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People | 11.03.2020

Alles andere als LAZY

Cesár Sampson holte 2018 beim Eurovision Song Contest den dritten Platz für Österreich. Nun hat der gebürtige Linzer mit „Lazy Suit“ eine neue Single auf dem Markt. Worum es geht und warum sein Leben momentan alles andere als „lazy“ ist, verrät er im Interview.

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© Dominik Derflinger

Er ist charismatisch, zielstrebig und ein echtes Allround-Talent: Cesár Sampson ist spätestens seit seinem Auftritt beim Eurovision Song Contest 2018 wohl jedem ein Begriff. Seither geht seine Karriere als Solokünstler steil bergauf und auch privat hat er mit seiner Freundin, der amtierenden „Miss World Slovakia“, die große Liebe gefunden. Mit seiner neuen Single „Lazy Suit“ vereint der 36-Jährige berufliches und privates Glück und singt mit seiner unverkennbar rauen und souligen Stimme über das süße Nichtstun. Dieses Jahr bleibt ihm dazu aber wohl eher weniger Zeit. Denn bereits ab 6. März tauscht er das Mikro gegen die Tanzschuhe und wird bei „Dancing Stars“ mit Conny Kreuter über das Tanzparkett fegen. Das Motto des sympathischen Linzers? „I am just doing it!“

 

OBERÖSTERREICHERIN: Am 24. Jänner 2020 erschien Ihr neuer Song „Lazy Suit“. Worum geht es darin?

Cesár Sampson: Meine Freundin Frederika und ich hatten im Sommer sehr viel zu tun und waren viel unterwegs – sie in ihrem Job als „Miss World Slovakia“  und ich zum Songschreiben am Schwarzen Meer. In einem Telefonat haben wir vereinbart, uns nach dieser intensiven Zeit einen Monat Auszeit zu gönnen und den Business Suit gegen den Lazy Suit einzutauschen. Den Begriff „Lazy Suit“ gibt es im Grunde genommen nicht. Dennoch kann sich bestimmt jeder denken, was er bedeutet: Ein Lazy Suit ist ein Anzug, in dem man nichts arbeiten muss. Auf gut Deutsch ein „Umteifig‘wand“. (lacht) 

 

Ihr Song „Stone Cold“ war wenig autobiografisch, hat sich das bei „Lazy Suit“  geändert?

Ja, auf jeden Fall, da ich mich jetzt in einer anderen Phase meines Lebens befinde und sehr verliebt bin. Die Single „Lazy Suit“ habe ich in einem Guss und aus einem Gefühl heraus geschrieben. Nach dem Telefonat mit Frederika, wo der Begriff zum ersten Mal gefallen ist, bin ich ins Studio gefahren und habe den Song so aufgenommen, wie er jetzt ist. 

 

Im Video zu „Lazy Suit“ sind Sie mit Frederika zu sehen. Wie war es für Sie, mit ihr vor der Kamera zu stehen? 

Für mich war das eine völlig neue Erfahrung. Man möchte glauben, dass sich Paare auch vor der Kamera natürlich verhalten, aber oft ist dem nicht so. Frederika und mir ist es hingegen unglaublich leichtgefallen und wir haben die Kameras um uns sofort vergessen. Am liebsten möchte ich nur noch mit ihr an meiner Seite Videos drehen. 

 

Wie schaffen Sie und Frederika es, sich trotz vieler Termine Zeit zu zweit zu nehmen?

Als wir merkten, dass die Beziehung für uns beide eine Zukunft hat, war klar, dass wir versuchen werden, unsere Lebensmittelpunkte zusammenzulegen. Da wir aber künftig noch mehr arbeiten wollen, als wir es ohnehin schon tun, haben wir beschlossen, dieses Jahr zusammenzuziehen. Wir sind momentan auf Wohnungssuche.

 

Wie schaut für Sie der perfekte „Lazy Day“ aus – genau wie es in Ihrem Video gezeigt wird? 

