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Lifestyle | 21.11.2018

Zirbe - die Königin der Alpen

Die Natur erobert sich den Wohnraum zurück – zu unserem Glück! Denn wo das edle Zirbenholz zum Einsatz kommt, wird es erst richtig kuschelig …

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Wem es um einen gesunden Schlaf geht, der setzt auf natürliche Materialien. Zirbenbett „Nido“ von Hüsler Nest (© Hersteller)

Zirbenholzbett, Karaffen mit Zirbenkugeln, Zirbensauna, Zirbenöl … – kein anderes Holz steht derzeit so hoch im Kurs wie das helle, edle Zirbenholz. Kein Wunder, immerhin werden der (Über-)Lebenskünstlerin Zirbe zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt. Die „Königin der Alpen“, auch Zirbelkiefer, Zirm, Arbe oder Arve genannt, gehört zur botanischen Gattung der Kiefern und prägt die europäische Alpenregion so markant wie keine andere Baumart. Sie kann bis zu 1.000 Jahre alt und bis zu 25 Meter hoch werden und Temperaturen bis minus 43 Grad Celsius standhalten. Das Holz der Zirbe ist verhältnismäßig leicht und hebt sich durch seine charakteristische, lebhafte Zeichnung ab.

Besser leben mit Zirbe. Auf die beruhigende Eigenschaft der Zirbe – vor allem in Bezug auf gesunden Schlaf – wird seit Generationen vertraut: Wer in einem Zirbenbett oder auf einem mit Zirbenspänen gefüllten Kissen schläft, verringert seine Herzfrequenz in der Nacht nachweisbar und schont seinen Körper damit um rund 3.500 Herzschläge pro Tag. Außerdem beschleunigt es vegetative Erholungsprozesse. Schon vor Jahrhunderten galt eine Wiege aus dem edlen Holz als Geheimrezept bei unruhigen Kindern, und sogar ganze Gaststuben wurden aus Zirbe angefertigt, damit hitzige Stammtisch-Diskussionen nicht überkochten. Die ätherischen Öle des Kieferngewächses entfalten ihre Wirkung auch in Duftlampen und helfen gegen Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche und mentale Erschöpfung, lindern aber auch Erkältungen und Gelenkschmerzen.

Zirbenholz: eine „dufte“ Sache. Zirbe duftet mehr als andere Hölzer, und das aus gutem Grund: Wegen der harten Klimabedienungen in den Alpen braucht die Zirbe ein starkes Immunsystem. Der Baum bildet deshalb ungewöhnlich viele keimtötende Harze, die den Baum bei Sturm- und Schneeverletzungen gegen Infektionen schützt. Die darin enthaltenen ätherischen Öle sind verantwortlich für den angenehmen Duft, mit dem sich sogar Duftspezialisten und Parfümeure beschäftigen. Dabei wird der sogar als „Alpen-Weihrauch“ bezeichnete Duft als mild, rund und warm beschrieben. Besonders spannend: Das Holz einer vor einem Jahrhundert gefällten Zirbe riecht mindestens genauso stark wie das Holz eines frisch gefällten Baumes. Der Geruch scheint im Holz konserviert zu werden – und erfreut und mit ewig duftenden Zimmern.

Schöner Wohnen mit Zirbe
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Die Massivholzküche aus Zirbe von HAKA bringt einzigartigen Charme in die Küche.
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Träumeland: Das Zirbennest von Zirbelkind hilft Kindern beim (Ein-)Schlafen.
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Für süße Träume sorgt Betten Reiter mit dem Zirben-Naturholzbett und den Zirben-Bettwaren, die in Oberösterreich gefertigt werden.
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Der „zirbler“ von Norbert Haberl ist ein natürlicher Luftbefeuchter, der das Raumklima verbessert und regional im Salzkammergut hergestellt wird. (© Werke aus Holz)

Aus dem Wald ins Zuhause. Zirbenmöbel wirken sich nicht nur positiv auf den menschlichen Organismus aus, sie sehen auch schön aus. Ob als Bett, Nachttisch, Schrank, Küche und sogar als Wandverkleidung – die Möbelhersteller bringen das edle Holz schon längst in alle Wohnbereiche. Und nicht nur im eigenen Zuhause ist Zirbe so beliebt wie nie: Was wäre ein Alpen-Chalet oder ein Luxushotel in den Bergen ohne Zirbenzimmer und Zirbensauna? Wer daheim nicht gleich sein ganzes Wohnkonzept auf den Kopf stellen möchte und wem ein Zirben-all-over-Look zu viel des Guten ist, greift zu Matratzen, Decken und Kopfpölstern, in denen Zirbenflocken eingearbeitet sind. Auch Wohnaccessoires, wie Zirbenholzkugeln für Karaffen, Luftbefeuchter, Brotdosen, Smartphone-Halter, die sogar Handy-Strahlen um bis zu 75 Prozent reduzieren können, Zirbenwürfel, Autoduft und vieles mehr, halten Einzug in unseren Alltag. Weitere positive Nebeneffekte: Zirbenholz ist antibakteriell: Durch die ätherischen Öle bildet sich kaum Schimmel. Zusätzlich hat es eine insektenabwehrende Wirkung und verdirbt beispielsweise Kleidermotten sprichwörtlich den Appetit.

Tipps zur (Nicht-)Behandlung. Unbehandeltes Zirbenholz duftet wunderbar und braucht prinzipiell keine Veredelung. Es altert in Schönheit und wird mit den Jahren immer attraktiver. Auf Versiegelungen mit Lack-, Öl- oder Schelllacküberzügen kann getrost verzichtet werden, diese würden die positiven Effekte der Zirbe nur „absperren“. Wer seinen Möbeln dennoch neue Frische zurückgeben möchte, schleift deren Oberfläche nur ganz fein ab, damit die ätherischen Duftstoffe wieder vermehrt austreten können. Holzexperten raten außerdem zu Zirbenseife, die echtes Zirbenöl enthält und der haptischen, optischen und olfaktorischen Beschaffenheit des edlen Holzes entgegenkommt. Zirbendecken und -pölster legt man für eine Auffrischung einfach kurz an die feuchte Luft, Zirbenkugeln werden angefeuchtet und die Zirbenspäne im Zirbenwürfel mit ein paar Tropfen Zirbenöl zu neuem Leben erweckt. Gesund Wohnen war noch nie einfacher!