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People | 31.10.2022

Alles wird gut

Mit dem Austropop-Hit „Wunderwelt“ stürmte Klaus Pruenster in den 1980er-Jahren die Charts. Am 4. November feiert der Komponist und Musiker sein 40-jähriges Bühnenjubiläum mit seinem neuen Album „Menschen“ und einer 6er-CD-Box.

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© Otto Reiter

Nach Jahren der Auseinandersetzung mit akustischer Gitarrenmusik und dem Komponieren von Filmmusik kehrt Klaus Pruenster mit seinem neuen Album „Menschen“, das am 4. November veröffentlicht wird, zu seinen popmusikalischen Wurzeln zurück. Der gebürtige Vorarlberger, der seit über 40 Jahren in Linz lebt, gilt als Miterfinder der computerakustischen Rockmusik mit Erdenklängen. Mit Hubert Bognermayr (Rockband Eela Craig) versetzte er das „Ars Electronica“-Publikum ins Staunen. Konzerte als Sologitarrist führten ihn bis in die USA und Russland, dabei entstanden Klangwelten auf Alben wie „Herzschlag“ oder „Guitar Experience“. Er schrieb Filmmusik und Soundtracks, seinen Videoclip zu „The Train“ beim Mega-Konzert „Voices For Refugees“ am Wiener Heldenplatz sahen mehr als 120.000 Menschen. 

 

OBERÖSTERREICHERIN: Ihr achtes Soloalbum trägt den Titel „Menschen“, wie ist es dazu gekommen?
Klaus Pruenster:  Ich habe die Zeit während der Coronakrise genutzt, um neue Musik zu schreiben und aufzunehmen. Nach meiner akustischen Phase ist mit großer Lust wieder ein Album mit elektronischer Musik entstanden, ohne Kompromisse an den Mainstream. Die elf Stücke auf „Menschen“ enthalten Elemente aus der Zeit des Progressive und Art Rock, einer sehr künstlerischen Musik, mit der ich aufgewachsen bin und die dazu geführt hat, dass ich Berufsmusiker geworden bin. 

 

Der Vorbote für das Album ist die Single „Alles wird gut“. Wird alles gut?
Zur Pandemie ist jetzt noch der unsägliche Krieg in der Ukraine und die Wirtschaftskrise dazugekommen. Diese Umstände zeigen uns, wie verletzlich wir Menschen sind. Ich glaube, dass die Zeiten wieder besser werden, wenn man positiv denkt. Ich bin und bleibe ein Optimist, auch wenn es manchmal schwerfällt. 

 

Auch der Titel „Helden und Idioten“, den Sie im letzten Jahr veröffentlicht haben, ist auf dem Album zu finden.
Dieser Titel ist nach wie vor aktuell. Es hat sich fast niemand getraut, dieses heiße Eisen anzufassen. Fast überall habe ich, allerdings unter vorgehaltener Hand, die Bestätigung für die Wichtigkeit des Titels bekommen, die mediale Zurückhaltung war jedoch bemerkenswert. Die Angst ist leider immer und überall. Es ist ja auch (fast) alles eingetreten, was ich vorausgedacht habe. 

 

Was sind Ihre weiteren Pläne ?
Heuer ist für mich künstlerisch ein magisches Jahr. Es steht mein 40-jähriges Bühnenjubiläum an. Zu diesem Anlass gibt es eine Werkschau in Form einer 6er-CD-Box dem Titel „KLAUS PRUENSTER 1982–2022“, welche neben dem neuen Album „Menschen“, die 90er-Alben „Herzschlag“ und Tiefenrausch“, die zwei Compilations „Best-of Singles“ und „Best-of Guitar“ beinhalten. Weiters gibt es eine Neuauflage meiner ersten LP „Zweisamkeit“, die ja noch nie auf CD erschienen ist.  

www.klauspruenster.com