Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 07.12.2018

Alle Jahre wieder Gery Seidl

Vergessen Sie den Weihnachtsstress für einen Abend: Am 10. Dezember ist Gery Seidl mit seinem Weihnachtsspecial „Aufputzt is“ im Brucknerhaus Linz zu sehen.

Bild 1812_O_Kultur_Seidl2.jpg
Gery Seidl: seit zehn Jahren solo als Kabarettist unterwegs. (© Peter Schröder)

Seit zehn Jahren ist Gery Seidl solo als Kabarettist unterwegs, und gleich sein erstes Kabarett „Wegen Renovierung offen“ brachte ihm den Österreichischen Kabarettförderpreis ein. Weitere Preise, etwa der Kleinkunstpreis „Salzburger Stier“, folgten. In „Aufputzt is – ein Weihnachtsdebakel“, mit dem Gery Seidl bereits seit 2011 Österreichs Bühnen – und am 12. Dezember 2018 das Linzer Brucknerhaus – beehrt, erzählt der Publikumsmagnet über diverse Kuriositäten über das Weihnachtsfest: „Was kann schöner sein, als einmal im Kreise der Familie in aller Ruhe und Besinnlichkeit das Fest des Jahres zu begehen. Bald sind alle da. Fein. Wäre da nicht diese Türe. Eine kleine Unachtsamkeit. Und das Verhängnis nimmt seinen Lauf ...“ Uns verriet der sympathische Kabarettist, was ihm das Fest der Feste persönlich bedeutet. 

 

„Aufputzt is“ ist ein Dauerbrenner, Sie stehen mit dem Programm seit 2011 auf der Bühne. Was hat sich in den sieben Jahren geändert, was mussten Sie anpassen? 

Gery Seidl: Was. Sieben Jahre schon? Wahnsinn! Dass mein Programm „Aufputzt is“ so ein Erfolg wird, damit habe ich damals nicht gerechnet. Tatsächlich gibt es Fans, die sich mein Weihnachtsprogramm jedes Jahr ansehen, mittlerweile aus Tradition. Fast wie „Dinner for One“. (lacht) Ich habe in Gesprächen schon ab und an gefragt, ob es nicht schon fad wird, ob ich etwa eine Fortsetzung von „Aufputzt is“ schreiben sollte. Aber nein, sie haben mich gebeten, es genau so zu belassen. Auch ich bin der Meinung, es passt. Ich liebe es, dieses Stück zu spielen – und somit bleibt es so, natürlich bis auf kleine Angleichungen an aktuelle Themen ...

 

In dem Stück steht Weihnachten im Mittelpunkt. Ist es auch autobiografisch? 

Autobiografisch ist es so weit, dass ich in Bezug auf Essenszubereitung tatsächlich talentbefreit bin. Wenn ich koche, freut das niemanden. Auch die im Stück zitierte Frau Koresch hat es wirklich gegeben. Es stimmt mich traurig, zu wissen, dass sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft Weihnachten alleine verbringen müssen. Vielleicht sollten wir die Feiertage zum Anlass nehmen, alle Türen zu öffnen und uns mit unseren Nachbarn im Stiegenhaus zu treffen. Das fände ich schön.

 

Was bedeutet Ihnen Weihnachten und wie feiern Sie das Fest der Feste heuer?

Ich feiere Weihnachten zu Hause mit meiner Familie. Der Heilige Abend selbst ist mir persönlich sehr wichtig, da diese Stunden für mich etwas Magisches haben. Irgendwie steht da die Zeit still, wenn man es zulässt. Den vorweihnachtlichen Rummel würde ich gerne auslassen, was aber durch das Getöse der Werbeindustrie natürlich unmöglich ist.

 

Haben Sie einen Tipp, wie Weihnachten ohne Verhängnisse klappen kann? 

Ich schlage vor, sämtliche Erwartungen gegen null zu schrauben. Dann kann nichts passieren. Einfach (beisammen) sein und genießen.

 

Wann kommt ein neues Programm? Gibt es schon Pläne? 

Teilweise gibt es sogar schon einen Text. Mein neues Programm hat am 3. Oktober 2019 im Orpheum in Wien Premiere und heißt „HOCH und tief“ ... 

Bild GS_aufputzt_quer1_presse.jpg
Must-see: Gery Seidl beehrt mit "Aufputzt is" am 10.12. das Brucknerhaus Linz! (© Peter Schröder)