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Lifestyle | 19.10.2015

Wir wollen wandern

Wandern ist zum großen Trend geworden. Wer wandert, tut etwas für seine Gesundheit, kann die Natur genießen und gleichzeitig vom Alltag abschalten. Kaum ein Tag vergeht, an dem in den sozialen Medien nicht ein Foto von wunderschöner Landschaft, Wanderschuhen & Co gepostet wird. Für uns Grund genug, um prominente Oberösterreicher zu fragen, wo sie am liebsten wandern gehen und warum.

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(© Shutterstock)
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TV-Moderatorin Silvia Schneider liebt die Natur. (© Heli Mayr)

„Die Schlögener Schlinge ist mein Kraftplatz.“ 

Die TV-Moderatorin liebt die Natur und sieht jede Wanderung als kleines Abenteuer. Silvia Schneider ist ein riesengroßer Donausteig-Fan. Auf dem 450 Kilometer langen Donausteig zwischen Passau und Grein mag sie besonders jene Routen, die sie zu alten Burgruinen oder romantischen kleinen Kirchen führen. „Mein liebstes Wanderziel ist die Schlögener Schlinge. Das ist der beste Kraftplatz der Welt. Hier kann man seine Batterien beim Blick aufs Wasser voll aufladen“, schwärmt die Linzerin. Rast macht sie besonders gerne im Hotel Donauschlinge. Vor allem die Terrasse direkt über der Donau und die fangfrischen Forellen haben es ihr dort angetan. Am liebsten wandert die Freundin von Andreas Gabalier gleich mehrere Tage am Stück, zu zweit und  mit Übernachtung in der Hütte. 

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Dermatologe Dr. Johannes Neuhofer. (© Hawlan)

„Ein Pfad zu innerer Einkehr und Zufriedenheit“

Dass Johannes Neuhofer, Dermatologe mit Praxis in Linz, am liebsten am Johannesweg unterwegs ist, verwundert wenig. Schließlich war er es, der den 84 Kilometer langen Wanderweg vor drei Jahren initiiert hat. Der Pilgerweg war quasi die praktische Umsetzung seines Buches, das er über seine zwölf Prinzipien des Lebens – als Grundlagen der Gesundheit – geschrieben hat. „Mir geht es beim Wandern in erster Linie darum, raus aus dem Alltag zu kommen und zu sich selbst zu finden“, erzählt Neuhofer. „Beim Gehen kann man die wunderschöne Hügellandschaft genießen und gleichzeitig seine Batterien aufladen. Wer auf dem Johannesweg geht, wandert auf dem Pfad zu innerer Einkehr und Zufriedenheit.“  Der lilienförmige Rundweg verbindet die Gemeinden Pierbach, Schönau im Mühlkreis, St. Leonhard bei Freistadt, Weitersfelden, Kaltenberg, Unterweißenbach und Königswiesen. Man kann ihn in drei bis vier Tagen durch gehen oder auch etappenweise. Highlights entlang der Strecke sind die zahlreichen Kraftplätze des Mühlviertels, wie jene Steinschalen aus der Keltenzeit, die niemals austrocknen. „Mein persönlicher Lieblingsplatz ist der Johannesbrunnen auf dem Weg zwischen Pierbach und Schönau“, sagt Neuhofer. 

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Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. (© R. Dujmovits)

"Wandern entschleunigt vollkommen." 

Auch Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner wandert gern in Oberösterreich – am liebsten in der Pyhrn-Priel Region. „Ich gehe dann zum Beispiel von Spital am Pyhrn über das Stiftsreith zur Ochsenwaldhütte, weiter vom Rohrauerhaus über den Hofalmsattel zur wunderschön gelegenen Hofalm und wieder zurück nach Spital“, beschreibt Kaltenbrunner eine ihrer Lieblingstouren. Diese kennt sie bereits seit ihrer Kindheit. Gern wandert sie auch auf die Dümlerhütte, weiter zur Roten Wand und hinüber zur Wurzeralm. 

