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Lifestyle | 24.07.2019

Wasserspiele im Garten

Biotop, Schwimmteich, Brunnen und Co.: Ein Streifzug durch die Welt des kühlen Nasses zeigt, dass Mensch, Tier und Natur in perfektem Einklang mit dem lebenswichtigen Element leben können.

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(© Shutterstock)

Über die beruhigende Wirkung von Wasser im eigenen Garten sind sich wohl alle einig. Kein Wunder: Ein Teich oder Wasserspiel ist nicht nur eine Wohltat für die Augen, sondern bringt uns mit seinem sanften, monotonen Plätschern auch schnell in einen angenehmen Trancezustand. Wasser in seinen Garten zu integrieren, dafür gibt es unzählige Möglichkeiten. Vom klassischen Zierteich über das naturbelassene Biotop, vom modernen Pool bis hin zum romantischen Brunnen und zu zeitgenössischen Wasserspielen findet jeder sein kleines (oder großes) Stück zum Gartenglück. Und das Beste: Nicht nur Parkbesitzer dürfen sich über die nasse Angelegenheit freuen, denn der Trend macht auch vor Terrassen- und Balkonbesitzern nicht halt!

 

Quell des Lebens.

Wasser fließt, ist lebendig, immer in Bewegung. Schon der griechische Naturphilosoph Thales von Milet beschrieb das Element als „Urstoff allen Seins“, immerhin wäre ohne Wasser kein Leben auf unserem Planeten möglich. Glücklicherweise legt der Mensch (der übrigens zu 70 Prozent aus Wasser besteht!) einen immer größeren Fokus darauf, Wasser in sein Zuhause zu lassen – und zwar nicht nur als notwendiges (Über-)Lebenselixier, sondern als Bereicherung für Mensch und Tier.

 

Die perfekte Planung.

Egal ob bei Garten, Terrasse oder Balkon – auf die richtige Planung kommt es an! Die grundlegenden Fragen sollten vorerst sein: Wie viel Platz steht mir zur Verfügung? Welcher Stil gefällt mir? Wer soll von der Wasserstelle im Garten profitieren? Und kann ich mir diese oder jene Variante überhaupt leisten? Je größer die Wasserfläche, desto weniger Platz bleibt im Garten für Gemüse- und Pflanzenanbau oder Grünfläche für Kinderspielplatz und Co. Auch die Tiefe muss beachtet werden, denn es bedarf einer genauen Abklärung, wie tief in den Boden vorgedrungen werden kann, ohne Leitungen zu beschädigen. Immer eine gute Wahl ist es, sich an Gartenbauprofis zu wenden, die mit Leib, Seele und viel Know-how das Beste aus Ihrem Garten rausholen!

 

Natur im Garten: Biotope.

Lange Zeit hatten Biotope ein angestaubtes Image, jetzt gelten sie als Traum vieler Naturliebhaber, die ihr Paradies mit der Tier- und Pflanzenwelt teilen wollen. Es ist wichtig, für das Biotop eine ruhige, abgelegene Lage im Garten zu suchen. Nur so werden Tiere wie Libellen, Frösche, Wasservögel, aber auch Molche und viele mehr Einzug halten. Bei der Bepflanzung wählen Sie am besten heimische Gewächse: Diese können, im Gegensatz zu vielen Exoten, im Teich überwintern und werden auch gerne von Bienen aufgesucht.

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Es muss nicht gleich der Schwimmteich sein: Ein Wasserspeier findet auch auf der Terrasse Platz. (© Shutterstock)

(Schwimm-)Teiche zum Verlieben.

Gibt es etwas Schöneres, als direkt vorm Haus in einem wohltemperierten Teich zu baden und zu wissen, dass sich das Wasser ganz von selbst reinigt, ganz ohne Chemie? Der (Schwimm-)Teich ist zu jeder Jahreszeit eine natürliche Bereicherung: Im Sommer erquickendes Nass, im Winter Eislaufplatz und Augenweide, und den Rest des Jahres leistet er einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Schwimmteiche, immer beliebter wird der Naturpool mit angrenzendem Pflanzenbereich, der das Wasser natürlich belebt, ohne dabei die Schwimmfreude des Poolbesitzers zu stören.

