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Lifestyle | 26.12.2017

Winterurlaub, der bewegt

Sightseeing im winterlichen Helsinki, mit dem Husky-Schlitten durch Lappland fahren und in der Sauna schwitzen – Finnland hat im Winter einiges zu bieten.

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© Shutterstock

Den Winter im hohen Norden erleben, diesen Traum erfüllte sich Fotografin Monika Nutz und reiste ins tief verschneite Finnland. Nach einer ausgiebigen Sightseeing-Tour in der Hauptstadt Helsinki begab sich die Abenteurerin auf eine fünftägige Huskytour nach Lappland. Dass man durchaus auch im Winter Rad fahren kann, davon konnte sich die Wienerin im Sportparadies Äkäslompolo überzeugen.

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Die fünftägige Huskytour führte die Abenteurer rund 206 Kilometer auf dem Hundeschlitten durch die unberührte Landschaft Lapplands. (© Monika Nutz)

Mystisches Helsinki im Winter. Aber fangen wir ganz von vorne an. Zu Beginn der Reise ging es von Wien nach Helsinki. Die Hauptstadt Finnlands liegt im Süden des Landes an der Küste des Finnischen Meerbusens. „Helsinki besticht vor allem durch die vielen Parks, Strände und einen wunderschönen Blick aufs Meer – all das wirkt im Winter noch etwas mystischer“, schwärmt Monika Nutz. Den besten Überblick auf die rund 330 vorgelagerten Inseln hat man aus der Luft – daher gleich beim Hinflug einen Fensterplatz sichern! „Ein typisches Geräusch beim Spaziergang durch die Stadt ist das Singen der vielen Seemöwen, die auch die Fähre auf die Festungsinsel Suomenlinna, ein UNESCO Weltkulturerbe, begleiten“, erzählt Nutz. In der Stadt selbst beeindruckt die Felsenkirche Temppeli mit ihrer grünen Kuppel und der unvergleichlichen Akustik, weshalb dort viele Konzerte stattfinden. Äußerst sehenswert ist auch der Senatsplatz mit traditioneller finnischer Architektur und dem berühmtesten Wahrzeichen der Stadt: dem Dom von Helsinki. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der 1820 erbaute Präsidentenpalast sowie das Sibelius-Denkmal, ein Kunstwerk, das 1967 zu Ehren des berühmten finnischen Komponisten Jean Sibelius aus 600 Stahlröhren errichtet wurde.

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Weltkulturerbe: Mit der Fähre geht es von Helsinki auf die Festungsinsel Suomenlinna. (© Shutterstock)

Flanieren und Shoppen. Die Flaniermeilen Helsinkis sind die Aleksanterinkatu und die Esplanadi. Dort findet man zahlreiche Geschäfte, darunter auch Stockmann, das größte Warenhaus der nordischen Länder. Am östlichen Ende der Esplanadi direkt am Südhafen liegt der Marktplatz, wo im Sommer Obst, Gemüse, frisch gefangener Fisch und Souvenirs verkauft werden. Dort befindet sich auch die Vanha kauppahalli, die älteste Markt- und Kaufhalle von Helsinki. Zahlreiche sehr individuell eingerichtete Cafés und Restaurants laden zum gemütlichen Verweilen und Schlemmen ein. Absolut empfehlenswert sind die verschiedenen Fischgerichte sowie Rentierfilet. 

Kult-Sauna Löyly. Müde vom Herumlaufen, gibt es abends nichts Be­sseres als den Besuch einer Sauna. Ein besonderes Erlebnis bietet die Löyly Sauna im ehemaligen Industriegebiet Hernesaari in Helsinki. Nach dem Schwitzen geht es ins eiskalte Meer. „Die Finnen sind in der Sauna sehr gesprächig und manch einer schwitzt sogar mit einer Wollhaube auf dem Kopf“, schmunzelt Monika Nutz. „Helsinki begeistert in jedem Fall auch im Winter, und ‚Finnair‘ ermöglicht problemlos einen oder mehrere Tage Aufenthalt, bevor es zu den Abenteuern nach Lappland weitergeht“, so ihr Fazit.   

Auf nach Lappland. Nach der Landung in Kittilä folgt eine Taxifahrt nach Muonio. Start und Ziel der fünftägigen Tour, auf der 206 Kilometer zurückgelegt wurden,  war Harriniva.  Bevor allerdings Bekanntschaft mit den ungeduldig wartenden Huskys gemacht wurde, gab es noch eine Einschulung für den Schlitten.

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Übernachtet wird in einfachen Hütten ohne Strom. (© Monika Nutz)

Weder Strom noch fließendes Wasser. „Man kann aus vielen unterschiedlichen Tourangeboten wählen, unsere Tour kam vor allem echten Naturliebhabern zugute“, lacht Monika Nutz. Mit den Huskyschlitten ging es von Hütte zu Hütte, in denen es, mit einer Ausnahme, weder fließendes Wasser noch Strom gab. Das ist allerdings kein großes Problem, denn üblicherweise findet man in Finnland in fast jeder Unterkunft eine Sauna. Und hier wird bestens zusammengearbeitet. Abwechselnd kümmert sich jemand aus der Gruppe um das Feuer, und nach dem Saunagang folgt eine Dusche mit Waschschüsseln. „Während wir uns der Körperpflege widmeten, bereitete unsere Hundeschlittenführerin Catherine ein leckeres Abendessen zu. Ein absoluter Gaumenschmaus war ein über offenem Feuer zubereiteter Flammlachs“, kommt Monika Nutz aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

Sportparadies Äkäslompolo. Wem das alles noch nicht genug Abenteuer ist, der sollte unbedingt das Sportparadies Äkäslompolo im finnischen Teil Lapplands besuchen. Im Zentrum tummeln sich zahlreiche Langläufer auf dem zugefrorenen See, der als Ausgangspunkt für 330 Kilometer gespurte Loipen mit einladenden Hütten gilt. Man fährt durch Tundra-Gebiete, entlang von Bächen, durch Wälder und überquert bis zu 540 Meter hohe Fjells. Mit etwas Glück trifft man auch auf Rentiere. Die Fjells laden zum Schneeschuhwandern und Fatbiken oder besser gesagt: Mountainbiken mit dicken Reifen im Schnee ein. Von Oktober bis Mitte Februar heißt es in Äkäslompolo „streetlights off“, damit man jederzeit das Nordlicht sehen kann. Winter wonderland ...