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Lifestyle | 16.09.2015

What happens in Vegas ...

... stays in der "Oberösterreicherin".

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Las Vegas – Lichtermeer bei Nacht. (© Las Vegas News Bureau)

Ein Online-Schnäppchen machte es möglich: Das zweite Mal innerhalb nur eines Jahres konnten meine Schwester Ursula und ich einige Urlaubstage in Las Vegas verbringen. Las Vegas. Das steht für Glücksspiel, Entertainment, Blitz-Hochzeiten und Nightlife. Schon letzten Frühsommer wurden wir von dem einzigartigen Ambiente des berühmten Las Vegas Strips in den Bann gezogen. Und auch dieses Mal wurden wir von dessen Lichtermeer nach unserer mehrstündigen Flugreise willkommen geheißen, und wir freuten uns darauf, uns ein weiteres Mal dort ins Geschehen zu stürzen. 

Luxuriöse Hotelanlagen

Der 6,8 Kilometer lange Abschnitt des Las Vegas Boulevards ist vor allem für seine vielen, meist luxuriösen Hotelanlagen bekannt, in denen man großteils zu einem verhältnismäßig günstigen Preis nächtigen kann. Die tollen Thematisierungen der Hotels sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Hier gibt es alles: vom nachgebauten Venedig im „Venetian“ bis zum berühmten „Bellagio“ mit seinen Wasserfontänen. Vom „Ceasars Palace“ im römischen Stil bis zum „Paris“, dessen Eiffelturm sich im Zentrum des Strips befindet. Vom „New York New York“ mit eigener Skyline, Freiheitsstatue und integrierter Achterbahn bis zur ägyptischen Pyramide “Luxor“ mitsamt imposanter Sphinx im Eingangsbereich. Alle diese und viele weitere Bauten am Strip sind einfach bombastisch und überdimensional. 

Viele dieser Hotels gehören zu den größten der Welt. Sie alle verfügen über mehrere Restaurants und Bars, Food Courts, riesige Shopping-Malls, die es locker mit unseren großen Einkaufszentren aufnehmen können, teilweise auch mit gigantischen, oft hochmodernen Theatern und, nicht zu vergessen, natürlich mit den obligatorischen Casinos … 

Zocken ohne Dresscode

Beinahe in jedem der Hotels ist ein Glücksspieltempel integriert, der meist schon bereits im Eingangsbereich zu sehen ist. Viele Hotelgäste müssen einen langen Weg entlang an Spielautomaten, Pokertischen und Glücksrädern zurücklegen, um von der Lobby ins Zimmer zu gelangen. Häufig machen diese dann auch einen Abstecher, um den einen oder anderen Dollar zu verzocken. Das wird einem auch erdenklich leicht gemacht, denn abgesehen von einer Altersbeschränkung gibt es weder Dresscode noch sonstige Vorschriften, um sich an den Slot-Machines & Co zu versuchen. So sind die Verlockungen natürlich groß, und es gibt wohl kaum einen Besucher der Stadt, der nicht den einen oder anderen Dollar ins Glücksspiel investiert. 

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(© Las Vegas News Bureau)

Hochzeitsparadies

Typisch für Vegas sind natürlich auch die Hochzeitskapellen. Unzählige gibt es davon in der Stadt, und viele von ihnen befinden sich ebenfalls in den pompösen Hotelanlagen. Hier kennt der Kitsch keine Grenzen. Ob ganz spontan und leger im Freizeitlook, prunkvoll mit Stretch-Limousine oder Hubschrauber, mit Elvis, als Western-Hochzeit oder ganz im Retro-Style: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und jedermann kann für kleines Geld, nur mit Vorlage des Reisepasses, dort in den Stand der Ehe treten oder das Eheversprechen auffrischen. Anerkannt sind diese Hochzeiten bei uns zwar nicht, aber mit einer Bestätigung der Echtheit der Hochzeitsurkunde kann man beim zuständigen Standesamt einen Antrag auf Nachbeurkundung der im Ausland geschlossenen Ehe stellen und diese dann auch hier registrieren lassen. 

