähig werden könnte und für seine Pension vorsorgen muss. Eine permanente Aufklärungsarbeit ist mir hier besonders wichtig.

 

Wieso ist das Thema Vorsorge für Ihre Kunden so wichtig?

Als UNIQA sind wir „der“ Gesundheits- und Vorsorgeversicherer in Österreich. In Oberösterreich sind wir Marktführer in den Sparten Kranken- und Unfallversicherungen. In den letzten Jahren gibt es immer mehr Bedarf in Unternehmen, für die Mitarbeiter im Bereich der Gruppenkrankenversicherung eigene Modelle zu schnüren und damit Zusatzbenefits zu schaffen. Vor 20 Jahren war es für einen Mitarbeiter besonders erstrebenswert, ein Firmenauto zu bekommen. Mittlerweile haben Unfall- und Krankenvorsorge oder Firmenpension klare Priorität. Statistisch gesehen werden 75 Prozent der Männer, die heute 45 Jahre alt sind, 90 Jahre alt, 85 Prozent der Frauen werden 90 – wir leben alle länger. Wir wollen alle das Alter gesund, aktiv und mobil erleben. Eine entsprechende Vorsorge leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

 

Im Bereich KFZ/Mobilität gibt es viele Innovationen. Wie gehen Sie als UNIQA damit um?

Die KFZ-Sparte ist spannender denn je: Wir sind im Telematik-Bereich seit vielen Jahren mit unserem „SafeLiner“ Vorreiter am Markt. Das ist ein GPS-Gerät, das mit wenigen Handgriffen ins Auto eingebaut wird, damit es bei Notfall, Panne und gesundheitlichem Problem Alarm auslöst. Ein „CrashSensor“ sendet bei einem Unfall ein Signal an eine Notrufzentrale, die Rettung wird so automatisch alarmiert. Wir planen hier zusätzliche Service-Angebote, um auf die neu entstehenden Mobiliätsansprüche unserer Kunden, wie etwa CarSharing oder selbstfahrende Autos, einzugehen.

 

Wo gibt es Wachstumspotentiale?

Im Bereich von Klein- und Mittelbetrieben sowie in der Industrie gibt es noch viel an Sicherheit zu schaffen. Auch die Themen Vorsorge und Firmenvorsorge im Krankenversicherungsbereich haben für uns Priorität.

 

Was haben Sie sich für 2017 vorgenommen?

Ich habe das große Glück, dass ich von meinem Vorgänger Ernst Bamberger eine gut aufgestellte Landesdirektion übernehmen konnte. 380.000 Privat- und Firmenkunden vertrauen UNIQA Oberösterreich. Gemeinsam mit meinem versierten und bestens geschulten Team nehme ich diese Verantwortung gerne wahr.

Mir ist sehr wichtig, unser Unternehmen kontinuierlich auszubauen und unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten. Am Markt setzen wir auf Stabilität und Qualität. Und natürlich wollen wir weiterhin wachsen.