Für mich und Frederika beginnt der perfekte „Lazy Day“ mit einem Fitness-Training, da sonst die Schuldgefühle für später folgende Snacks zu groß wären (schmunzelt). Danach gehen wir mit den Hunden spazieren, machen ein Mittagsschlaferl und gehen anschließend entweder etwas gutes essen oder kochen gemeinsam. Danach höre ich meiner Freundin beim Klavierspielen zu. In letzter Zeit spielen wir auch gerne Computerspiele. Es ist ein Segen, dass meine Freundin gerne zockt (lacht). Aber ehrlich: Letzten Endes wird es dann doch oft ein Lazy Day im Bett oder auf der Couch.

 

Wenn Sie an einem neuen Song schreiben, worauf achten Sie dabei besonders? 

Wenn man Songs schreibt, sollte man mit weniger Systematik und Struktur an die Sache herangehen und mehr dem Zufall und dem Chaos überlassen. Dazu haben wir in letzter Zeit ausgewählte junge Musiker aus aller Welt eingeladen, mit denen wir einfach gejammed haben. Beim Rumprobieren entsteht diese Art von „Chaos“ und das macht das Ganze ein bisschen ungezwungener. 

 

Als Kind ergatterten Sie eine Rolle in einem Musikvideo von La Toya Jackson. Wie kam es dazu? 

Das ist eine lustige Geschichte. Als La Toya Jackson in den 1980er Jahren nach Wien kam, um ein Musikvideo zu drehen, war meine Mutter als Musikerin in der Szene unterwegs. Es hat sich herumgesprochen, dass sie einen tanzbegeisterten Sohn hatte und so wurde ich gecastet. Leider ist mir aus Nervosität und Verliebtheit in LaToya Jackson plötzlich kein Tanzschritt mehr eingefallen. Das Team hat mich aber so herzig gefunden, dass sie umdisponiert haben (lacht).  Das Video gibt es übrigens auf  YouTube immer noch, es heißt „Ain‘t nobody loves you like I do“. 

 

 

Bild 2003_O_Menschen_Cesar_Sampso.jpg (1)
© Dominik Derflinger

Ab 6. März können wir Sie in der 13. Staffel von „Dancing Stars“ sehen. Freuen Sie sich schon darauf?

Meine Freundin fragt mich jeden Tag, ob ich mich schon darauf freue und ich antworte ihr jedes Mal dasselbe: I am doing it, I am just doing it! Und natürlich werde ich alles geben.

 

Sind Sie schon nervös, wenn Sie an den Ballroom denken?

Ich habe weder Angst, noch erwarte ich etwas. Es ist eine neutraler „Im Moment sein“-Zustand, bei dem man nicht an die Zukunft denkt und einfach macht ... wie ein Roboter.

 

Haben Sie Erfahrung in den klassischen Tänzen?

In Sachen Gesellschaftstanz habe ich wenig Erfahrung. Ich bin aber sehr tanzaffin und kann mich ohne Regeln sehr gut bewegen. Gerade deshalb habe ich es immer als eine Art Einschränkung empfunden, mich an Regeln zu halten. Ich bin momentan dabei herauszufinden, was der Gesellschaftstanz für mich zu bieten hat.

 

Wie sind Sie mit Ihrer Tanzpartnerin Conny Kreuter zufrieden?

Mit Conny an der Seite habe ich sicher eine der ambitionierteren, perfektionistischeren Tänzerinnen bekommen. Anfangs war ich eher schockiert, weil ich mir dachte: Aha ok, streng (lacht). Aber ich finde eine strenge Lehrerin gut, weil ich dadurch viel lernen kann. Außerdem scheue ich mich nicht davor, hart zu trainieren.

 

Auf welche Tänze freuen Sie sich besonders?

Als ich in der sechsten Staffel von „Dancing Stars“ im Orchestergraben als Solist gesungen habe, fand ich die grazileren eleganteren Tänze wie Slow Fox und Walzer am schönsten. Insgeheim hoffe ich, dass diese auch die einfacheren sein werden.

 

Gibt es bestimmte Ziele, die Sie unbedingt erreichen möchten?

Bei Zielen gilt für mich: The Sky ist the Limit. Vor allem will ich mit meiner Musik so viele Hörer wie möglich erreichen. Aber es gibt noch andere Sachen, die ich gerne ausprobieren würde. Im Bezug auf Sport habe ich viele Ideen, wie man die Menschen näher an Gesundheit und an Alltagsfitness heranbringen kann. Diesbezüglich werde ich wahrscheinlich noch heuer aktiv werden.