„Es tut einfach gut, neben den immer wieder neuen Eindrücken großartiger Berge und Landschaften auch regelmäßig in ganz vertrautem Gelände unterwegs zu sein“, sagt die 44-Jährige. „Ich mag am Wandern, dass es vollkommen entschleunigt. Speziell wenn ich allein unterwegs bin, kehrt immer eine besondere Stille in mir ein und ich nehme die Natur noch bewusster auf.“

Für eine Rast zwischendurch empfiehlt sich die Bosruckhütte auf gut 1000 Metern Seehöhe oder auch das Rohrauerhaus. „Wer sich die Einkehr aufheben möchte, sollte spätestens auf der Hofalm einen Jausenstopp einlegen“, betont Kaltenbrunner. „Der Ausblick dort ist wunderschön.“

 

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Ulli Jelinek, Programm-Chef Life Radio. (© privat)

„Der Kasberg ist meine zweite Heimat!“

Als seine zweite Heimat bezeichnet Ulli Jelinek, Programm-Chef bei Life Radio, den Kasberg. Und das im Sommer wie im Winter. „Wandern, Mountainbiken, Skitouren gehen, Ski fahren – am Kasberg ist einfach alles möglich“, sagt er. „Je nachdem, wie viel Zeit man hat, kann man mal nur kurz zum Hochberghaus gehen, die Sepp Huber-Hütte als Endpunkt nehmen oder natürlich zum Gipfel marschieren.“ 

Das Besondere ist für ihn die Aussicht. Auf der einen Seite geht der Blick zurück in die Ebene und bei Schönwetter bis hin zum Böhmerwald. Auf der anderen Seite steht man direkt vor dem Toten Gebirge und schaut hinüber zum Traunstein und auf den Dachstein. Am Wandern mag der 50-Jährige das Naturerlebnis, verbunden mit dem Ziel, einen Gipfel zu erreichen und am Abend das gute Gefühl zu haben, „dass man etwas getan hat“. 

Für eine Rast empfiehlt er das Hochberghaus. „Es hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ich dort auch geheiratet habe“, erzählt Jelinek und fügt lachend hinzu: „Grundsätzlich würde ich auch am liebsten mit meiner Frau wandern gehen. Allerdings gehe ich sehr häufig auf die gleichen Berge und meine, immer eine gewisse Zeit unterbieten zu müssen. Deshalb will meine Frau nicht mehr mit mir gehen!“

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Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. (© privat)

„Wandern ist Energietanken.“

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wandert überall in Oberösterreich gerne. Durch seinen Sommersitz in Mondsee zieht es ihn allerdings häufig auf den dortigen Hausberg, die 1176 Meter hohe Drachenwand in St. Lorenz. Von den drei Tourenvarianten wählt der Landeschef immer die mittlere. „Auch wenn man an manchen Stellen gut aufpassen muss, ist die Tour für geübte Bergsteiger kein Problem. Die Gehzeit bis zum Gipfel beträgt zwei Stunden. Dort hat man eine wunderbare Aussicht über das ganze Mondseeland. Kleine Kletterpartien sind enthalten, aber die sind mit fixen Seilen gesichert“, erklärt Josef Pühringer. Durch das Wandern bekommt der vielbeschäftigte Politiker den Kopf frei und tankt Energie. Am liebsten wandert er gemeinsam mit Gattin Christa, gerne aber auch mit Freunden. 

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Mag. Andreas Winkelhofer, GF OÖ Tourismus. (© OÖ Tourismus/Erber)

„Wandern zum ‘Kopfauslüften’!“ 

Da er erst seit wenigen Monaten in Oberösterreich wohnt, ist Andreas Winkelhofer gerade dabei, die schönsten Wandergebiete zu erkunden. Am besten kennt er das Salzkammergut und da schätzt er vor allem die Vielfalt der Wandermöglichkeiten. 

„Eine meiner Lieblingstouren führt von der (heuer neu eröffneten) Burggrabenklamm in Unterach über die Eisenaualm auf den Schafberg. Da steigt man durch die Himmelspforte zum Gipfel, wo man sich mit Ausflüglern aus aller Welt trifft, die mit der Zahnradbahn raufgekommen sind. Spätestens beim Purtschellersteig – über den man auf der Umrundung weitergeht – lässt man den Trubel wieder hinter sich und genießt das Zehn-Seen-Panorama“, schwärmt der Geschäftsführer vom OÖ Tourismus. Wandern ist für ihn Bewegung und Naturerlebnis zugleich sowie ein perfekter Ausgleich zum Alltag. Er wandert gerne mit der Familie oder zum „Kopfauslüften“ auch mal alleine.