Shows am laufenden Band

Viele der Touristen kommen auch wegen der reichhaltigen Entertainment-Angebote und der vielen großartigen Shows nach Vegas. Auch hier ist die Bandbreite fast unüberschaubar: Egal ob Zauberei oder Varieté, ob Hypnose oder Striptease – bei den mehreren hundert größeren und kleineren Shows ist praktisch für jeden Geschmack und jedes Budget etwas zu finden. Berühmt ist Las Vegas vor allem für seine derzeit acht verschiedenen Cirque du Soleil-Produktionen, die auch regelmäßige Showbesucher wie uns zum Staunen bringen: Schon vor Beginn der Shows bewegen sich Darsteller durch den Zuschauerraum und interagieren mit dem Publikum; die Theater selbst faszinieren etwa durch „schwebende“ Bühnen – wie im Falle der 165-Millionen-Dollar-Produktion Kà des Cirque du Soleil – oder die Einbindung eines riesigen Wasserbeckens im Fall von „O“, das den Rahmen für beeindruckende Darbietungen von Akrobaten, Wasserspringern und Synchronschwimmern bildet. Auch die Cirque du Soleil-Shows, die auf „klassische“ Bühnen setzen, bieten Unterhaltung auf höchstem Niveau – sei es in Form von exakt ausgeführten Choreographien wie in „Michael Jackson: One“ oder durch Weltklasse-Artistik am Boden oder in der Luft wie in „Zarkana“. 

City of Entertainment

Las Vegas lässt auch Musikfans voll auf ihre Kosten kommen: Einerseits findet hier natürlich das ganze Jahr über eine Vielzahl von Konzerten und Festivals statt; andererseits ist die „City of Entertainment“ schon seit Jahrzehnten Gastgeber von so genannten „Las Vegas Residencies“ – Künstler von Elton John über Celine Dion bis hin zu Cher standen hier bereits für längerfristige Konzertreihen auf der Bühne. Aktuell begeistert unter anderem Britney Spears mit ihrer Show „Piece of Me“, die im Dezember 2013 Premiere feierte. Der große Anklang, den diese „Residency“ bei Fans wie auch dem Fachpublikum fand und findet, brachte die Veranstalter dazu, Konzerttermine bis Ende 2016 zu fixieren. 

Freunde von Achtziger-Rockmusik können bei „Raiding the Rock Vault“ gleich mehrere Rockbands live erleben: Musiker von Bands wie Bon Jovi, Survivor oder The Offspring stehen gemeinsam auf der Bühne und bringen das Publikum wie schon vor dreißig Jahren mit altbekannten Songs wie „Hotel California“, „We are the Champions“ oder „Livin‘ on a Prayer“ zum Mitsingen und Kreischen.

Der Glitzerwelt entfliehen

Auch diejenigen, die es etwas ruhiger angehen und der Glitzerwelt für einige Stunden entfliehen möchten, kommen bei einem Urlaub in Las Vegas auf ihre Kosten: Selbst ohne Auto besteht dank der zahlreichen Anbieter von Ausflügen die Möglichkeit, das Umland der „Sin City“ zu entdecken. Das Death Valley, der Hoover Staudamm und vor allen Dingen der Grand Canyon sind hier beliebte Ziele – und da Helikopter-Flüge hier für einen relativ günstigen Preis zu haben sind, kann auch die Gelegenheit genutzt werden, das eine oder andere Ausflugsziel oder auch den Las Vegas Strip selbst aus der Luft zu erleben …  

Man wird schier erschlagen von den vielen Eindrücken, die sich einem hier bieten, und gerade in den Abendstunden, wenn der Las Vegas Strip in ein beeindruckendes Lichtermeer getaucht wird, ist man einfach nur beeindruckt von diesem Anblick und gleichzeitig begeistert von dem riesigen Angebot an Entertainment und Nightlife, das Las Vegas zu dem macht, wofür es ebenso berühmt ist: zu DER Partystadt der Vereinigten Staaten. 

Aber dennoch: Las Vegas gilt als eine der beliebtesten Urlaubs-Metropolen der USA und zieht auch viele Besucher aus anderen Kontinenten an. Zu Recht, wie wir finden. Und wir sind uns einig: Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in der Entertainment-Metropole inmitten der Wüste Nevadas. 

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Britney Spears bei ihrer Show "Piece of me". (© Denise Truscello)

Flüge

Ab Wien oder München werden keine Direktflüge angeboten. Alleine Condor fliegt in Deutschland ab Frankfurt direkt nach Las Vegas (McCarran International Airport).

Schnäppchen

Über diverse Anbieter kann man online günstige Schnäppchen ergattern (in unserem Fall 11 Tage Las Vegas inkl. Flug ab Wien und Hotel am Strip 750 Euro über  ebookers.at).

Tickets

Wenn man die gewünschten Showtickets vor Ort erwirbt, kann man durch die vielen Discount-Aktionen viel Geld sparen. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Öffi-Netz der Stadt ist gut ausgebaut. Entlang des Strips verkehren Monorails und Busse teilweise rund um die Uhr.

Klima

Im Sommer oft über 40 Grad, im Winter ca 15 Grad. Klimaanlagen sorgen im Sommer für (starke) Abkühlung. Da die meisten Hotels miteinander verbunden sind, kann man sich so gut allen widrigen Wetterumständen entziehen.