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Lifestyle | 06.04.2021

Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt

Kinder sind für viele Paare die Krönung ihrer Liebe. Doch nicht immer klappt es, tatsächlich schwanger zu werden. Wenn ein Versuch nach dem anderen scheitert, sollte man sich nicht scheuen und ebenso professionelle wie einfühlsame Unterstützung suchen.

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© Shutterstock

Ungewollt kinderlos – das ist ein Schicksal, das in Österreich Statistiken zufolge zwischen zehn und 15 Prozent aller Partnerschaften betrifft. Wenn ein Versuch nach dem anderen scheitert und der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung geht, ist das eine große Herausforderung für die Beziehung und setzt ein Paar mitunter stark unter Druck. Darum ist es besonders wichtig, sich nicht dafür zu schämen, sondern rechtzeitig Hilfe zu suchen. Denn die Gründe, warum sich keine Schwangerschaft einstellt, sind sehr unterschiedlich. So können sich zum Beispiel bestimmte Lebensgewohnheiten, wie Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum, negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Bei den meisten Paaren gibt es medizinische Gründe für die ungewollte Kinderlosigkeit. 

 

Hoher Leidensdruck. Wichtig ist, dass die Ursache so rasch wie möglich gefunden wird und Behandlungsmöglichkeiten abgeklärt werden. Denn je länger ein Paar auf die Schwangerschaft wartet, umso höher wird auch der Leidensdruck für viele. Das weiß auch Mag. Christine Stieger, Laborleiterin im Kinderwunschinstitut Prof. Dr. Tews in Wels. „Natürlich ist die medizinische Ausgangslage ein wichtiger Faktor“, sagt sie. „Bei vielen Paaren ist es allerdings nur ein kleiner Puzzleteil, der im gesamten Bild fehlt. Um schwanger zu werden, müssen so viele Faktoren zusammenspielen. Jedes Kind ist tatsächlich ein kleines Wunder. Den Patienten Mut zu machen, dass ganz viele Puzzleteile im Gesamtbild in Ordnung sind und die konkrete Ursache hinter dem bisher unerfüllten Kinderwunsch zu identifizieren, kann für viele Paare bereits eine große Erleichterung sein.“ 

Aus diesem Grund sei es auch besonders wichtig, sich beim Erstgespräch die gesamte Geschichte des Paares anzuhören, bevor alle notwendigen Untersuchungen wie Ultraschall, Spermiogramm und Blutanalysen durchgeführt werden.

 

Komplementärmedizin als Ergänzung. Wenn sich die ersehnte Schwangerschaft einfach nicht einstellen will, setzen immer mehr Paare auch auf Komplementärmedizin als Ergänzung zur westlichen Schulmedizin. Eine Expertin auf diesem Gebiet ist Dr. Veronika Krain. Die Gynäkologin beschäftigt sich seit Jahren mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und weiß, wie sie damit ungewollt kinderlose Paare unterstützen kann. „Frauen kann durch die Behandlung mit Kräutern und Akupunktur zum Beispiel zu einem regelmäßigen Zyklus verholfen werden“, erklärt Krain. „Auch die Produktivität der Eierstöcke kann angeregt werden. Bei Männern erreichen wir oftmals eine Verbesserung der Qualität und Mobilität der Spermien.“ Außerdem könne die TCM sehr gut zum Stressabbau und zur psychischen Entspannung beitragen. Besonders wichtig ist laut der Expertin, dass mit TCM-Anwendungen rechtzeitig, also etwa drei Monate vor den Kinderwunsch-Maßnahmen, gestartet wird.