 

Springbrunnen – das i-Tüpfelchen.

Ein eindrucksvoller Springbrunnen kann ein echtes Highlight im Garten sein und diesen durch Höhe, Bewegung, Geräusche und Lichtreflexe zum Leben erwecken. Sowohl Größe als auch Stil des Springbrunnens, der meist im Biotop oder Teich integriert ist, müssen auf die Gartenanlage abgestimmt sein, um mit ihr zu harmonieren. Und auch Terrassen- und Balkonbesitzer kommen mit Brunnen auf ihre Kosten: Es gibt sie als frei stehende Zimmerbrunnen-Modelle in so vielen Größen und Formen, dass garantiert jeder sein persönliches Lieblingsteil findet. Kleine Springbrunnen, bei denen das Wasser über Kaskaden in ein inte­griertes Becken plätschert, sind auch beliebte Do-it-yourself-Projekte an einem sonnigen Wochenende. Im Netz gibt es viele Videos und Beschreibungen, wie sich aus Holz- oder Tongefäßen belebte Wasserstellen zaubern lassen.

 

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Wasser marsch: Fontänen versprechen spannende Wasserspiele. (© Shutterstock)
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Der Mini-Wassergarten ist schnell gemacht – und ein echter Blickfang! (© Shutterstock)
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Hoch-Teich: Statt Gemüse kommen in dieses „Beet“ Wasserpflanzen. (© Shutterstock)

Quellsteine auf dem Vormarsch.

Sprudel- oder Quellsteine geben Ihrem Garten eine ganz besondere Atmosphäre: Sie gibt es mittlerweile in allen erdenklichen Stilrichtungen und aus den verschiedensten Materialien wie unbearbeitetem Feldstein, geschliffenem Naturstein, edler Keramik, fantasievollem Betonguss oder Steinimitat aus Kunststoff. Da sie nur wenig Platz brauchen, lassen sie sich nahezu überall im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon einfügen. Damit das erfrischende Plätschern gut zur Geltung kommt, sollten Sie dem Quellstein jedoch einen besonderen Ort bieten: im Blumenbeet, neben dem Lieblingsgartenplatz, im Vorgarten oder an einer markanten Wegkreuzung.

 

Mini-Wassergarten im Topf.

Wer Wasser in seiner stillen, beschaulichen Art vorzieht, nur wenig Platz hat oder aber einfach auf Minimalismus steht, findet im Mini-Wassergarten eine hübsche Alternative. Entweder im Gartenfachmarkt gekauft oder aus einem großen, frostfesten und wasserdichten Gefäß selbst gemacht – die in den Holzfässern oder glasierten Tontöpfen kreierten Teiche begeistern Mensch und Tier. Wasserpflanzen wie Sumpfdotterblume, Schwertlilie, Hechtkraut und Zwerg-Seerose können hier über Jahre gedeihen; wer es bewegter haben möchte, baut einen kleinen Solar-Springbrunnen mit ein.

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Von Gefäß zu Gefäß plätschert das Wasser und sorgt für schönen Klang. (© Shutterstock)
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Wasserfälle halten immer öfter Einzug in unsere Gärten. (© Shutterstock)

Wasserfälle und Wasserspeier.

Noch relativ neu auf dem Markt sind moderne Wasserfälle aus rostfreiem Edelstahl, die klassischen Gärten frischen Wind und modernen Gärten eine sprudelnde Seele einhauchen. Aber Achtung: Je höher der Wasserfall und je steiler die Steigung ist, umso lauter plätschert das Wasser in das Auffangbecken. Auch ein eventueller Fischbesatz sollte in die Wasserfall-Planung einbezogen werden: Zwar reichert er das Teichwasser mit Sauerstoff an, allerdings ist eine zu starke Ruhestörung durch Geräusche und Verwirbelung für die Fischgesundheit nicht immer förderlich. Wasserspeier sind schöne Hingucker und weniger kraftvoll als Wasserfälle. Außerdem können sie einfach und ohne großen Aufwand selbst installiert werden. Ganz egal, wie viel Raum man für Wasser hat, eines ist klar: Aus unseren Gärten ist es nicht mehr wegzudenken!